„kulturMontag“ am 27. November mit Schwerpunkt Frauenpower

Außerdem: Zwei Dokumentarfilme zum 75. Geburtstag von Peter Handke

Wien (OTS) - Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 27. November 2017 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich in einem Schwerpunkt unkonventionellen Sichtweisen auf das Leben der Frau. Der Themenbogen spannt sich von der #metoo-Debatte über Sexsucht, Anti-Aging, den Jugendkult bis zum Triumph über gesellschaftliche Konventionen. Im Fokus stehen u. a. die bedeutende österreichische Fotografin Lisl Steiner, die gerade ihren 90. Geburtstag gefeiert hat, die hochkarätige Ausstellung „Die Kraft des Alters“ im Belvedere und „Vorstadtweib“ Nina Proll, deren neue Komödie „Anna Fucking Molnar“ gerade in den heimischen Kinos gestartet ist. Die Schauspielerin ist live im Studio. Anschließend an das Magazin würdigt der ORF Schriftsteller Peter Handke mit einem zweiteiligen Doku-Abend zum 75. Geburtstag (am 6. Dezember).

Starbesetzter Absturz im Rampenlicht – Nina Prolls „Anna Fucking Molnar“

Mit der Komödie „Anna Fucking Molnar“ feiert „Vorstadtweib“ Nina Proll, die zuletzt mit ihrer #notme-Reaktion auf die #metoo-Debatte Aufsehen erregte, ihr Debüt als Drehbuchautorin. Sie verkörpert auch die Titelrolle des exzentrischen, sexsüchtigen Theaterstars, der sich plötzlich am Tiefpunkt seiner Karriere wiederfindet. Ausgelöst wird der tiefe Fall ausgerechnet von Annas Lebensgefährten, dem Theaterdirektor Laszlo, dargestellt von Prolls Ehemann im echten Leben, Gregor Bloéb. Ihn erwischt sie in flagranti mit einer Kollegin und die Liebestragödie nimmt ihren Lauf. Sabine Derflingers vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierter Film über den bitterbösen Showbiz-Sumpf voll von Egos, Potenzproblemen, Geld, Macht, Liebe und Sex ist mit Alma Hasun, Robert Palfrader, Uwe Ochsenknecht und Murathan Muslu hochkarätig besetzt. „Vorstadtweib“ Nina Proll (die nächste Staffel des Serienhits startet Anfang Jänner 2018 im ORF) ist live zu Gast im Studio.

Porträt zum 90. Geburtstag von Starfotografin Lisl Steiner

Louis Armstrong, Fidel Castro oder Franz Beckenbauer: Die Liste der Berühmtheiten, die Lisl Steiner fotografiert hat, ist lang. Vor allem Männer aus der Politik oder aus dem Musik-Biz haben es der gebürtigen Wienerin angetan, die als Tochter einer Jüdin mit der Familie 1938 aus Österreich flüchtete. Schon 1957 gelangt ihr der Durchbruch als Fotojournalistin in der einstigen Männerdomäne, in der sie zunehmend ihre Position festigte. Kürzlich feierte die quirlige Austro-Amerikanerin, die sich selbst die „Scheherazade der Fotografie“ nennt und unumwunden zugibt, wie leidenschaftlich gerne sie vor allem Diktatoren wie Salazar oder Pinochet herumkommandiert hat, ihren 90. Geburtstag. Der „kulturMontag“ würdigt die Grande Dame der Porträtfotografie mit einem Filmporträt.

Die Kraft des Alters – eine hochkarätig besetzte Schau im Belvedere

Die Generation 60+ ist heute agiler und mobiler denn je. In der zunehmend älter werdenden Gesellschaft wird der Alterungsprozess jedoch noch immer als enormes Defizit wahrgenommen. Jenseits der negativen Stereotype bedeutet Alter aber auch Macht, Erfahrung, Lebensweisheit, Kontemplation, Lebenslust und Triumph über gesellschaftliche Konventionen. Die Mode- wie Werbebranche haben diese Macht erkannt. Immer mehr Seniorenmodels zieren Plakate wie Laufstege, und auch die Film- und Medienwirtschaft setzt aufs „hohe Alter“. Die aktuelle Ausstellung „Die Kraft des Alters“ im Wiener Belvedere zeigt, wie es Künstlerinnen und Künstlern gelingt, Chancen und Grenzen des Alterns jenseits von Altersverklärung differenziert wahrzunehmen. Downaging ist angesagt, Umdenken gefragt. Über „rebellisches Altern“ und warum es sich für die Jungen lohnt, Beziehungen zu alten Menschen zu pflegen, sprechen Soziologe Franz Kolland ,Starfotografin Elfie Semotan und Künstler Edgar Honetschläger.

Dokus „Peter Handke – Zurück an den Anfang“ und „Griffen – Auf den Spuren von Peter Handke“

Anlässlich seines 75. Geburtstags würdigt der ORF Peter Handke mit zwei Filmen. Den Auftakt macht um 23.30 Uhr das neue Porträt „Peter Handke – Zurück an den Anfang“ von Corinna Belz (am 10. Dezember, um 10.45 Uhr in 3sat). Österreich und besonders sein Heimatort, die kleine Kärntner Marktgemeinde Griffen nahe der Grenze zu Slowenien, haben in Handkes Werk vielfältige Spuren hinterlassen. In zahlreichen seiner Bücher kommt die Gegend seiner Kindheit vor, die er schon vor rund 50 Jahren verlassen hat. Wie ist es nun, wenn Peter Handke selbst auf einer seiner Reisen an den Ort seiner Herkunft zurückkommt? Die neue ORF-Koproduktion begleitet Handke nach Griffen und erzählt, wie er einen Tag mit Bewohnern seines Heimatortes verbringt.
Im anschließenden, vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Dokumentarfilm „Griffen – Auf den Spuren von Peter Handke“ (0.00 Uhr) begibt sich auch der Kärntner Theaterregisseur, Filmemacher und Autor Bernd Liepold-Mosser an die Orte der Kindheit seines berühmten Landsmannes. Liepold-Mosser, selbst 1986 in Griffen geboren, zeichnet durch die Begegnung mit den Menschen ein Bild des weltbekannten Schriftstellers sowie der kleinen Gemeinde. Auf den Spuren ihres „großen Sohnes“ wird „Griffen“ zu einem Film über Literatur, Geschichte, Politik und das Leben in der Provinz.

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