Wiener Budget: Kunst, Kultur, Sport und Wissenschaft als Grundpfeiler der Gesellschaft

Wien (OTS/SPW-K) - „Kunst und Kultur sind für eine Gesellschaft identitätsstiftend“, stellte SP-Abgeordnete Susanne Bluma anlässlich der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat fest. „Kultur ist eine große Stärke unserer Stadt. Darum haben wir in ökonomisch guten Jahren das Kulturbudget kontinuierlich erhöht. In Zeiten der Krise halten wir das hohe Niveau des Gesamtbudgets. Denn es ist wichtig, dass unsere Stärke gepflegt wird.“ Das betrifft auch die „Hardware“. Deshalb fördert die Stadt Wien einerseits die Kunstschaffenden, andererseits stellt sie auch die Kulturstätten zur Verfügung. „Beim Wien Museum sind wir im Stadion der Einreichplanung. Es wird mit Hochdruck gearbeitet, Zahlen zur Errichtung und Folgekosten werden laufend angepasst. Sowohl in der Zeit als auch in Bezug auf die Kosten liegen wir im Plan“, bekräftigt Bluma. „Das Sigmund-Freud-Museum wird ebenfalls generalsaniert, wobei Wien den größten Anteil übernimmt. Es wird größer und barrierefrei, erstmals werden die Privaträume der Familie für die Öffentlichkeit zugänglich. Wien hat die historische Verantwortung, das intellektuelle Erbe von Vertriebenen zu bewahren und zu pflegen.“

„Auch das Volkstheater wird nun von Grund auf saniert. Das bringt nicht nur einen Ausbau des Komforts sondern auch mehr BesucherInnen mit sich. Eine umfassende technische und baurechtliche Modernisierung ist geplant. Ein Café macht das Haus ganztägig zu einer Begegnungsstätte. Darüber hinaus steht – nach dreißig Jahren – die Generalsanierung der Secession, eines kulturhistorisch bedeutenden Gebäudes in Wien, auf dem Programm. Wiens Anteil an dem Projekt beträgt eine Million Euro. Das Gebäude wird unter anderem barrierefrei, die Kuppel, die Fassade und das Glasdach erneuert. Kunst und Kultur sind die Stärken unserer Stadt. Wir investieren in die kulturelle Infrastruktur, um allen Menschen die Begegnung mit Kunst und Kultur noch angenehmer und noch bereichernder zu machen“, schließt Bluma.

Zwtl.: Sportliche Aushängeschilder und wichtige Investitionen für den Breitensport=

Gemeinderat Peko Baxant bedankte sich bei der MA51 für erfolgreich umgesetzte Projekte im Sportbereich. „Der alljährliche Vienna City Marathon ist ein Aushängeschild der Stadt in der ganzen Welt“, so Baxant. „Dazu kommen Veranstaltungen mit Rekordbesuch, nämlich das ATP-500-Turnier in der Stadthalle oder Beach Volleyball auf der Donauinsel. “ Weiters wurde auch in die Renovierung und die Neuerrichtung der wichtigsten Sportstätten Wiens investiert. „Schon lange wurde über die Sanierung des Sportklub-Platzes geredet – wir haben sie in Angriff genommen. Auf der Hohen Warte wird gemeinsam mit der Vienna ein neues Dach errichtet – das kommt auch den Footballern der Vikings zugute. Nach dem Stadionbau in Hütteldorf wird auch das Stadion der Wiener Austria saniert. Voll integriert in einen neuen Stadtteil“, so Baxant weiter. „Auch die wichtigsten Hallen, die vor allem für den Breitensport zur Verfügung stehen, werden instand gesetzt.“ An Projekten ist die Sportmillion hervorzuheben. „Sie ist sehr erfolgreich angelaufen und exzellent angenommen. Vereine bekommen schnell und unkompliziert die wichtigsten Reparaturen, die sie sich sonst nicht leisten könnten.“ Auch „Sport in der Stadt“ wurde von den Schulen geradezu gestürmt. Und nicht zuletzt gibt es große Unterstützung des Stadtradts, dass auch die Basketballclubs in Wien Fuß fassen konnte.

