Menschenrechte müssen Kompass der Politik und Gesellschaft sein

Don Bosco Flüchtlingswerk: Werte wie Gleichheit, Hilfsbereitschaft und Respekt müssen gelebt werden und Menschenwürde gewahrt bleiben.

Wien (OTS) - Die Einhaltung der Menschenrechte ist auch im 21. Jahrhundert noch keine Selbstverständlichkeit. In vielen Ländern klafft ein tiefer Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit. „Auch Österreich als moderner Sozialstaat agiert hart an der Grenze. Geplante Kürzungen der Mindestsicherung bis weit unter die Armutsgrenze oder die Aushöhlung des Asylrechts stellen die Menschenrechte in Frage“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“.

Menschenunwürdige Asylpolitik

Vermehrt droht fleißigen und gut integrierten Asylwerbern die Abschiebung. „Die aktuelle Asylpraxis ist rücksichtslos und kontraproduktiv. Engagierte Menschen, die teils mitten in der Ausbildung stehen werden über Nacht angehalten und im Eiltempo rückgeführt. Der Integrationswille zählt nicht. Schutzbedürftige Menschen, Arbeitgeber/innen und Helfer/innen stehen diesen Maßnahmen ohnmächtig und frustriert gegenüber“, so Kern und fordert eine menschenwürdige Asylpolitik im Sinne der Menschenrechte, die persönliche Schicksale und weiteres Fortkommen berücksichtigt. 

Gleichheit für alle Menschen

„Die geplante bundesweite Kürzung der Mindestsicherung für Asylberechtigte wie subsidiär Schutzberechtigte und die Deckelung der Sozialleistungen für Familien sind ein Fehler, da sie Menschen, die ohnehin nichts haben noch tiefer in die Armut und damit in die Chancenlosigkeit treiben“, empört sich Kern. Davon betroffen sind auch viele Kinder und Jugendliche. „Wir unterstützen die Forderung einer Kinderkostenstudie. Im Kampf gegen Kinderarmut ist die Erhebung der tatsächlichen Kosten für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Schritt“, so Kern abschließend.

Völkerrechtliche Verträge stehen für Menschenwürde und Menschenrechte. Es gilt, diese als Grundlage bei politischen Entscheidungen heranzuziehen und mit Vehemenz zu verteidigen. 

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Kern
Geschäftsführerin Don Bosco Flüchtlingswerk
Don Bosco Gasse 14, 1230 Wien
Tel: +43 (0)664 824 36 13
Mail: geschaeftsleitung@fluechtlingswerk.at
Web: www.fluechtlingswerk.at

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