Aktion 20.000: Zwischenbericht belegt erfolgreichen Start in den Modellregionen

Langzeitarbeitslosigkeit in Modellregionen um 1,4 Prozent gesunken – Bereits über 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze vergeben

Wien (OTS/BMASK) - Mit dem Ziel die Langzeitarbeitslosigkeit in der Zielgruppe zu halbieren ist die Aktion 20.000 im vergangen Juli in Modellregionen in allen Bundesländern gestartet. Mit Erfolg, bisher hat die Arbeitsmarktinitiative alle Erwartungen übertroffen. Der erste Zwischenbericht zeigt einen deutlichen Unterschied in der Arbeitsmarktentwicklung der Modellregionen im Vergleich zu den gesamtösterreichischen Daten. Leuchtendes Beispiel ist das steirische Voitsberg, wo die Langzeitarbeitslosigkeit in der Gruppe 50+ um ganze 45% gesenkt werden konnte. Auch insgesamt sprechen die Zahlen für sich: Während Langzeitarbeitslosigkeit bei Über-50-jährigen österreichweit gegenüber dem Oktoberwert 2016 um 2,3 Prozent gestiegen ist, konnte in den Modellregionen eine durchschnittliche Reduktion von 1,4 Prozent erreicht werden. Noch deutlicher fällt der Vergleich der Modellregionen mit den jeweiligen Rest-Bundesländern (ohne Modellregionen) aus, in denen die Anzahl der langzeitarbeitslosen Älteren zuletzt noch um 6,1 Prozent angestiegen ist. „Mit der Aktion 20.000 haben wir ein effektives Instrument geschaffen, um die Langzeitarbeitslosigkeit in der Generation 50+ erfolgreich zu bekämpfen. Diese Initiative muss ungebremst fortgesetzt werden und wie geplant in ganz Österreich zum Einsatz kommen“, betont Sozialminister Alois Stöger den unverminderten Bedarf der Arbeitsmarktinitiative. ****

Bereits über 1.500 Stellen

    In den insgesamt 11 Modellregionen konnten bisher insgesamt 1.537 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Weitere knapp 1.000 Stellen wurden dem Arbeitsmarktservice AMS darüber hinaus bereits gemeldet. Die meisten Jobs im Rahmen der Aktion 20.000 wurden in Kärnten (349), der Steiermark (335) und Oberösterreich (330) eingerichtet. Die Bandbreite der vermittelten Berufe reicht dabei von Dienstleistungen wie Hausarbeit über kaufmännische Sachbearbeitung bis hin zu juristischen Tätigkeiten. Ermöglicht werden diese vielfältigen Einsätze durch den intensiven und individuellen Matchingprozess, der vor der Vermittlung in konkrete Tätigkeiten durchgeführt wird. „Zahlreiche Gemeinden nutzen die Initiative bereits, um ihren Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche Leistungen anzubieten, für die bislang das Personal gefehlt hat“, erklärt Stöger die Vorteile für beide Seiten. 

Zusätzliche Kosten von 200 Millionen Euro

    Durch die Aktion 20.000 entstehen zusätzliche Kosten von 200 Millionen Euro gegenüber den budgetierten Mitteln, die für die Ausbezahlung des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe an die TeilnehmerInnen nötig wären. Statt Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung werden Löhne ausbezahlt, gleichzeitig entsprechende Sozialleistungen reduziert und die Kaufkraft der TeilnehmerInnen erhöht, was sich gerade im unteren Einkommensspektrum zum größten Teil in zusätzlichen Konsumausgaben niederschlägt. Alle Jobs in der Aktion 20.000 werden nach kollektivvertraglichen Regeln bezahlt. „Bei der Aktion 20.000 geht es um sinnstiftende Jobs, die den Betroffenen eine neue Perspektive eröffnen und gleichzeitig einen gesellschaftlichen Mehrwert erfüllen. Das ist eine win-win Situation durch die auch die knapp 600 Millionen Euro, die als Arbeitslosengeld für die 20.000 Betroffenen nötig wären, der gesamten Bevölkerung direkt zugutekommen“, so Stöger. 

Zwischenbericht auf sozialministerium.at

    Der gesamte Zwischenbericht zur Aktion 20.000 kann auf der Website des Sozialministeriums abgerufen werden. http://www.sozialministerium.at

Rückfragen & Kontakt:

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Andreas Berger
Pressesprecher von Sozialminister Alois Stöger
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