Smart City: Wien als Vorbild für Open Data

Vierte und letzte Veranstaltung der ‚Wiener Energie Impulse’ mit Fokus auf Datenumgang in einer Smart City

Wien (OTS) - Vizebürgermeisterin und Stadträtin Maria Vassilakou lud am 29. November 2017 in das neue internationale Start-up Hub weXelerate zur vierten und letzten Veranstaltung der Eventreihe „Wiener Energie Impulse“ – dieses Mal unter dem Motto „Smart.Digital.Green City“. Gemeinsam mit Ulrike Huemer (CIO der Stadt Wien), Peter Gönitzer (Geschäftsführer Wien Energie GmbH) und Bernhard Scharf (CTO Grenn4Cities GmbH) wurde unter der Moderation von Eveline Steinberger-Kern (Gründerin The Blue Minds Company GmbH) über die Rolle von Daten für die Entwicklung einer innovativen und lebenswerten Stadt diskutiert. 

Offene Datenschätze der Stadt Wien nutzen

Scharf präsentierte im Rahmen seiner Keynote seine Vision von einer zukünftigen und funktionierenden Smart City, die hauptsächlich durch das Zusammenspiel verschiedener Akteure und bestehender Technologien entstehen soll. Zusätzlich gab er Einblicke in aktuelle Projekte der Green4Cities GmbH, die hauptsächlich an Lösungen für die gezielte Stadtbegrünung zur Regelung der steigenden Temperaturen im urbanen Raum mithilfe von offenen Datensätzen einer Stadt arbeitet. Dabei lobt er die Stadt Wien für ihre Vorreiterrolle im Bereich Open Data im Vergleich zu anderen europäischen Städten wie London oder Frankfurt. Laut Vassilakou ist das Open Data Prinzip ausschlaggebend um die Entwicklung einer Stadt vorantreiben zu können: „Die Stadt Wien verfügt über einen der größten Datenschätze. Über 300 Datensätze sind offen gelegt und für alle zugänglich um die Entwicklung in der Stadt zu fördern. Wir sind in einem Zeitalter angekommen, in dem BürgerInnen die Initiative ergreifen und sich selbst organisieren. BürgerInnen werden zum Macher und gestalten die Stadt und die Gesellschaft neu.“ 

Datenschutzmaßnahmen sind eine Vorrausetzung und keine Hürde

Neben den zahlreichen Möglichkeiten die sich durch das Open Data Konzept ergeben, wurden auch Herausforderungen betreffend Datenschutz und Cyberkriminalität adressiert. Gönitzer zufolge stellt die neue EU-Datenschutzverordnung hierbei keine Bedrohung dar, sondern sieht diese als Vorrausetzung und Chance um die Rahmenbedingungen in komplexen Konstellationen zu verstehen. Huemer stimmt ihm zu: „Einerseits muss die Datentransparenz und -sicherheit erhöht werden, andrerseits soll der Austausch zwischen BürgerInnen, Forschungsinstitutionen und Industrie hergestellt werden. Durch das Offenlegen von sämtlichen Daten können wir das alles ermöglichen.“ Als Beispiel erwähnte sie die Blockchain-Technologie durch ihre Transparenz bereits über 200 neue Apps entwickelt wurden.  

Ein Kulturthema: Smart Citizens in einer Smart City

Die digitale Transformation eröffnet Chancen zu mehr Flexibilität und innovativen Lösungen für die Stadt. Nichtsdestotrotz ist die Digitalisierung der Feind der „unsmarten“ BürgerInnen. Es stellt sich die Frage wie man StadtbewohnerInnen, die dem Bild des ‚Smart Citizens’ nicht entsprechen, am besten in das Geschehen einbindet. Dazu sind sich alle Diskutanten einig, dass Digitalisierung ein Kulturthema sei. Um den Menschen ihre Unsicherheiten und Ängste nehmen zu können bedarf es zum einen die konstante Einbindung ihrer Meinung und Wünsche bei Pilotprojekten, zum anderen die Aufklärung bezüglich Veränderungen um ihnen mehr Vertrauen in den Wandel zu ermöglichen. 

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