Zwtl.: Wien ist Wissens- und Wissenschaftsstadt=

„Wissenschaft und Forschung sind ein Schlüssel zur Zukunft“, so SP-Abgeordnete Sybille Straubinger. „Wissenschaft ist ein integraler Teil der Stadtpolitik, sie zieht sich durch alle Ressorts und quer durch die Stadtpolitik.“ Auf diesem Sektor wurde 2015 die neue Forschungs- und Innovations-Strategie der Stadt beschlossen. Beteiligt sind neben der Stadt Wien auch außeruniversitäre Einrichtungen, Fachhochschulen und forschungsintensive Unternehmen – das zeigt, wie breit die Wissenschaft aufgestellt ist. Im Jänner 2018 gibt es die dritte Innovationskonferenz. Die Arbeit der MA7 ermöglicht auch die Integration von Geistes- und Kulturwissenschaft. „Die Stadt ist hier aktiv mit Förderungen, direkt, per Fonds oder Stiftungen. Es ist wichtig, sich reflexiv und kritisch mit der Entwicklung der Gesellschaft auseinanderzusetzen., zu reflektieren , was diese raschen Veränderungen mit Menschen machen“, bekräftigt die Abgeordnete.

Als innovative Projekte für 2018 nennt Straubinger unter anderem das Jubiläumsjahr 2018 zur Gründung der Republik, zu der es eine Reihe von Veranstaltungen und Projekten geben wird. Darüber hinaus mehrjährige Forschungsaufträge, unter anderem zur Erstellung eines Standardwerks zum Wien der Zwischenkriegszeit unter Beteiligung namhafter Universitäten wie Berkeley, Tübingen und Harvard sowie des Boltzmann-Instituts. Darüber hinaus gibt es einen Kongress zur Antisemitismus-Forschung der Unversitäten Wien, Tel Aviv und New York, der in Wiener Vorlesungen aufbereitet wird. Schließlich können Universitäten durch die Grundsteuerrefundierung kostenintensive Gerätschaften anschaffen. "Die Stadt Wien ist nicht nur Wissenschaftsstadt, sondern auch Wissensstadt. Wir haben zwei Millionen Gehirne, nutzen wir sie gemeinsam!“

Zwtl.: Digitalisierung, Kommunikationsoffensive und hervorragende Filme=

Die Informations- und Kommunikationstechnologie Wiens steht unter dem Motto „Chancen nutzen – Unsicherheiten verhindern“, erklärt SP-Gemeinderat Jörg Neumayer. Im Rahmen des Projekts „Kommunikation 2020“ wird im Magistrat die bisherige Technik, die bestens genutzt worden ist, durch neue Gerätschaften ersetzt. Im Jänner 2018 startet ein Pilotprojekt mit neuen PCs, Laptops und Telefonen. Digitalisierung steht auch bei Ausschreibungen im Fokus. Es gibt eine einheitliche Vergabeplattform für bereits 19 Dienststellen und Unternehmungen der Stadt, um Synergien zu nützen und Kosten zu sparen. Die Digitalisierung wird auch für die BürgerInnen greifbar – zum Beispiel mit der „Sag’s Wien“-App, durch die sie sich direkt an die Stadt wenden können, aber auch die wien.at-Live-App. Die Stadt wird analoge und digitale Kommunikation weiterhin verschränken und noch effizienter im Zusammenhang von Paid, Owned und Earned Media arbeiten. So werden städtische Eigenmedien weiterentwickelt, etwa wien.at, Apps oder der „Wien-Bot“. Mit dem 180.000 Mitglieder starken „Club Wien“ wird weiteres Community Building betrieben und durch die Vernetzung mit Kunst und Kultur aufgewertet.

Stolz ist Neumayer auch auf den Film in Wien: „Wien ist weder Hollywood noch Bollywood. Muss es auch nicht. Aber wir wollen Hollywood wieder zu Gast haben und unser hohes Niveau halten. Wir setzen dabei auf Vielfalt und ein breites Angebot entlang der Wertschöpfungskette – von der Drehbuchentwicklung zur Langzeitarchivierung. Der Filmfonds Wien ist außerdem eine aktive Kraft in der Frauenförderung.“ Mit „Ein deutsches Leben“ steht ein städtisch geförderter Film unter den möglichen „Oscar“-Kandidaten und zahlreiche vom Film Fonds Wien geförderten Filme haben es auch heuer wieder aufs internationale Parkett geschafft. Beispielsweise nach Berlin, nach Cannes und nach Venedig. „Durch den Tod von Hans Hurch war 2017 eine traurige Zeit im Festivalbereich, aber die Viennale konnte trotzdem rund 100.000 BesucherInnen verbuchen. Abseits davon werden Filmschaffende in Wien in all ihrer Breite repräsentiert, vom Kurzfilm zum Animationsfilm, vom Thema Menschenrechte zu queeren Filmen. Auch das jüdische Filmfestival hat natürlich immer seinen Platz. Wien zeigt sich also wieder einmal als Filmstadt, als Medienstadt und als Kommunikationstadt“, zieht Neumayer Bilanz. „Frei nach Paul Watzlawick: Eine Stadt kann nicht nicht kommunizieren.“

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