Grafenegg war Austragungsort der Verleihung des ersten Österreichischen Sicherheitspreises

LH Mikl-Leitner: „Thema Sicherheit ein Herzensanliegen“

St. Pölten (OTS/NLK) - Zum ersten Mal fand gestern, Freitag, die Verleihung des Österreichischen Sicherheitspreises statt. Austragungsort der glanzvollen Preisverleihung war Grafenegg. Der Österreichische Sicherheitspreis wird in insgesamt sieben Kategorien vergeben, eingebunden sind insgesamt elf Organisationen: der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ), die ÖAMTC-Flugrettung, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hospitaldienst Austria, Notruf 144 NÖ, der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD), der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV), das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK), die Österreichische Wasserrettung (ÖWR), der Österreichische Zivilschutzverband (ÖZSV) und die Österreichische Bundespolizei.

Das Thema Sicherheit sei ihr ein Herzensanliegen, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Zuge des Festaktes. In den letzten Monaten sei es in Niederösterreich gelungen, in diesem Bereich wichtige Akzente zu setzen, verwies sie etwa auf das Sicherheitspaket mit 1.150 Neuaufnahmen und 700 neuen Planposten für Niederösterreich. Niederösterreich sei „vom drittsichersten zum zweitsichersten Bundesland geworden“, so Mikl-Leitner.

An die 50 Prozent aller niederösterreichischen Landsleute seien ehrenamtlich engagiert, betonte die Landeshauptfrau: „Sie alle fragen nicht, was bekomme ich, sondern was kann ich geben.“ Das verdiene „unsere Wertschätzung und unseren Respekt“, meinte Mikl-Leitner:
„Darum unterstützen wir materiell mit finanzieller Unterstützung und immateriell mit ideeller Unterstützung.“

Innenminister Wolfgang Sobotka sagte: „Sicherheit geht jeden etwas an, aber ganz speziell sind es unsere Blaulichtorganisationen, unsere Freiwilligen und viele Einzelpersonen, die sich darum kümmern. Diese Personen wollen wir heute vor den Vorhang holen.“ Im Zusammenhang mit den Freiwilligen hielt er fest: „Wir wollen unsere Freiwilligen auch dadurch unterstützen, dass wir ihre Arbeit wertschätzen. Darum haben wir auch ganz bewusst dieses Preis ausgelobt.“

Günther Ofner, der Vizepräsident des Kuratoriums Sicheres Österreich, verwies darauf, dass der Österreichische Sicherheitspreis heute zum ersten Mal vergeben wird: „Dieser Preis, mit dem wir beispielgebende Initiativen auszeichnen, soll zu einer Institution werden.“

Der Österreichische Sicherheitspreis wurde in insgesamt sieben Kategorien vergeben.

In der Kategorie „Gelebte Sicherheitspartnerschaft“ ging er an das Projekt „Mit Teamwork für mehr Sicherheit im alpinen Gebiet“, getragen von den Sicherheitspartnern ÖBRD, ÖHR, Alpinpolizei, Flugpolizei CFV, ÖAMTC-Flugrettung und ÖBH.

Der Preis in der Kategorie „Digitale Sicherheit“ wurde an Daniel Buchberger, Referent im „Cybercrime Competence Center“ vergeben. Er hat es geschafft, ein Gerät zu entwickeln, das Sperrmechanismen von mobilen Geräten zu „cracken“ versucht und den Sicherheitsbehörden Zugriff auf die Daten ermöglicht.

Als dritte Kategorie wurde der Sonderpreis des Bundeslandes Niederösterreich vergeben. Dieser ging an die Feuerwehren Alland, Heiligenkreuz und Klausen Leopoldsdorf für den professionellen Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute im Zuge eines besonders schweren Unfalles auf der A21 bei Alland.

Kategorie vier war die „Rettungsaktion des Jahres“. Der Preis ging hier nach Kärnten, an einen fünfjährigen Lebensretter. Nach einem Autounfall ging der Bub rund eineinhalb Kilometer zum nächsten Bauernhof, um Hilfe für seine schwer verletzte Mutter zu holen. Die Auszeichnung wurde stellvertretend durch den Polizisten Alexander Lueder übernommen.

Die fünfte Kategorie war jene für das „Lebenswerk“. Hier ging die Auszeichnung an Rudolf Niebler, Bereichsbeauftragter für den Bereich Niederösterreich der Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich, für sein herausragendes Engagement. So war er u. a. auch federführend an der Etablierung der semiautomatischen Defibrillation beteiligt.

Die sechste Kategorie war der Bereich der Sicherheitsprävention. Prämiert wurde hier das Projekt „Bundesweites Netzwerk Extremismusprävention und Deradikalisierung“ des Referates Prävention des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) mit Leiter David Blum.

Die letzte Kategorie war der „Sicherheitsheld des Jahres“. Dieser Titel ging an das Team der Bergrettung Gosau aus Oberösterreich mit Einsatzleiter Christian Egger für die Rettung eines 45-jährigen deutschen Alpinisten fünf Tage nach dessen Verschwinden.

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