SPÖ-Bauern: Bei schwarz-blauem Landwirtschaftsprogramm wurde wieder eine Chance vertan

Interessen kleiner und mittlerer Betriebe werden auch künftig kaum berücksichtigt – Kein Wort zu Glyphosatverbot

Wien (OTS/SK) - Wenig begeistert zeigen sich die SPÖ-Bauern vom Kapitel Landwirtschaft im Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung. „Hier wurde wieder einmal eine Chance vertan. Die ÖVP schreibt das inhaltliche Programm der letzten Jahre fort. Ein allgemeines Papier, das sich an Großbetriebe richtet und kein vernünftiges Angebot für die kleinen und mittleren Betriebe beinhaltet“, stellt der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern, ÖKR Josef Etzenberger, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. ****

Der Bundessekretär der SPÖ-Bauern Matthias Friedrich legt nach: „Kein Kapitel zum Biolandbau, kein Wort zu den BergbäuerInnen – die Ignoranz, mit der hier agiert wird, ist beschämend.“ Stattdessen ist beispielsweise eine Anhebung des Zuschusses für Elementarrisikoversicherungen in der Land- und Forstwirtschaft geplant – „ein Steuerzuckerl für große Forstbetriebe“, kritisiert Friedrich. „Ebenso erstaunlich ist, dass sich das Glyphosatverbot im Programm nicht wiederfindet. Es ist lediglich eine ‚Machbarkeitsstudie‘ und ein ‚Aktionsplan zum Ausstieg aus Glyphosat‘ geplant.“

Die Bundesregierung, allen voran die ÖVP, gibt den „Agrarfabriken“ die Schuld daran, dass die österreichischen BäuerInnen um das Überleben kämpfen. „Dabei waren es ÖVP und Bauernbund, die mit einer Vielzahl von Maßnahmen die österreichischen BäuerInnen unter Druck gebracht haben.“

Für Etzenberger und Friedrich steht fest: „Wir SPÖ-Bauern werden weiterhin die Interessensvertretung der kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe sein. Denn die neue schwarz-blaue Regierung ist es nicht.“ (Schluss) sc/bj

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