- 08.12.2017, 12:16:36
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Medienaktion #wirsindmehr: Schauspielerin Maxi Blaha liest Offenen Brief des Frauen*Volksbegehrens an die zukünftige Bundesregierung
„Die Hälfte des Geldes, die Hälfte der Macht“ | Zusammenschluss aus über 70 Frauen*Organisationen richtet Appell an die zukünftige Regierung

Utl.: „Die Hälfte des Geldes, die Hälfte der Macht“ |
Zusammenschluss aus über 70 Frauen*Organisationen richtet
Appell an die zukünftige Regierung =
Wien (OTS) - Im Rahmen der gestrigen Medienaktion #wirsindmehr wurde
der Offene Brief des Frauen*Volksbegehrens von der Schauspielerin
Maxi Blaha verlesen, bevor er nun per Post an die zukünftige
Regierung sowie den Nationalrat geht. Die Organisator*innen fordern
breiteres Gehör für die Lebensrealitäten von Frauen* in Österreich.
Bereits 3.500 Frauen haben diesen Appell in den ersten Tagen
unterschrieben, darunter auch prominente Persönlichkeiten wie
Christine Nöstlinger, Ursula Strauss, Mavie Hörbiger, Sarah Wiener,
Eva Rossmann und Doris Knecht.
„Gerade jetzt, in der Endphase der Regierungsverhandlungen ist es
notwendig zu zeigen: Wir sind mehr, wir sind da, und wir sind
einsatzbereit“, so Sprecherin Shifteh Hashemi zu der Medienaktion
#wirsindmehr, die das Frauen*Volksbegehren gemeinsam mit dem
österreichischen Frauenring, der Allianz Gewaltfrei leben und der
Initiative #aufstehn organisierte.
Ernüchternde Regierungsverhandlungen
„Frauen*politik, konkrete Maßnahmen zur Gleichstellung, oder
überhaupt der Wille zur Veränderung waren bei den Verhandler*innen
leider bisher noch nicht erkennbar. Frauen*politik war im Wahlkampf
ein Randthema oder maximal ein PR-Gag, in den jetztigen
Regierungsverhandlungen spielen sie aber gar keine Rolle“, zieht
Hashemi ein Fazit. Das Frauen*Volksbegehren fordert daher gemeinsam
mit 70 weiteren Organisationen die künftige Regierung zu Gesprächen
über frauen*politische Anliegen auf. „Die Verhandler*innen müssen
sich mit den Anliegen von Frauen auseinandersetzen, bevor das
zukünftige Regierungsprogramm verabschiedet wird." Für echte
Wahlfreiheit. Für echte Chancengleichheit. Für echte Selbstbestimmung
- so steht es im Offenen Brief.
Vor allem Frauen* fürchten einen Backlash in den nächsten fünf
Jahren: Den Verlust bereits erkämpfter Rechte, die Einschränkung
aller Lebensrealitäten, noch stärkere finanzielle Notlagen und vieles
mehr. Bisher Bekanntes, wie der 12-Stundenarbeitstag oder wie in
Oberösterreich die Schließung von Krabbelstuben weisen den Weg zurück
in die Vergangenheit. „Wir brauchen aber Fortschritt statt
Rückschritt, und zwar dringend. Das Frauen*Volksbegehren fordert die
kompromisslose Chancengleichheit für alle, das heißt die Hälfte der
Macht und die Hälfte des Geldes. Da werden wir auch nicht
lockerlassen“, so Andrea Hladky, Obfrau des Vereins
Frauen*Volksbegehren im Rahmen der heutigen Verlesung des Briefes.
Dies ist ein erster Auftakt einer Reihe an Maßnahmen im Vorfeld der
Durchführung des Volksbegehrens im kommenden Jahr 2018.
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