Aufbruch in neue Gebiete: Tanzquartier Wien stellt Programm vor

Mit der Neueröffnung stecken wir wichtige programmatische Eckpfeiler für die Zukunft des TQW ab: Die Diversität der Körper, das Verhältnis von Choreografie zu bildender Kunst und Performance, die Wertschätzung des lokalen Kunstschaffens, aber auch der Blick auf außereuropäische Produktionen – das sind jene Schlagworte, die das Programm der nächsten Jahre bestimmen werden.
Bettina Kogler

Wien (OTS) - Nach einer mehrmonatigen Renovierungsphase ist das Tanzquartier Wien (TQW) zurück und feiert mit einem dreitägigen Festival von 25. bis 27. Januar den Neustart unter der Intendanz von Bettina Kogler.

Mit der Neueröffnung stecken wir wichtige programmatische Eckpfeiler für die Zukunft des TQW ab: Die Diversität der Körper, das Verhältnis von Choreografie zu bildender Kunst und Performance, die Wertschätzung des lokalen Kunstschaffens, aber auch der Blick auf außereuropäische Produktionen – das sind jene Schlagworte, die das Programm der nächsten Jahre bestimmen werden. — Bettina Kogler

Drei Tage vollgepackt mit internationalen und österreichischen Highlights. So präsentiert sich das Programm der TQW Neueröffnung. Am Beginn steht das neue Ensemblestück von Doris Uhlich für neun körperlich behinderte Performer_innen. Mit Every Body Electric zeigt die vor Kurzem mit einem NESTROY Spezialpreis ausgezeichnete Wiener Choreografin, wie Inklusion auf Augenhöhe aussehen kann und setzt damit ein starkes Zeichen für Diversität und gegen Ausgrenzung. Alexandra Pirici, eine der zentralen Protagonist_innen der Performancekunst ihrer Generation, stellt in einer fortlaufenden performativen Aktion in der Kunsthalle Wien historische Ereignisse nach, in denen Politik und Popkultur verschwimmen. Mit seinem Mammutprojekt Negotiations bespielt der in Wien lebende schwedische Choreograf Alexander Gottfarb gemeinsam mit seinen Tänzer_innen 365 Tage lang ein Wiener Geschäftslokal, die Tanzfiliale. Shooting-Star Tamara Cubas aus Uruguay lässt fünf Tänzer_innen auf hunderten Holzbrettern in einer schweißtreibenden Performance eine neue Form des Zusammenlebens erproben. Ebenfalls noch weitgehend unbekannt hierzulande sind die französischen Nachwuchskünstler_innen Anne Lise Le Gac und Élie Ortis, die mit einer Interpretation von Trash-Tanzvideos bezaubern. Und der Wiener Choreograf Philipp Gehmacher stellt gemeinsam mit dem Pianisten Marino Formenti in einem performativen Konzert vielleicht alles auf den Kopf, was von diesem Genre erwartet wird. Doch auch das ausgelassene Feiern und Tanzen kommt nicht zu kurz. Dafür sorgen DJ-Sets an allen drei Abenden und zum Abschluss feministischer Pop vom Feinsten mit Ankathie Koi.

Programm Februar

Die Programmierung des TQW wird sich in Zukunft stärker an Themensträngen orientieren. Spannende Arbeiten lokaler und internationaler Kunstschaffender im breiten Feld der Choreografie treffen so unter einem Schirmbegriff aufeinander. Das erste Themencluster im Februar erzählt von Grotesken Körperlichkeiten.

Marcela Levi und Lucía Russo aus Brasilien präsentieren zu diesem Thema Anfang Februar ein ekstatisches tänzerisches Solo zu den Rhythmen des Tecnobrega – einer spezifischen brasilianischen Clubmusik. Die Grenzen des Körpers lotet auch Florentina Holzingers neue Gruppenarbeit Apollon Musagète aus, eine Tour de Force, die, mit den Mitteln des Balletts, der Zirkus-Freakshow und der Performancekunst der 1960-er Jahre, mit vollem Körpereinsatz, Humor und Radikalität, dem gegenwärtigen Körperkult einiges entgegen zu setzen hat. Den Akt des gemeinsamen Atmens rückt der slowenische Choreograf Janez Janša ins Zentrum und damit Fragen des gesellschaftlichen Miteinanders.

Detailliertes Programm und weitere Infos unter www.tqw.at.
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Franz Jud, Tel.: +43-1-581 35 91-65, presse@tqw.at

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