ÖAMTC: Vertrauensschutz-Erklärung für Bestandsfahrzeuge durch Regierung notwendig

Wegen Verunsicherung durch Verbrenner-Diskussion droht Milliarden-Verlust für Konsumenten

Wien (OTS) - Laut einer aktuellen repräsentativen AM.PULS-Umfrage unter 1.400 ÖAMTC-Mitgliedern herrscht unter Österreichs Autofahrern aufgrund der Diskussion über ein mögliches Ende für Verbrennungsmotoren nach wie vor große Verunsicherung. Zwei Drittel der Befragten erwarten dadurch negative Konsequenzen für den Wiederverkaufswert von Autos mit Verbrennungsmotor. Den drohenden Wertverlust für ihr eigenes Fahrzeug beziffern die besorgten Befragten durchschnittlich mit 25 Prozent. "Der österreichische Pkw-Bestand ist aktuell ungefähr 42 Milliarden Euro wert. Sinkt der Wiederverkaufswert um ein Viertel, sind die Autofahrer ohne eigenes Zutun um mehr als 10 Milliarden Euro ärmer", sieht Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, bereits früher geäußerte Befürchtungen des Clubs bestätigt. Der ÖAMTC fordert daher von der neuen Bundesregierung, eine unbeschränkte Weiterfahr- und Weiterverkaufsgarantie für Bestandsfahrzeuge abzugeben – unabhängig von der möglichen zukünftigen Regulierung für Verbrennungsmotoren. Wiesinger: "Die Forderung nach unbeschränktem Vertrauensschutz für Bestandsfahrzeuge unterstützen 67 Prozent der Autofahrer. Nur ein Prozent spricht sich für ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Stichtag aus."

Skepsis gegenüber Abgasstrategie-Projekt des BMVIT

Kritisch hatte sich der ÖAMTC vor wenigen Wochen auch zu dem vom Verkehrsministerium gestarteten Projekt "Mobilitätswende 2030" geäußert. Anstoß nimmt der Klub an der willkürlichen Fixierung auf 2030, die massive Steuererhöhungen und den Ausschluss von Wenigverdienern von der Automobilität zur Folge haben wird, sowie an der unausgewogenen Teilnehmerliste. Wiesinger: "Es ist unbestritten, dass der Verkehrssektor seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss. Uns ist jedoch wichtig, dass die Diskussion über künftige Antriebsarten ganz wesentlich von Fachleuten, Praktikern und Betroffenen geprägt wird. Daher haben wir gemeinsam mit dem ARBÖ eine Machbarkeits-Analyse für eine Mobilitätswende 2030 gestartet, die sich auf einen breiten Expertenkreis stützt."

Zahlen von Eurotax bestätigen Unsicherheit am Gebrauchtwagenmarkt

Bestätigt wird die vom ÖAMTC konstatierte Unsicherheit am Gebrauchtwagenmarkt auch durch die jüngsten Marktzahlen der Automarkt-Analysten von Eurotax. So ist der Wiederverkaufswert von Dieselfahrzeugen seit Beginn des VW-Skandals um rund dreieinhalb Prozent gesunken. "Fast die Hälfte dieses Wertverlustes fand seit August 2017 statt – und das obwohl in Österreich nirgendwo konkret Fahrverbote drohen. Das zeigt, wie sensibel der Markt reagiert und welches Potenzial an Wertvernichtung die unbedachte Diskussion über das Ende von Verbrennungsmotoren in sich birgt", so der ÖAMTC-Vertreter. Die zukünftige Regierung sei nun gefordert, durch ein klares Signal diese negative Entwicklung zu stoppen und die österreichischen Konsumenten vor einem Milliardenverlust zu schützen.

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