- 05.12.2017, 11:55:08
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„WELTjournal“/„WELTjournal +“ am 6. Dezember: „Europas Hundertjährige“ und „Die Lebensende-Klinik – Sterben auf Wunsch“
Wien (OTS) - Nie zuvor in der Geschichte wurden die Menschen in
Europa so alt wie heute. Seit Jahrzehnten steigt die Lebenserwartung.
Kinder, die heute geboren werden, könnten wahrscheinlich 120 Jahre
alt werden, behaupten Forscher. Das „WELTjournal“ – präsentiert von
Christa Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 6. Dezember 2017, um
22.30 Uhr in ORF 2 Alexander Steinbachs Reportage „Europas
Hundertjährige“.
„WELTjournal +“ (23.05 Uhr) begleitet in „Die Lebensende-Klinik –
Sterben auf Wunsch“ ambulante Sterbehilfeteams in den Niederlanden
und zeigt den Weg von Menschen, die selbstbestimmt sterben wollen –
vom Ansuchen bis zu ihrer letzten Stunde.
WELTjournal: „Europas Hundertjährige“
Was sind die Geheimnisse jener Menschen, die ein biblisches Alter
erreicht haben? Welche Werte zählen wirklich im Leben, welche
speziellen Gene muss man besitzen, um hundert Jahre alt zu werden?
„WELTjournal“-Reporter Alexander Steinbach hat sich auf der
italienischen Mittelmeerinsel Sardinien umgeschaut, wo die meisten
Hundertjährigen Europas leben. Forscher untersuchen anhand ihrer
Familiengeschichten, wie wichtig stressfreies Leben, gute soziale
Kontakte und gesunde Ernährung sind, um ein Greisenalter zu
erreichen. Eine äußerst dramatische Lebensgeschichte hat hingegen der
104-jährige Marko Feingold zu erzählen. Der älteste
Holocaust-Überlebende Österreichs hat vier Konzentrationslager
überlebt, er erzählt, was ihn am Leben erhalten hat und welche Lehren
er aus der Geschichte zieht. Und in den Niederlanden kommen Menschen
zu Wort, die hundert Jahre alt werden könnten, aber nicht wollen. Die
körperlich relativ fit sind, aber entschieden haben, zu einem von
ihnen gewählten Zeitpunkt selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden.
WELTjournal +: „Die Lebensende-Klinik – Sterben auf Wunsch“
Die 68-jährige Hannie Goudriaan leidet unter Demenz. Schon vor Jahren
hat die Niederländerin schriftlich festgelegt, dass sie aus dem Leben
scheiden will, wenn ihre Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass
sie ihre Angehörigen nicht mehr erkennt. Weil ihr Hausarzt diesen
Wunsch nicht erfüllt, hat sich ihre Familie an die
„Levenseindekliniek“, die Lebensende-Klinik, gewandt, die 2012 in Den
Haag gegründet wurde. Mehr als 40 ambulante Sterbehilfeteams aus
Ärzten, Psychiatern und Pflegern reisen im Auftrag der Klinik durchs
Land, prüfen die Antragsteller und leisten Sterbehilfe bei jenen
Patienten, die keinen niedergelassenen Arzt finden, der ihnen helfen
will, aus dem Leben zu scheiden. In keinem Land der Welt wird
Sterbehilfe so liberal gehandhabt wie in den Niederlanden. Die
Möglichkeit, Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu können, gilt dort als
Zeichen des Fortschritts: 85 Prozent der Niederländer stehen hinter
der Regelung. Kritiker fürchten dennoch, dass der Todeswunsch oft zu
leichtfertig erfüllt wird. Allein im Vorjahr sind in den Niederlanden
6.000 Menschen durch aktive Sterbehilfe aus dem Leben geschieden.
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