- 07.12.2017, 15:08:17
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„kulturMontag“ am 11. Dezember: Dornhelms „Maria Theresia“, Demokratie auf dem Prüfstand, Kästner im Porträt
Außerdem: Neue Doku „Architektur muss brennen! Wolf D. Prix und Coop Himmelb(l)au“
Utl.: Außerdem: Neue Doku „Architektur muss brennen! Wolf D. Prix
und Coop Himmelb(l)au“ =
Wien (OTS) - Clarissa Stadler präsentiert den „kulturMontag“ am 11.
Dezember 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2, der u. a. auf Robert Dornhelms
jüngstes Filmwerk blickt – eine zweiteilige, internationale
ORF-Koproduktion über „Maria Theresia“, die das Jubiläumsjahr zum
300. Geburtstag der österreichischen Herrscherin im ORF beschließt.
Weiters setzt sich die Sendung mit dem Zustand sowie der Zukunft der
Demokratie auseinander und begibt sich schließlich auf die Spuren von
Erich Kästner. Anschließend an das Magazin steht zum 75. Geburtstag
von Stararchitekt Wolf D. Prix am 13. Dezember die neue Dokumentation
„Architektur muss brennen! Wolf D. Prix und Coop Himmelb(l)au“ (23.15
Uhr) auf dem Programm.
Mädchen, Machtstrategin, Medienstar: Robert Dornhelms Blick auf die
junge „Maria Theresia“
Zum Abschluss eines multimedialen Programmschwerpunkts anlässlich 300
Jahre Maria Theresia präsentiert der ORF im Weihnachtsprogramm eine
zweiteilige Spielfilmproduktion (am 27. und 28. Dezember um 20.15 Uhr
in ORF 2) über die jungen Jahre der weltberühmten Habsburgerin, die
sich dem Leben vor und während ihrer umstrittenen Machtübernahme
widmet. Burgschauspielerin Marie-Luise Stockinger spielt die
österreichische Monarchin, die mit nur 23 Jahren ein von allen Seiten
bedrohtes Imperium übernehmen muss. Regisseur Robert Dornhelm setzte
die internationale Koproduktion mit Tschechien, der Slowakei und
Ungarn in Szene. Der „kulturMontag“ hat den Filmemacher, der am 17.
Dezember seinen 70. Geburtstag feiert, zum Gespräch über sein neues
Werk und den Mythos Maria Theresia getroffen.
Demokratie, aber wie? Die Zukunft der Volksherrschaft
Liberale, direkte, plebiszitäre Demokratie, nationale Souveränität,
Autokratie oder gar Demagogie!? Die meisten Staaten dieser Erde
werden von demokratisch gewählten Regierungen geführt. Dennoch steht
es aktuell um die Demokratie nicht zum Besten. Sogar „demokratischen“
Nationen gehen scheinbar die Grundbedingungen für faire,
verantwortungsvolle politische Führung verloren. Der renommierte
deutsche Historiker Heinrich August Winkler sieht die liberale
Demokratie des Westens gar in der Defensive. Die Meinungen zur
Abwendung von der repräsentativen und Hinwendung zu direkter
Demokratie gehen heftig auseinander. Wie sieht die Zukunft der
Demokratie aus? Der Schriftsteller George Orwell hatte einst
jedenfalls Recht mit seiner Bemerkung: „Zu sehen, was man direkt vor
der Nase hat, bedarf eines ständigen Kampfes.“ Der „kulturMontag“
nimmt diesen „Kampf“ auf und versucht, zur Klärung der Verhältnisse,
in denen wir leben, beizutragen.
Emil, Pünktchen, Lottchen und Co: Auf den Spuren von Erich Kästner
Mit „Emil und die Detektive“ revolutionierte Erich Kästner 1929 die
Kinderbuchliteratur, später prägte er mit seiner Sprache die Neue
Sachlichkeit. Auch seine kriegskritische Lyrik stieß auf weltweites
Echo. Als die Nazis seine Bücher und Gedichte verbrannten, blieb
Kästner in Hitlers Deutschland, um als Zeitzeuge darüber zu schreiben
und bediente schließlich unter einem Pseudonym die
Unterhaltungsindustrie im Dritten Reich. Das Wissen, sich verbogen zu
haben, ließ ihn ohnmächtig und zum Alkoholiker werden. Doch wer war
dieser Erich Kästner, dessen Geschichten sogar Hollywood eroberten,
wirklich? Der „kulturMontag“ zeichnet das Porträt eines
außergewöhnlichen Schriftstellers, der jahrzehntelang am Abgrund
lebte. Der ORF präsentiert am 21. Dezember einen TV-Schwerpunkt mit
der Premiere von Wolfgang Murnbergers neuem Spielfilm „Kästner und
der kleine Dienstag“ (20.15 Uhr, ORF 2) sowie der anschließenden
Dokumentation „Erich Kästner – Das andere Ich“ (22.30 Uhr).
Dokumentation „Architektur muss brennen! Wolf D. Prix und Coop
Himmelb(l)au“
Wolf D. Prix war 1968 Mitbegründer der Wiener
Architektur-Avantgarde-Gruppe Coop Himmelb(l)au. Mit ihren konsequent
unrealisierbaren Entwürfen starten sie einen Frontalangriff auf das
österreichische sowie europäische Architektur-Establishment. Sie
stellen Wände schräg, kippen Waagrechtes gegen Senkrechtes, lassen
Flächen und Linien explodieren und zackige Bauteile wie Meteoriten in
Dächer und Fassaden einschlagen. Regisseur Matthias Frick spürt in
seinem Film der Architektur des zivilen Ungehorsams nach und
begleitet Wolf D. Prix‘ Weg aus seinem niederösterreichischen
Geburtsort Hainburg bis hin zu den furiosen Bauten des Musée des
Confluences in Lyon oder des Museums für zeitgenössische Kunst im
chinesischen Shenzhen mit der Kamera.
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