• 17.12.2017, 11:53:11
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Regierungsprogramm: Ambitioniertes Tourismuskapitel!

USt- und AfA-Reparatur, Fachkräftesicherung, Anmeldepflicht für Sharing Economy, Arbeitszeit und Nation-Branding, KMU-Check, Reitterer wünscht sich Schulterschluss für Umsetzung.

Utl.: USt- und AfA-Reparatur, Fachkräftesicherung, Anmeldepflicht
für Sharing Economy, Arbeitszeit und Nation-Branding,
KMU-Check, Reitterer wünscht sich Schulterschluss für
Umsetzung. =

Wien (OTS) - Vier Zeilen von 114 Seiten Regierungsprogramm:
Entsprechend sah die Tourismus- und Steuerpolitik der gescheiterten
SPÖ-geführten Koalition aus. „Jetzt sind es mehr als drei Seiten und
die neue Regierung spricht auf diesen drei Seiten alle wichtigen
Themen richtig an“, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der
Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Wirkungsvollster Hebel: Steuern

Wirtschaftlich richtig und vertrauensbildend sei die Rücknahme der
Steuererhöhung: „Die Erhöhung war ein Riesenfehler, die Mehreinnahmen
des Bundes standen nie in Relation zur Belastung der KMU.“ Die
Rücknahme vor Saisonbeginn sei nötig: „Alles andere wäre für KMU kaum
zu schaffen.“ Auch die Einführung digitaler Betriebsstätten und die
Pflicht der Sharing Economy zur Mitwirkung bei der Abgabenerhebung
werde KMU entlasten: „Wer Registrierkassen für KMU einführt, kann bei
Steuervermeidung im großen Stil nicht wegschauen.“

Moderne Arbeitswelt, moderne Regeln

Die Attraktivierung und Modernisierung der Lehre sei absolut
notwendig, die Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Karte auf den Tourismus
und die Regionalisierung der Mangelberufsliste überfällig. Zusammen
mit der Saisonverlängerung und der Arbeitszeitflexibilisierung unter
Beibehaltung der Normalarbeitszeiten werde dies Arbeitsplätze
schaffen und die Wertschöpfung steigern: „Der Tourismus stellt
Mitarbeiter ein, wann immer es geht. Und dann geht es zweifellos noch
besser.“

Schluss mit Gesetzgebung an den KMU vorbei

Zukunftsorientiert im besten Sinne nennt Reitterer die Pläne für
bundesweit einheitliche Gesetze für Bau und Jugendschutz, die
Aufhebung von Bund-Länder-Blockaden, die Schuldenbremse im
Verfassungsrang, die Rücknahme von Gold-Plating, das Durchforsten und
Reduzieren bestehender Vorschriften, Entbürokratisierung und die
Reduktion von Veröffentlichungspflichten. Das Highlight ist für sie
der Bürokratie-Check für neue Gesetze vor Beschlussfassung: „Dann ist
Schluss mit der Gesetzgebung an den KMU vorbei.“

Reboot Marke Österreich

Im Österreich-Haus-Konzept und dem neuen Anlauf für Nation Branding
sieht Reitterer Top-Chancen für das kleine Exportland mit den vielen
Marken: „Die ganze Welt liebt unseren Charme und unsere Natur, unsere
Küche und unsere Hochkultur. Richtig eingesetzt geht so ein
emotionaler Markenkern im Export wie eine Rakete ab.“ Die
Export-Champions aus der Dienstleistung erwirtschaften 70 % der
Wertschöpfung: „Aus der professionellen Vermarktung und dem Image des
österreichischen Tourismus sollten auch andere Branchen profitieren.
Das täte dem Standort gut.“

Ambitioniertes Programm

Den designierten Regierungsspitzen Sebastian Kurz und Heinz-Christian
Strache und den erfolgreichen Tourismus-Verhandlern dankt Reitterer:
„Der Vorsitzende des Tourismusausschusses im Nationalrat, Gerald
Hauser, Fachverbandsobmann Franz Hörl, Spartenobfrau Petra
Nocker-Schwarzenbacher und ÖHV-Präsidiumsmitglied Elisabeth Gürtler
haben sehr guten Input für dieses ambitionierte Programm geliefert.
In Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sieht Reitterer eine
engagierte und in der internationalen Politik versierte Mitstreiterin
in der Sache: „Das ist eine gute Kombination! Ich wünsche Österreichs
erster Tourismusministerin und der gesamten Regierung viel Erfolg bei
der Umsetzung des Regierungsprogramms.“

Schulterschluss für Standort und Arbeitsmarkt

Alle täten gut daran, im Sinne der KMU und der Arbeitsplätze im Land
an der Umsetzung mitzuwirken“, wünscht sie sich einen Schulterschluss
für Standort und Arbeitsmarkt und einen verbindlichen Zeitplan hinter
den Zielen und Maßnahmen: „Dann holen wir das auf, was in den
vergangenen Jahren liegen blieb!“ Die ÖHV bleibe verlängerter Arm der
Branche in der Politik und waches Auge der Arbeitgeber im Tourismus:
„Wir werden uns weiter objektiv als Anwalt unserer Mitglieder in die
Standortpolitik einbringen.“

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial unter www.oehv.at/presse.

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