Medienaktion #wirsindmehr: Schauspielerin Maxi Blaha liest Offenen Brief des Frauen*Volksbegehrens an die zukünftige Bundesregierung

„Die Hälfte des Geldes, die Hälfte der Macht“ | Zusammenschluss aus über 70 Frauen*Organisationen richtet Appell an die zukünftige Regierung

Wien (OTS) - Im Rahmen der gestrigen Medienaktion #wirsindmehr wurde der Offene Brief des Frauen*Volksbegehrens von der Schauspielerin Maxi Blaha verlesen, bevor er nun per Post an die zukünftige Regierung sowie den Nationalrat geht. Die Organisator*innen fordern breiteres Gehör für die Lebensrealitäten von Frauen* in Österreich. Bereits 3.500 Frauen haben diesen Appell in den ersten Tagen unterschrieben, darunter auch prominente Persönlichkeiten wie Christine Nöstlinger, Ursula Strauss, Mavie Hörbiger, Sarah Wiener, Eva Rossmann und Doris Knecht.

„Gerade jetzt, in der Endphase der Regierungsverhandlungen ist es notwendig zu zeigen: Wir sind mehr, wir sind da, und wir sind einsatzbereit“, so Sprecherin Shifteh Hashemi zu der Medienaktion #wirsindmehr, die das Frauen*Volksbegehren gemeinsam mit dem österreichischen Frauenring, der Allianz Gewaltfrei leben und der Initiative #aufstehn organisierte.

Ernüchternde Regierungsverhandlungen

„Frauen*politik, konkrete Maßnahmen zur Gleichstellung, oder überhaupt der Wille zur Veränderung waren bei den Verhandler*innen leider bisher noch nicht erkennbar. Frauen*politik war im Wahlkampf ein Randthema oder maximal ein PR-Gag, in den jetztigen Regierungsverhandlungen spielen sie aber gar keine Rolle“, zieht Hashemi ein Fazit. Das Frauen*Volksbegehren fordert daher gemeinsam mit 70 weiteren Organisationen die künftige Regierung zu Gesprächen über frauen*politische Anliegen auf. „Die Verhandler*innen müssen sich mit den Anliegen von Frauen auseinandersetzen, bevor das zukünftige Regierungsprogramm verabschiedet wird." Für echte Wahlfreiheit. Für echte Chancengleichheit. Für echte Selbstbestimmung - so steht es im Offenen Brief.

Vor allem Frauen* fürchten einen Backlash in den nächsten fünf Jahren: Den Verlust bereits erkämpfter Rechte, die Einschränkung aller Lebensrealitäten, noch stärkere finanzielle Notlagen und vieles mehr. Bisher Bekanntes, wie der 12-Stundenarbeitstag oder wie in Oberösterreich die Schließung von Krabbelstuben weisen den Weg zurück in die Vergangenheit. „Wir brauchen aber Fortschritt statt Rückschritt, und zwar dringend. Das Frauen*Volksbegehren fordert die kompromisslose Chancengleichheit für alle, das heißt die Hälfte der Macht und die Hälfte des Geldes. Da werden wir auch nicht lockerlassen“, so Andrea Hladky, Obfrau des Vereins Frauen*Volksbegehren im Rahmen der heutigen Verlesung des Briefes. Dies ist ein erster Auftakt einer Reihe an Maßnahmen im Vorfeld der Durchführung des Volksbegehrens im kommenden Jahr 2018.

www.aufstehn.at/wirsindmehr

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oder Lena Jäger, Projektleiterin Frauen*Volksbegehren
Tel.: 0664 514 63 22
www.frauenvolksbegehren.at

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