Telekom Austria / Neue Regierung - Personalvertretung fordert echte Digitalisierungsoffensive und Strategie für den Staatsanteil

Telekom Holding-Betriebsrat fordert eine nachhaltige Standortpolitik, vernünftige Rahmenbedingungen für die Digitalisierung und die Absicherung der Arbeitsplätze

Wien (OTS) - Wenn man den Ankündigungen und dem Regierungsprogramm der neuen Regierung Glauben schenken darf, haben die Koalitionspartner zumindest erkannt, wie wichtig Digitalisierungsmaßnahmen sind. Mit Margarete Schramböck ist auch eine IKT-Expertin als Ministerin im neuen Regierungsteam. Das größte und wichtigste Unternehmen in Österreich bzgl. Digitalisierung und Infrastruktur ist sicherlich die Telekom Austria. Die Republik hält über die ÖBIB 28,42 % an der Telekom - Mehrheitseigentümer ist der mexikanische América Móvil Konzern von Carlos Slim. Man darf gespannt sein, wie sich die politischen Verantwortlichen zukünftig in die strategische Ausrichtung der teilstaatlichen Telekom einbringen werden, um die Regierungsziele zu erreichen. Vernünftige Rahmenbedingungen für den Breitbandausbau in Österreich oder ein kosteneffizientes Modell für die kommende Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G, liegen jedenfalls in der Verantwortung der Politik.

Telekom Holding-Betriebsrat Alexander Sollak fordert von der neuen Regierung eine „echte und nachhaltige Digitalisierungsoffensive“. Dazu gehört auch eine langfristige Strategie wie die staatliche Beteiligung bei der Telekom Austria im Interesse der österreichischen Bevölkerung und der Mitarbeiter sowie im Sinne des Wirtschaftsstandorts und des Unternehmens bestmöglich eingesetzt wird.

„Der flächendeckende Ausbau der Breitbandinfrastruktur, die Stärkung des Telekom-Headquarters in Wien, die langfristige Absicherung von österreichischen Arbeitsplätzen oder auch der Ausbau des A1-Lehrlingsprogramms mit Schwerpunkt IKT und Digitalisierung sind u.a. Themen, für die sich die politischen Entscheidungsträger bewusst bei der Telekom Austria einsetzen sollen“, so Sollak. Der Telekom-Betriebsrat weist auch darauf hin, dass „die teilstaatliche Telekom zukünftig nicht für das Stopfen von Budgetlöcher missbraucht werden darf“. Überhöhte Dividendenauszahlungen oder enorme Frequenzkosten schaden dem Unternehmen sowie dem Wirtschaftsstandort und gefährden tausende Arbeitsplätze. Dadurch würden auch die nationalen Digitalisierungsbemühungen negativ beeinflusst. „Die Telekom darf zukünftig auch kein Auffangbecken für ausrangierte Politiker sein“, so der Betriebsrat. Sollak erinnert daran, dass es in der Vergangenheit rund um das Unternehmen einige strafrechtliche Fälle gab, die bis heute noch nicht alle gerichtlich aufgearbeitet und abgeschlossen sind.

Rückfragen & Kontakt:

Telekom Austria AG / A1 Group
Mag.(FH) Alexander Sollak
Vorsitzender der Personalvertretung
mobil: +43 664 66 39138
alexander.sollak@A1.group

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0007