National Geographic gibt zwei deutsche Dokumentationen in Auftrag

München (ots) - Dokumentationen behandeln faszinierende Themen der deutschen Zeitgeschichte

  • doc.station Medienproduktion und Story House Productions produzieren jeweils 45-minütige One-offs
  • Deutsche TV-Premieren sind für 2018 geplant

National Geographic gibt zwei lokale Eigenproduktionen in Auftrag und setzt damit die globale Strategie des Senders um, weltweit vermehrt auch lokalen Premium-Content zu den Themen Wissenschaft, Abenteuer und Forschung zu zeigen. Beide 45-minütigen One-offs beschäftigen sich mit eindrucksvollen Themen der deutschen Vergangenheit und Gegenwart; zum einen mit der Geschichte der 1933 verbotenen Tageszeitung "Münchener Post" und zum anderen mit der noch heute täglichen Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Deutschland.

Die Dokumentationen werden von Story House Productions um Chief Creative Executive Andreas Gutzeit und Producer Frank Gensthaler und von doc.station Medienproduktion, Produzentin Jasmin Gravenhorst mit den Autoren Ute Boennen und Gerald Endres produziert. Die TV-Premieren der beiden Dokumentationen sind für 2018 geplant.

"Mit unserer neuen Strategie für deutsche Produktionen ergänzen wir die globale Kernkompetenz von National Geographic um eine lokale Komponente. Die beiden Projekte schlagen jedes auf seine Weise den Bogen aus der deutschen Geschichte in unsere Gegenwart, in der Themen wie Pressefreiheit nach wie vor höchste Relevanz haben. Besonders freut es mich, dass wir dabei mit Story House und doc.station zwei so kompetente Partner an unserer Seite haben", so Axel Gundolf, Director TV bei Fox Networks Group Germany und Programmchef National Geographic Deutschland.

Mutige Journalisten erkannten früh die Gefahr Hitler

Die Dokumentation erzählt mit historischen Inszenierungen und zeitgenössischem Archivmaterial die Geschichte der mutigen Journalisten der "Münchener Post", der sozialdemokratischen Münchener Tageszeitung und ihren Kampf gegen Hitler. Die Redakteure erkannten bereits in den frühen 1920er Jahren der Weimarer Republik das Phänomen Hitler und warnten vor dem jungen unbekannten Agitator aus Österreich. Trotz persönlicher Verfolgung ließen sie sich nicht einschüchtern und kämpften bis zur Schließung der traditionsreichen Zeitung 1933 für die Pressefreiheit, indem sie die düsteren Machenschaften der Nazis enthüllten und anprangerten. "Erstaunlicherweise ist die Geschichte der couragierten Journalisten weitgehend unbekannt. Die Artikel der Münchener Post zeichneten ein Porträt von Hitler lange vor seiner Machtergreifung und widerlegten den weitverbreiteten Nachkriegsmythos, man habe nicht gewusst, wer Hitler wirklich war und was seine Pläne gewesen seien", erläutert Jasmin Gravenhorst, Produzentin von doc.station.

Das eiserne Erbe der Weltkriege

Die zweite Dokumentation begleitet die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Deutschland und zeigt sie bei ihrer gefährlichen Mission: der Entschärfung von Blindgängern aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Mit Hilfe von erst kürzlich wiederentdeckten englischen Luftaufklärungsfilmen sowie von Archivaufnahmen und Grafiken aus dem Zweiten Weltkrieg können alliierte Luftangriffe über Deutschland und die Abwurfstellen der Bomben rekonstruiert werden. Die historischen Aufnahmen erzählen packende Geschichten aus den dramatischen letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs und führen die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zu ihrem nächsten gefährlichen Einsatzort. "Noch immer liegen rund 300 Millionen Tonnen nicht explodierter Bomben in den Böden Europas, die meisten davon in Deutschland. Wir wollten die konkrete Gefahr untersuchen, die von diesen Bomben ausgeht und porträtieren die Menschen, die tagtäglich ihr Leben riskieren, um dieses tödliche Erbe zu beseitigen", erklärt Andreas Gutzeit, Co-President und Chief Creative Officer von Story House Productions.

Als Teil der neuen internationalen Premium Content-Strategie von National Geographic produzieren neben Deutschland auch Spanien, Frankreich und Italien lokale Formate, die 2018 auf den nationalen National Geographic Sendern starten. Verantwortlich für alle lokalen europäischen Eigenproduktionen ist Matt Taylor, Senior Vice President Content and Programming Europe.

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