• 03.12.2017, 14:41:31
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  • OTS0021

FPÖ-Darmann: Facharzt-Mangel in Kärnten – Patienten vor finanziellen Folgen schützen

Versagen von Gesundheitsreferentin Prettner und der GKK – Run auf Wahlärzte bringt soziale Ungerechtigkeit

Utl.: Versagen von Gesundheitsreferentin Prettner und der GKK – Run
auf Wahlärzte bringt soziale Ungerechtigkeit =

Klagenfurt (OTS) - „Wenn sogar der Chef der Kärntner
Gebietskrankenkasse Dr. Johann Lintner öffentlich zugibt, dass immer
mehr Versicherte mit dem zahlenmäßigen Angebot an der
Vertragsfachärzten seiner Kasse unzufrieden sind und Hilfe bei
Wahlärzten suchen, ist dies ein Alarmsignal. Lintner verschweigt,
dass dieses Problem vom Land und der GKK hausgemacht sind. Im
Strukturplan 2020, den Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner mit
Unterstützung von Grünen und ÖVP im Alleingang mit der GKK
durchgeboxt hat, sind im Vergleich mit anderen Bundesländern viel zu
wenige Vertragsstellen für Fachärzte vorgesehen“, kritisiert Darmann.
Salzburg, das weniger Einwohner als Kärnten hat, habe 20
Kassenfachärzte mehr.
Der GKK-Chef habe zwei Mangelfächer, Kinderheilkunde und Gynäkologie
erwähnt. Dramatisch sei auch der Mangel an Neurologen und
Psychiatern.

Die (zu wenigen) Kassenfachärzte können auch bei größtem Einsatz
lange Wartezeiten nicht vermeiden. Wenn Kärntner Patienten dem
ausweichen wollen, sind sie gezwungen, zu Wahlärzten zu gehen.
Kärnten habe nur 15 Kinder-Kassenfachärzte, die Landeshauptstadt mit
fast 100.000 Bewohnern nur 4- genau so viele wie Villach , der Bezirk
Spittal mit 76.000 Einwohnern nur 2. „Da darf man sich nicht wundern,
dass die Eltern aus dem Kassensystem flüchten“, so Darmann.

„Es werde jahrelange Versäumnisse sichtbar. Der Trend zu Wahlärzten
ist aber höchst unsozial“, erklärt Darmann. „Die Menschen müssen
privat zahlen, obwohl sie ihre Krankenkassenbeiträge entrichten. Dann
bekommen sie aufgrund eines unfairen Systems der GKK nur einen Teil
zurück, wobei die Abrechnung vollkommen intransparent ist“,
beschreibt Darmann die unbefriedigende Situation. Die GKK profitiere
indirekt davon, wenn sie zu wenige Vertragsstellen einrichtet. „Es
ist skandalös, dass die Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner
dieser Entwicklung tatenlos zusieht und sie als Vorsitzende der
Zielsteuerungskommission sogar wohlwollend abnickt.“

Darmann kündigt abschließend für die nächste Landtagssitzung
Dringlichkeitsanträge der FPÖ an. „Wir fordern, dass die GKK in den
Mangelfächern Kinderheilkunde, Gynäkologie und Neurologie 100 % und
nicht nur 80 % ihrer Tarife bei Wahlarztrechnungen ersetzt. Sie hat
die Defizite verschuldet und soll nicht noch einen Nutzen aus diesem
Versagen ziehen. Wir verlangen weiters, dass der Strukturplan 2020
für die ambulante Versorgung durch niedergelassene Ärzte annulliert
wird und so rasch wie möglich zusätzliche Vertragsstellen
geschaffen werden. Die bestehenden Missstände in der Versorgung
müssen beseitigt werden. “

(Schluss)

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