Kollektivvertrag für die Druckerbranche: Arbeitgeber geben Grünes Licht für Richtlinien-Vorgespräche

Wien (OTS) - Eine auf breiter Mitglieder-Basis erfolgte österreichweite Meinungsbildung, die die Fachgruppen in den Bundesländern in den letzten Monaten durchgeführt hatten, wurde am 1.12. im Fachverband Druck (Wirtschaftskammer Österreich) ausführlich beraten. Das Ergebnis: Die Arbeitgeber erteilen dem FV noch kein Mandat zur Aufnahme von formellen Kollektivvertrags-Verhandlungen für die Druck-Branche. Zunächst seien vertrauensbildende Maßnahmen erforderlich. In  einer Sitzung am 1.12. wurde dem Fachverband jedoch die Ermächtigung erteilt, in – wie es wörtlich heißt – „ernsthafte Vorgespräche für Richtlinien, die den Umfang von KV-Verhandlungen regeln“, einzutreten. „Die Betriebe haben uns eine eindeutige Botschaft gegeben: der alte Kollektivvertrag ist keine Basis für Verhandlungen über die Zukunft. Diese grundsätzliche Hürde können wir nur überwinden, wenn wir mit der Gewerkschaft vorab eine Richtlinien-Einigung über die Inhalte und Eckpunkte eines modernen Kollektivvertrags finden, der der Branche in Österreich eine Zukunft sichert“, erklärt FV-Obfrau KR Ingeborg Dockner: „Wir stehen für diese Gespräche sehr wohlwollend zur Verfügung. Auch wenn es sicher nicht leicht wird, streben wir eine sozialpartnerschaftliche Lösung an.“

Hintergrundinformation

Die Frage der Aufnahme von KV-Gesprächen durch den Fachverband Druck stellte sich, nachdem der geltende Drucker-KV untergegangen war: Der privatrechtliche Verband Druck und Medientechnik hatte das Verhandlungsmandat für den Branchen-Kollektivvertrag zurückgelegt. Nach jahrelangen Bemühungen hatte der Verband Druck und Medientechnik diesen ungewöhnlichen Schritt mit den unlösbaren Schwierigkeiten begründet, den völlig veralteten, äußerst umfangreichen, komplexen und unübersichtlichen Kollektivvertrag im Hinblick auf Marktbedingungen und Rechtsvorschriften endlich mit den Erfordernissen der Gegenwart kompatibel zu machen.

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