- 18.12.2017, 10:52:32
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1.000 Dächer-Photovoltaik-Projekt von landesweitem Umfang gestartet
Pernkopf: Sonnenstrom für Landes- und Gemeindedächer
Utl.: Pernkopf: Sonnenstrom für Landes- und Gemeindedächer =
St. Pölten (OTS/NLK) - Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Bonn, die
Initiativen und das Ausbauprogramm der EVN im Bereich Photovoltaik,
Windkraft und E-Mobilität sowie die Bedeutung der vielen Green-Jobs
für Niederösterreich standen am heutigen Montag im Mittelpunkt einer
Pressekonferenz in St. Pölten. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf,
Monika Langthaler, Teilnehmerin der Klimakonferenz in Bonn und
Präsidentin von Arnold Schwarzeneggers Klimaschutzinitiative R20
sowie EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz informierten dabei
über aktuelle umweltpolitische Fragen.
„Seit zwei Jahren sind wir als Bundesland Niederösterreich in der
Lage, über 100 Prozent unseres Strombedarfs aus Erneuerbarer Energie
zu erzeugen“, sprach LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Der
Energiemix dazu umfasst Großwasserkraftanlagen, Windkraftanlagen,
Kleinwasserkraftanlagen, Photovoltaik-Anlagen und Biomasse-Anlagen.
„Im Jahr 2017 sind 32 Windkraftanlagen und 2.800
Photovoltaik-Aanlagen neu dazugekommen, wodurch für zusätzliche
90.000 Haushalte sauberer Strom produziert werden konnte“, fuhr
Pernkopf fort.
„Wir beweisen, dass die Elektro-Mobilität schon heute gut
funktioniert. In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise gemeinsam
mit der EVN bei einem Versuch in Seitenstetten 23 Elektro-Autos für
18 Familien zur Verfügung gestellt“, unterstrich er. „Wir reden heute
bereits von 40.000 Green-Jobs in Niederösterreich. Unser Know-how
wird bis nach Schweden exportiert, wo heimische Firmen Windparks
realisieren“, meinte der LH-Stellvertreter.
„Nun haben wir uns entschlossen, gemeinsam mit dem
Landesenergieversorger EVN ein Photovoltaik-Projekt von landesweitem
Umfang zu starten. Es handelt sich über ein fünf Jahre laufendes
Projekt, bei dem die EVN die Dächer von öffentlichen Gebäuden nutzt
und Photovoltaik-Anlagen installieren und auch betreibt“, führte er
weiter aus. Für das 1.000 Dächer-Programm werde die EVN jährlich fast
drei Millionen Euro in die Hand nehmen. „Es gibt Tausende Landes- und
Gemeindeobjekte in ganz Niederösterreich, die für eine
Photovoltaik-Anlage infrage kommen. Schon heute gibt es positive
Vorbilder mit Photovoltaik-Anlagen wie das Pflegeheim Scheibbs, die
Kläranlage Retz, die Berufsschule Pöchlarn und die
Bezirkshauptmannschaft Tulln sowie die Landeskliniken in Mauer und
Mödling“, betonte Pernkopf. Das Land Niederösterreich gehe in diesem
Zusammenhang mit gutem Beispiel voran. Auch das neue
Regierungsprogramm sei sehr vielversprechend und die Energiewende
werde nun auch auf Bundesebene umgesetzt, freute sich der
LH-Stellvertreter, der in die Verhandlungen als Energieexperte eng
eingebunden war. Das Ziel, 100 Prozent des Strombedarfs aus
Erneuerbarer Energie zu decken, soll bundesweit bis 2030 erreicht
werden. In Niederösterreich wurde es bereits vor zwei Jahren
erreicht. Auch zu einer ganz klaren Anti-Atompolitik haben sich die
neue Bundesregierung und die neue Ministerin Elisabeth Köstinger
bekannt, der Pernkopf herzlich gratulierte.
EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz meinte: Die
Energieversorgung werde in Zukunft dezentraler aufgestellt, die
Nutzung der bislang ungenutzten Dächer sei hier ein naheliegender
Anknüpfungspunkt. „Die neuen Photovoltaik-Anlagen für öffentliche
Gebäude sollen so kalkuliert werden, dass die Gemeinden finanziell
nicht belastet werden. Wir wollen in den nächsten Jahren mehrere
Tausend solcher Anlagen errichten.“
Monika Langthaler sagte: „In den vergangenen Jahren konnten wir mit
R20 eine internationale Klimaschutzinitiative starten, die auch von
der UNO wahrgenommen wird“. 2015 sei der Klimavertrag von Paris
verabschiedet worden, dieses Klimaabkommen sei historisch und alle
Länder dieser Welt hätten dieses Abkommen unterzeichnet. Kürzlich sei
sogar Syrien diesem Abkommen beigetreten, so Langthaler. „Alle machen
bei dem Klimaabkommen von Paris intensiv mit, eingebunden sind auch
die Finanzwirtschaft und viele Firmen. Die Umweltwirtschaft in
Niederösterreich hat im vergangenen Jahr insgesamt eine Milliarde
Euro Umsatz gemacht“, erinnerte sie.
Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, E-mail [email protected].
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