Kultur- und Bildungskahlschlag trifft uns alle!

Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität und der Kunstuniversität Linz stellen sich gemeinsam gegen Kürzungen, die ihre Ausbildung und Zukunft bedrohen

Linz (OTS) - Die ÖVP /FPÖ Landesregierung plant massive Kürzungen, unter anderem im Kulturbudget von 6,7 Millionen Euro. Nun drohen auch der ohnehin schlank aufgestellten Bruckner Uni enorme Einsparungen im Budget. Die Studierenden fürchten dadurch eine immense Verschlechterung in der Ausbildung und sehen den internationalen Erfolg und guten Ruf der Universität massiv gefährdet.

Mit einer traurigen Sparversion des stolzen Kulturlandes Oberösterreich auf Kosten aller geben sich die Studierenden der ABPU und der Kunstuniversität Linz nicht zufrieden! Sie lehnen diese kurzsichtigen, massiven Sparpläne der Landesregierung ab und fordern hingegen eine dringend benötigte Aufwertung des Sozial-, Kunst-, Kultur-, Bildungs- und Uni Budgets. Deshalb haben sie sich der Kampagne „Rettet das Kulturland Oberösterreich“ angeschlossen, und werden die Demonstration „Für ein lebenswertes Oberösterreich“ am Montag, 4. Dezember um 17.00 Uhr, Treffpunkt Martin Luther Platz, unterstützen.

Kultur, Kunst und Bildung bewahren und stiften die (Ober)österreichische kulturelle Identität, entwickeln diese laufend weiter und ermöglichen Kommunikation, Reflexion, Vision, ein Zusammenfinden und die Verfeinerung des Umgangs miteinander. Dadurch entsteht ein großer Wert für das Miteinander und die Gesellschaft, aber auch für die lokale Wirtschaft und den Tourismus.

Bereits jetzt musste die Anton Bruckner Privatuniversität (ABPU) mit dem verhältnismäßig kleinsten Budget der fünf österreichischen Universitäten für Musik und darstellende Kunst auskommen. Weitere Einschnitte im Budget sind aus Sicht der Studierenden katastrophal“, so Jakob Kajetan Hofbauer von der Studierendenvertretung der ABPU.

„Die Kunstuniversität Linz ist selbst nicht unmittelbar betroffen, jedoch haben die Kürzungspläne ganz massive Auswirkungen auf die Studierenden und AbsolventInnen, die zum größten Teil nach ihren Studienabschlüssen im Kunst- und Kulturbereich arbeiten. Die Kürzungen bei den Kunstankäufen, Förder- und Vernetzungsprogrammen etc., aber auch bei den großen Häusern, bei denen AbsolventInnen oft arbeiten, mindern die Zukunftschancen für unsere Studierenden und AbsolventInnen massiv“, so Petra Kettl vom Vorsitzteam der Hochschüler*innenschaft Kunstuniversität Linz.

Der Budgetentwurf zeigt gleichzeitig, dass die Kürzungen nicht notwendig, sondern ideologisch motiviert sind. Denn den Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich stehen enorme Budgeterhöhungen im Bereich der Wirtschafts- und Forschungsförderung und der Sicherheit gegenüber.

„Bei den Diskussionen um Budgets wird schlichtweg vergessen, was Kunst- und Kulturschaffende leisten“, sind sich Hofbauer und Kettl einig. „Einstiegsgagen für junge Künstlerinnen und Künstler z.B. in Theatern liegen auf der Höhe eines Hilfsarbeitergehalts. Seit Jahren wird Kunst und Kultur nur durch die (Selbst-) Ausbeutung der Kunstschaffenden ermöglicht. Das muss sich durch massive Investitionen in die Ausbildung und den Kunst- und Kulturbetrieb ändern. Gleichzeitig wird bei vielen kleinen und auch regionalen Kulturinitiativen gekürzt, wo die Arbeit ohnehin meist schon ehrenamtlich erfolgt. Hier kann dann nur noch bei der Programmgestaltung eingespart werden, was am Ende weniger Angebote und kulturelle Vielfalt für alle bedeutet“.

Pressefotos finden sich unter:
https://drive.google.com/file/d/13jfaxqMLc8Q_OfZshSCyuhtTiDvQd3I7
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Studierende der ABPU, Fotos von der StuV ABPU

Rückfragen & Kontakt:

Petra Kettl, MA
Vorsitzteam Hochschüler*innenschaft Kunstuniversität Linz
oeh.vorsitz@ufg.at
0732/78982320

Jakob Kajetan Hofbauer
Studierendenvertretung der Anton Bruckner Privatuniversität
jakob.kajetan.hofbauer@stud.bruckneruni.at
0650/3544491

Thomas Diesenreiter
Geschäftsführer Kulturplattform OÖ – KUPF Initiative „Rettet das Kulturland Oberösterreich“
thomas.diesenreiter@kupf.at
0664/7824525

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