- 06.12.2017, 10:47:26
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Schnabl: „Wir setzen auf junge Menschen in der Politik – weil Niederösterreich Zukunft braucht!“
„30 unter 30“: SPÖ NÖ präsentiert Jugendliche und junge KandidatInnen für die Landtagswahl
Utl.: „30 unter 30“: SPÖ NÖ präsentiert Jugendliche und junge
KandidatInnen für die Landtagswahl =
St. Pölten (OTS) - „Ich selbst bin ein alter Jugendlicher“, zitiert
SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Landesrat Franz Schnabl im Rahmen
eines Pressegesprächs, bei dem er eine Auswahl der SPÖ NÖ
JugendkandidatInnen präsentiert, Bruno Kreisky. „Wir wollen, dass
junge Menschen Teil der Sozialdemokratie in Niederösterreich sind und
wir gemeinsam die besten Lösungen für die Zukunft Niederösterreichs
finden.“ Eine wichtige Grundlage für gute und gerechte Jugendpolitik
müsse sein, dass „wir den Jugendlichen und ihren Familien soziale
Sicherheit bieten. Deshalb setzen wir uns ein für ausreichende
soziale Unterstützung und leistbare Wohnungen für junge Menschen,
gute Ausbildungsförderungen und für fair bezahlte Arbeit“, erklärt
Schnabl: „Wir wollen beste Bildungschancen von Anfang an, aber auch
ausreichende Freiräume zur individuellen Entfaltung. Darum setzen wir
auf moderne Ganztagsschulen, eine Berufsausbildungsgarantie,
gebührenfreie und gut ausgestattete Studienplätze. Junge Menschen
möchten mitmischen. Sie sollen möglichst früh Verantwortung für sich
selbst und andere übernehmen können – und zwar in Schule, Kinder- und
Jugendarbeit, Vereinen, Parlamenten, Gewerkschaften und in der
Nachbarschaft.“ Schnabl setzt bei der KandidatInnenliste der SPÖ NÖ
auf junge Menschen in der Politik: „Weil Niederösterreich Zukunft
braucht!“
Insgesamt sind auf den Bezirks- bzw. Wahlkreislisten 298
KandidatInnen nominiert, davon sind 48,66 Prozent (145) Frauen und
51,34 Prozent (153) Männer. 30 KandidatInnen sind unter 30 Jahre alt
und 83 unter 40 Jahre. Schnabl stellte heute in der Pressekonferenz
stellvertretend für alle Jugendlichen und jungen Menschen auf den
Wahlkreislisten Mirza Buljubasic, SJNÖ-Landesvorsitzender aus dem
Bezirk Amstetten, Michael Kögl, Stv. Landesvorsitzender der Jungen
Generation NÖ (Bezirk St. Pölten), Patricia Fuchs (Mödling, ProGe
Landesjugendsekretärin), Angelika Preissl (Bezirk Gmünd) und Sandra
Akranidis-Knotzer (Bezirk Baden) vor.
„Ich bin viel in Niederösterreich unterwegs, und überall brennen den
Jugendlichen zwei Sachen unter den Fingernägeln: Mobilität und
junges, leistbares Wohnen. In beiden Bereichen hat die ÖVP
Niederösterreich völlig versagt“, erklärt der Landesvorsitzende der
Sozialistischen Jugend, Mirza Buljubasic: „Im Landtag hat die ÖVP
gegen die Ausweitung des TOP-Jugendtickets gestimmt, und Sobotka als
Landesrat hat lieber mit Wohnbaugeldern spekuliert, statt günstiges
Wohnen zu ermöglichen. Das will ich ändern, ich will die Stimme der
Jugendlichen sein und nicht nur für sie, sondern mit ihnen für ein
besseres Niederösterreich kämpfen. Meine Vision ist, in einem
Niederösterreich zu leben, in dem alle die gleichen Chancen und
Rechte haben, in dem es egal ist, woher man kommt, wo man geboren
ist, wie wohlhabend die Eltern sind, welches Geschlecht man hat, wen
man liebt." Der 27-Jährige kommt aus Amstetten, ihm fehlt bei seinem
Studium der Rechtswissenschaften nur mehr eine Prüfung.
