„WELTjournal“/„WELTjournal +“ am 6. Dezember: „Europas Hundertjährige“ und „Die Lebensende-Klinik – Sterben auf Wunsch“

Wien (OTS) - Nie zuvor in der Geschichte wurden die Menschen in Europa so alt wie heute. Seit Jahrzehnten steigt die Lebenserwartung. Kinder, die heute geboren werden, könnten wahrscheinlich 120 Jahre alt werden, behaupten Forscher. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 6. Dezember 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2 Alexander Steinbachs Reportage „Europas Hundertjährige“.

„WELTjournal +“ (23.05 Uhr) begleitet in „Die Lebensende-Klinik – Sterben auf Wunsch“ ambulante Sterbehilfeteams in den Niederlanden und zeigt den Weg von Menschen, die selbstbestimmt sterben wollen – vom Ansuchen bis zu ihrer letzten Stunde.

WELTjournal: „Europas Hundertjährige“

Was sind die Geheimnisse jener Menschen, die ein biblisches Alter erreicht haben? Welche Werte zählen wirklich im Leben, welche speziellen Gene muss man besitzen, um hundert Jahre alt zu werden? „WELTjournal“-Reporter Alexander Steinbach hat sich auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien umgeschaut, wo die meisten Hundertjährigen Europas leben. Forscher untersuchen anhand ihrer Familiengeschichten, wie wichtig stressfreies Leben, gute soziale Kontakte und gesunde Ernährung sind, um ein Greisenalter zu erreichen. Eine äußerst dramatische Lebensgeschichte hat hingegen der 104-jährige Marko Feingold zu erzählen. Der älteste Holocaust-Überlebende Österreichs hat vier Konzentrationslager überlebt, er erzählt, was ihn am Leben erhalten hat und welche Lehren er aus der Geschichte zieht. Und in den Niederlanden kommen Menschen zu Wort, die hundert Jahre alt werden könnten, aber nicht wollen. Die körperlich relativ fit sind, aber entschieden haben, zu einem von ihnen gewählten Zeitpunkt selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden.

WELTjournal +: „Die Lebensende-Klinik – Sterben auf Wunsch“

Die 68-jährige Hannie Goudriaan leidet unter Demenz. Schon vor Jahren hat die Niederländerin schriftlich festgelegt, dass sie aus dem Leben scheiden will, wenn ihre Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr erkennt. Weil ihr Hausarzt diesen Wunsch nicht erfüllt, hat sich ihre Familie an die „Levenseindekliniek“, die Lebensende-Klinik, gewandt, die 2012 in Den Haag gegründet wurde. Mehr als 40 ambulante Sterbehilfeteams aus Ärzten, Psychiatern und Pflegern reisen im Auftrag der Klinik durchs Land, prüfen die Antragsteller und leisten Sterbehilfe bei jenen Patienten, die keinen niedergelassenen Arzt finden, der ihnen helfen will, aus dem Leben zu scheiden. In keinem Land der Welt wird Sterbehilfe so liberal gehandhabt wie in den Niederlanden. Die Möglichkeit, Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu können, gilt dort als Zeichen des Fortschritts: 85 Prozent der Niederländer stehen hinter der Regelung. Kritiker fürchten dennoch, dass der Todeswunsch oft zu leichtfertig erfüllt wird. Allein im Vorjahr sind in den Niederlanden 6.000 Menschen durch aktive Sterbehilfe aus dem Leben geschieden.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0005