- 24.11.2017, 10:35:36
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ORF RSO Wien im Dezember: „Die Ring-Trilogie: Hagen – Siegfried - Brünnhilde“ und „Christmas in Vienna“
Wien (OTS) - „Die Ring-Trilogie: Hagen – Siegfried - Brünnhilde“
steht im Dezember auf dem Spielplan des ORF Radio-Symphonieorchesters
Wien im Theater an der Wien. Ö1 sendet die Premierenaufzeichnungen
des Ringes aus drei Perspektiven am 8. (Hagen), am 9. (Siegfried) und
am 10. Dezember (Brünnhilde) jeweils um 19.30 Uhr. Am 5. Dezember ist
das RSO Wien kammermusikalisch im Arnold Schönberg Center zu erleben
und am 15. und 16. Dezember steht im Wiener Konzerthaus „Christmas in
Vienna“ auf dem Programm.
Ein Mörder. Ein Ermordeter. Die Geliebte des Opfers, die der Tat
teilnahmslos zusieht. Sie alle drei büßen den
generationenübergreifenden Hass, den ihre Eltern und Großeltern
gezüchtet haben. Richard Wagner wollte zunächst nur die Ermordung
Siegfrieds durch Hagen im Beisein von Brünnhilde vertonen, merkte
dann aber rasch, dass auch die Vorgeschichte zu „Siegfrieds Tod“
erzählt werden will. So entstand jene monumentale Tetralogie, die
seit der Uraufführung in Bayreuth 1867 Generationen von
Philosoph/innen, Musikolog/innen, Regisseur/innen und Dirigent/innen
inspiriert und zu umfassenden Deutungen anstachelt. Regisseurin
Tatjana Gürbaca, Dramaturgin Bettina Auer und Dirigent Constantin
Trinks haben für das Theater an der Wien nun die „Ring-Trilogie“
entwickelt: mit reduziertem Orchester, zugespitzt auf Siegfrieds
Ermordung, erzählt aus der Perspektive der Nachkommen. Aus 15 Stunden
wurden neun, verteilt auf drei Abende: Drei Mal wird die Ermordung
Siegfrieds erzählt: am ersten Abend aus der Sicht des Mörders, am
zweiten aus der des Opfers, am dritten aus der der Geliebten.
Rückblenden schildern, wie diese drei zu denen wurden, die sie sind.
Wagners Tetralogie wurde für die „Ring-Trilogie“
auseinandergeschnitten und wieder neu zusammengesetzt. An jedem der
drei Abende erklingt Musik aus zwei Wagner-Opern, am Siegfried-Abend
etwa Ausschnitte aus „Siegfried“ und aus der „Walküre“, in der die
Geschichte von Siegfrieds Eltern geschildert wird. Die Orchestrierung
stammt von Alfons Abbass, Bratschist der Meininger Hofkapelle, der
die Anzahl der Musizierenden 1905 für eine „Ring“-Aufführung im
Sächsischen Hoftheater Coburg-Gotha auf knapp 60 reduziert hat.
Gleichwohl ist jede Note dieser Fassung von Wagner.
Dirigiert wird die „Ring-Trilogie“ im Theater an der Wien von
Constantin Trinks am Pult des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, es
singt der Arnold Schoenberg Chor. Premiere für „Wagner: Die
Ring-Trilogie – Hagen“ ist am Freitag, den 1. Dezember um 19.00 Uhr.
Weitere Aufführungstermine: 7., 17. und 29. Dezember jeweils um 19.00
Uhr. Es wirken mit: Samuel Youn (Hagen), Daniel Brenna (Siegfried),
Ingela Brimberg (Brünnhilde), Aris Argiris (Wotan), Martin Winkler
(Alberich), Marcel Beekman (Mime), Michael J. Scott (Loge), Liene
Kinča (Gutrune), Kristján Jóhannesson (Gunther), Mirella Hagen
(Woglinde), Raehann Bryce-Davis (Wellgunde), Ann-Beth Solvang
(Floßhilde) u.a. Ö1 sendet die Aufzeichnung am 8. Dezember um 19.30
Uhr.
„Wagner: Die Ring-Trilogie – Siegfried“ ist am Samstag, den 2.
Dezember um 18.30 Uhr zu erleben. Weitere Aufführungstermine: 9., 18.
und 30. Dezember jeweils um 18.30 Uhr. Es wirken mit: Daniel Brenna
(Siegfried), Liene Kinča (Sieglinde), Stefan Kocan (Hunding und
Fafner), Ingela Brimberg (Brünnhilde), Aris Argiris (Wotan), Marcel
Beekman (Mime), Daniel Johansson (Siegmund) und Mirella Hagen
(Waldvogel). In Ö1 ist der Mitschnitt am 9. Dezember ab 19.30 Uhr zu
hören.
Premiere des dritten Abends „Wagner: Die Ring-Trilogie –
Brünnhilde“ ist am Sonntag, den 3. Dezember um 18.30 Uhr. Weitere
Aufführungstermine: 10., 19. und 31.12. jeweils um 18.30 Uhr. Es
wirken mit: Ingela Brimberg (Brünnhilde), Aris Argiris (Wotan),
Daniel Brenna (Siegfried), Ann-Beth Solvang (Waltraute und
Floßhilde), Samuel Youn (Hagen), Liene Kinča (Gutrune), Kristján
Jóhannesson (Gunther), Mirella Hagen (Woglinde), Raehann Bryce-Davis
(Wellgunde) u.a. Ö1 sendet den Mitschnitt am 10. Dezember um 19.30
Uhr.
Im Rahmen der neuen RSO-Kammermusikreihe „Aus nächster Nähe“ sind
am 5. Dezember im Arnold Schönberg Center (Beginn: 20.00 Uhr) zwei
frühe Quartettsätze Schönbergs, darunter mit dem Presto in C-Dur
eines seiner frühesten bekannten Werke, zu hören, ergänzt durch den
langsamen Satz für Streichquartett von Anton Webern sowie ein Trio
von Albert Roussel, Max Regers Serenade G-Dur und die „Six Epigraphes
Antiques“ von Claude Debussy. Es spielen Andreas Planyavsky (Flöte),
Peter Matzka (Violine), Aileen Dullaghan (Violine), Martin Kraushofer
(Viola) und Solveig Nordmeyer (Violoncello).
Ein vorweihnachtlicher Fixpunkt des RSO Wien ist auch heuer
„Christmas in Vienna“. Am 15. und 16. Dezember (Beginn: jeweils 19.30
Uhr) singen wieder internationale und nationale Opernstars wie Olga
Peretyatko, Anne Sofie von Otter, Juan Diego Floréz und Günter Haumer
sowie die Wiener Singakademie und die Wiener Sängerknaben – Dirigent:
Stefan Gottfried – im festlich geschmückten Wiener Konzerthaus. In
ORF 2 ist das Konzert am 22. Dezember ab 22.35 Uhr zu sehen, in ORF
III am 24. Dezember um 20.15 Uhr und in 3sat ebenfalls am 24.
Dezember um 23.25 Uhr. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind
abrufbar unter http://rso.orf.at.
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