• 30.11.2017, 12:26:53
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  • OTS0158

Bilanz und Ausblick der Bergrettung Niederösterreich

Renner: Extremsportarten werden zunehmend zu Trendsportarten

Utl.: Renner: Extremsportarten werden zunehmend zu Trendsportarten =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten
gaben heute, Donnerstag, Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin
Renner und Matthias Cernusca, Landesleiter der Bergrettung
Niederösterreich, einen Rückblick und eine Vorschau über die
Aktivitäten der Bergrettung.

Die Bergrettung sei ein wichtiger Partner für eine funktionierende
Rettungskette im Bundesland Niederösterreich, so Renner. Als
‚Sicherheitsnetz‘ im alpinen Raum sorge sie im Ernstfall mit ihren
1.350 ausgebildeten Bergretterinnen und Bergrettern für
professionelle Hilfe, erklärte die Landeshauptfrau-Stellvertreterin:
„Rettungseinsätze im alpinen Gelände sind keine einfache Sache,
sondern ein Job für hoch spezialisierte Einsatzkräfte.“

Klassische sportliche Aktivitäten, wie Wandern und Skifahren boomten,
aber auch neue Trendsportarten lockten immer mehr Menschen ins Freie
und auf die Berge, meinte sie. Die alpine Mobilität habe an Dynamik
gewonnen. Sportarten, die anfangs nur von ein paar wenigen
Extremsportlern als Randsportart ausgeübt wurden, seien innerhalb
kurzer Zeit zu breitenwirksamen, beliebten Sportarten geworden, hob
Renner hervor. Canyoning, Sportklettern, Paragliden, Down-Hill
Mountainbiken stünden zunehmend im Sommer am Programm der
Freizeitsportler. Skitourengehen, Variantenfahren, Schneeschuhwandern
und Eisklettern im Winter, so die Landeshauptfrau-Stellvertreterin.

Cernusa von der Bergrettung Niederösterreich und Wien merkte dazu an:
„Mit der Zunahme der Sportlerinnen und der Sportler häufen sich bei
diesen Sportarten auch die Unfälle.“ Zwar habe die Bergrettung dieser
Entwicklung Rechnung getragen und ihre Rettungstechniken immer den
neuen Anforderungen angepasst, dennoch handle es sich in diesem
Bereich um Rettungseinsätze unter erhöhtem Risiko, die vielfach unter
sehr widrigen und technisch anspruchsvollen Bedingungen durchgeführt
werden müssten. „Im vergangenen Winter war die Bergrettung
beispielsweise sehr stark mit Eiskletterunfällen konfrontiert. Viele
Eiskletterer waren aktiv, leider kam es in den Ötschergräben auch zu
drei sehr schweren Unfällen“, berichtete Cernusca.

Im Hinblick auf die Einsatzbilanz müsse heuer mit steigenden Zahlen
gerechnet werden, informierte er. Nachdem die NÖ Bergrettung im Jahr
2016 zu 601 Einsätzen gerufen worden sei, habe man heuer Ende Oktober
bereits 606 Alarmierungen verzeichnet, so der Landesleiter der NÖ
Bergrettung. Zudem kündigte Cernusca an, alle Mitglieder der
Bergrettung auch weiterhin immer bestmöglich auf die neuen
Herausforderungen im Gelände vorzubereiten. Außerdem würden auch
vermehrt ortsstellen- und gebietsübergreifende Übungen abgehalten
werden, weil immer mehr die überregionale Zusammenarbeit der
Einsatzkräfte bei Einsätzen an Bedeutung gewinne, so Cernusca.

Finanziert wird die Arbeit der Bergrettung durch ein
Drei-Säulen-Modell. Neben der Einsatzverrechnung und dem Erhalt von
Förderbeiträgen sowie Spenden ist die Unterstützung durch Bund und
Land wesentlich. Die Förderung des Landes Niederösterreich in der
Höhe von 473.000 Euro deckt allein über ein Drittel der jährlichen
Kosten ab.

Nähere Informationen: Büro LH-Stellvertreterin Renner, Pressereferent
Mag. Dr. Anton Heinzl, Telefon 02742/9005-12576, E-Mail
[email protected].

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