Patricia Fuchs, 23 Jahre alt, ist Gemeinderätin in Hennersdorf im
Bezirk Mödling und Jugendsekretärin bei der FSG NÖ. „Meine Motivation
finde ich immer wieder in den Menschen. Mir ist es wichtig, ein
Zeichen zu setzen und etwas in unserem Land zum Guten der
NiederösterreicherInnen zu verändern“, sagt Fuchs. Eines ihrer Ziele
sei das leistbare Wohnen für alle: „Alles wird immer teurer und es
ist kaum mehr möglich einen Ein Mann/Frau Haushalt führen zu können
ohne sein Leben lang Ab- oder Nachzuzahlen zu müssen.“ Zudem setze
sie sich dafür ein, Lehrstellen attraktiver zu machen – sowohl für
Jugendliche, als auch für Betriebe.
Michael Kögl aus St. Pölten ist 26 Jahre alt und
Organisationssekretär bei den Kinderfreunden Österreich, außerdem
leitete er ein Projekt für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge.
"#Fürunsalle – das ist der Kern meines Wahlkampfs und steht zentral
dafür, warum ich politisch aktiv bin: Ich möchte, dass die Dinge
besser werden und zwar für alle Menschen. Dabei muss es wurscht sein,
ob man reiche Eltern hat, oder nicht. Es muss egal sein, ob man hier
geboren ist, oder in einem anderen Land. Es darf keine Rolle spielen,
ob man Frau ist, oder Mann. Es muss unerheblich sein, ob ich eine
Behinderung habe, oder nicht. Und ich will lieben können, wen ich
will! Für uns alle stellen sich dieselben Fragen: Wohnen? Muss man
sich leisten können! Von A nach B kommen? Läuft bei dir! Eine
g‘scheite Schule besuchen? Das darf keine Frage sein! Abgesichert
sein, wenn alle Sticke reißen? Klar sind wir für dich da! Um das
geht's und um viel mehr. Gemeinsam sind wir bunt, gemeinsam sind wir
viele, gemeinsam können wir das schaffen! Und zwar für uns alle!"
Sandra Akranidis-Knotzer hat an der BOKU Kulturtechnik und
Wasserwirtschaft studiert und arbeitet beim Wasserleitungsverband der
Triestingtal- und Südbahngemeinden – derzeit ist die zweifache
Mutter, die in Traiskirchen Stadträtin und Ausschuss-Vorsitzende für
Kinder, Jugend und Integration ist, in Karenz. Sie will sich „stark
machen für unsere Kleinsten, für unsere Kinder“, wie sie sagt: „Ich
möchte berufstätigen Eltern die Gewissheit geben, dass es ganzjährig
und ganztägig Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder gibt – außerdem
setze ich mich dafür ein, gute Bildungschancen für unsere Kinder zu
sichern.“ Für die junge Mutter ist es außerdem wichtig, Kindern,
Jugendlichen und Familien Raum für Freizeit anbieten. Dazu gehört
auch Naturschutz sowie naturnahe Planungen zu fördern, z.B. naturnahe
Spielplätze.
Angelika Preissl aus Schrems ist 27 Jahre alt. Sie hat Lehramt
Geographie und Wirtschaftskunde, Geschichte, Sozialkunde und
Politische Bildung studiert und arbeitet derzeit bei einer NGO als
Projektkoordinatorin. „Warum ich mich politisch engagiere, beschreibt
ein Zitat aus einem Lied der Ärzte ziemlich genau: ‚Es ist nicht
deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld
wenn sie so bleibt.‘ Deshalb setze ich mich dafür ein, dass auch in
ländlichen Gebieten der öffentliche Verkehr und die digitale
Infrastruktur ausgebaut werden. Damit man auch als junger Mensch dort
eine Zukunftsperspektive hat und nicht zur Abwanderung gezwungen
wird, weil man seinen Arbeitsplatz nicht in einer vernünftigen Zeit
erreichen kann, oder Arbeitsplätze verloren gehen.“ Ebenfalls ein
Ziel von ihr ist es, das Angebot an Ganztagesschulen mit
verschränktem Unterricht weiter auszubauen: „Dafür benötigt man in
den Schulen nicht nur mehr LehrerInnen, sondern auch mehr
begleitendes Personal, wie SchulpsychologInnen, SozialpädagogInnen
und FreizeitpädagogInnen, um die LehrerInnen zu entlasten, um bei
Krisensituationen sofort HelferInnen vor Ort zu haben und um einen
verschränkten Unterricht professionell zu gestalten.“
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