• 30.11.2017, 11:46:09
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Wien sichert Frauenförderung: 3-Jahresverträge für 13 Wiener Frauenvereine

Frauenberger betont dichtes Netz an Frauenförderung in Wien

Utl.: Frauenberger betont dichtes Netz an Frauenförderung in Wien =

Wien (OTS) - Im heutigen Gemeinderatsausschuss für Soziales,
Gesundheit und Frauen wurden Förderungen für 13 Wiener Frauenvereine
mehrheitlich beschlossen. Die Förderungen haben eine dreijährige
Laufzeit, um den frauenfördernden Initiativen eine möglichst hohe
Planungssicherheit zu geben. „Das ist gerade in Zeiten wie diesen
besonders wichtig, damit sich die Vereine auf ihre Kernarbeit – der
Förderung und Beratung von Frauen – fokussieren können. Wien ist
deswegen die Stadt mit der niedrigsten Lohnschere, dem engsten
Gewaltschutznetz und der besten Vereinbarkeit von Beruf und Familie,
weil wir Frauenförderung aktiv betreiben“, so Frauenstadträtin Sandra
Frauenberger.

Auf der Tagesordnung war heute außerdem der „Feministische
Kleinprojektetopf“ in der Höhe von 120.000 Euro für aktuelle
Initiativen. Im letzten Jahr konnten dadurch 33 innovative Projekte
gefördert werden.

Vorbehaltlich des im Dezember zu erfolgenden Gemeinderatsbeschluss
erhalten Vereine mit unterschiedlichsten Aufgaben Förderungen in der
Höhe von rund 1,32 Millionen Euro für das Jahr 2018. Die Bandbreite
umfasst dabei frauen- und mädchenspezifische Beratung,
migrantinnenspezifische Beratung, Gewaltprävention, rechtliche
Unterstützung, Bildungsarbeit und Erwachsenenbildung,
Gesundheitsberatung und Berufsberatung sowie Beratung für
Sexarbeiterinnen.

Von Sprungbrett bis zum Frauenrechtsschutz

„Sprungbrett“ berät Mädchen, die sich für nicht-traditionelle Berufe
entscheiden. Sie können bei Sprungbrett neue Berufswege kennenlernen
und werden dabei unterstützt einen Ausbildungsplatz zu finden.
Begleitet werden sie durch eine allgemeine Mädchenberatung, die alle
relevanten Themen des Jugendalters abdeckt.

Mit „Stichwort“ wird ein Verein gefördert, der seit Jahrzehnten
Frauenforschung unterstützt, das wichtigste frauenpolitische Archiv
Österreichs betreibt und damit feministische WissenschaftlerInnen und
eine interessierte Öffentlichkeit vernetzt.

„EfEU“ arbeitet seit vielen Jahrzehnten an der Schnittstelle zwischen
nationalen und regionalen Bildungsexpertinnen und den PraktikerInnen
in Bildungseinrichtungen von Kindergärten bis zu Hochschulen.

Der Verein „CheckART“ gibt seit 1983 das Magazin „an.schläge“ heraus,
das als Monatsmagazin einen feministischen Blick auf die Bereiche
Politik, Arbeit, Wissenschaft, Kultur und Alltag legt.

„Peregrina“, „Orient Express“, „LEFÖ“ und „Schwarze Frauen Community“
stärken Migrantinnen und Frauen mit Migrationshintergrund und/oder
Fluchterfahrung und bieten ein erstsprachliches Beratungsangebot für
diese Zielgruppe.

Im Gewaltschutz, der Gewaltprävention und der Prozessbegleitung sind
die Vereine „Selbstlaut“, „Mädchenberatung“ und „Autonomer Notruf“
wichtige Anlaufstellen für Frauen, die Hilfe brauchen.
„Ninlil“ wird für den Arbeitsbereich „Kraftwerk“ gefördert, der vor
allem in der Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Frauen mit
Lernschwierigkeiten oder Mehrfachbeeinträchtigungen aktiv tätig ist.
Ninlil bietet Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung.

„Frauenrechtsschutz“ hat ein Alleinstellungsmerkmal bei der
Unterstützung von Frauen, die ohne finanzielle Hilfe keine
Möglichkeit hätten, ihre Rechte durchzusetzen.

Die 3-Jahresverträge wurden erstmals auf Initiative von der damaligen
Frauenstadträtin Renate Brauner von der Frauenabteilung 2003 vergeben
und haben sich seither als hervorragendes Instrument bewährt, das
einerseits eine Verwaltungsvereinfachung für die fördergebende Stelle
und andererseits ein großes Plus an Planbarkeit und Sicherheit für
die geförderten Vereine darstellt.

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