• 05.12.2017, 14:18:32
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  • OTS0178

VP-Hueter: Kärntens Landwirte sind nicht die Hauptverwender von Glyphosat!

Höchstens 15 Prozent der Glyphosatmenge in Kärnten wird von der Land- und Fortwirtschaft verwendet. Gemeinden können sofort aktiv werden

Utl.: Höchstens 15 Prozent der Glyphosatmenge in Kärnten wird von
der Land- und Fortwirtschaft verwendet. Gemeinden können
sofort aktiv werden =

Klagenfurt (OTS) - "Kärntens Bäuerinnen und Bauern, die Land- und
Forstwirtschaft sind nicht der Glyphosat-Sündenbock. Von der
Gesamtmenge Glyphosat in Kärnten kommen lediglich 15 Prozent in der
Land- und Fortwirtschaft zur Anwendung. Davon maximal drei Prozent
auf Ackerflächen und diese ausschließlich außerhalb der Pflanzzeit",
stellt der VP-Clubobmann Ferdinand Hueter heute erneut klar.

Der Großteil an Glyphosat werde im öffentlichen und im privaten
Bereich verwendet. "Entlang von Schienen und Straßen, in privaten
Hausgärten und in öffentlichen Parkanlagen. Dort erfolgt die
Verwendung allerdings ohne Kontrolle und zu allen Jahreszeiten", so
Hueter. Daher sei im privaten Bereich auch nach dem Vorbild
Oberösterreichs ein Sachkundenachweis einzufordern, bis ein Verbot
die Ausbringung von Glyphosat verhindert. In Oberösterreich dürfen
Private Glyphosat nur kaufen, wenn sie einen Sachkundenachweis haben.
Das heißt, sie müssen für die Verwendung einen Kurs machen, so wie
das auch in der Landwirtschaft bereits üblich ist.

Die Kärntner Landwirtschaft könne auf Grund der geringen Mengen auf
die Verwendung von Glyphosat verzichten, ohne der eigenen Produktion
und der Wettbewerbsfähigkeit zu schaden.

Weiters setzt Hueter auf Eigenverantwortung: „Wer es nicht will, soll
es nicht anwenden. Die Gemeinden können für den öffentlichen Bereich,
Straßen, Wege, Friedhöfe, Parkanlagen, Kinderspielplätze per
Beschluss auf Glyphosat verzichten. Da muss niemand auf die Juristen
warten, bis die sich einig sind, wie ein Verbot ausschaut“, weist
Hueter hin.

Glyphosat sei wieder ein gutes Beispiel, dass sich die EU um sehr
viel größere Themen wie den Schutz der Außengrenzen zu kümmern hat.
„Aber alles was Naturschutz, Pflanzenschutz oder die
Lebensmittelproduktion betrifft, muss wieder in nationalstaatliche
Kompetenz. Die Wirtschaftsstruktur in den Mitgliedsstaaten ist so
unterschiedlich, dass sich gewisse Themen nicht zentral über den Kamm
scheren lassen. Bei Glyphosat wollen hier alle das gleiche, aber wir
scheitern derzeit noch am Riesen EU!“, so Hueter (Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LKV

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