GPA-djp: „Sonntagsöffnung im Handel in Wien als türkises Wunschdenken“

Massive Ablehnung der Betroffenen ist Auftrag für den Kampf gegen Ausweitung der Ladenöffnungszeiten

Wien (OTS/ÖGB) - "Der Betreiber eines Einkaufscenters, der seit 20 Jahren mit den gleichen Argumenten vergeblich für die Sonntagsöffnung kämpft, und der Vertreter einer politischen Partei, die bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen mit der Einigung auf den 12-Stunden-Tag schon bewiesen hat, wie wenig ihr die Interessen von ArbeitnehmerInnen wert sind – andere Gründe kennen wir nicht für die heute wieder einmal aufgewärmte Forderung nach der Sonntagsöffnung im Wiener Handel“, kommentieren Franz Georg Brantner, Vorsitzender der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) Wien und Barbara Teiber, Geschäftsführerin der GPA-djp in Wien.

Die derzeit geltenden Ladenöffnungszeiten seien völlig ausreichend. „Abgesehen davon bedeutet mehr Zeit zum Shoppen nicht, dass die Menschen mehr Geld zum Ausgeben haben“, erklärt Brantner, der die Argumentation, dass die Sonntagsöffnung tausende Arbeitsplätze schaffe, als Milchmädchenrechnung bezeichnet.

Die GPA-djp habe etliche Umfragen unter den Wiener Handelsangestellten zur Sonntagsarbeit gemacht. „Die Ablehnung lag immer über 90 Prozent. Bei einer Urabstimmung unter allen rund 40.000 Wiener Handelsangestellten im Jahr 2015 haben sich 95,9 Prozent der Befragten dagegen ausgesprochen.“

„Diese massive Ablehnung der Betroffenen ist unser Auftrag für den Kampf gegen die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten“, erklären Brantner und Teiber abschließend: „Geht es nach uns, bleibt die Sonntagsöffnung im Handel in Wien türkises Wunschdenken!“

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