ÖVP-Becker: "Online-Fernsehen muss kulturelle Vielfalt schützen"

Interessen der Internet-Nutzer und der europäischen Filmindustrie sind zu berücksichtigen/Lizenzen neu regeln

Brüssel (OTS) - "Ausgewogenheit ist das Stichwort bei der Neuregelung der Ausstrahlung von Filmen und Fernsehsendungen über das Internet", sagt Heinz K. Becker, Kultursprecher der ÖVP im Europaparlament, zur Abstimmung über die Revision der Regeln für Online-Fernsehen und -Radio im Rechtsausschuss. "Sowohl die Interessen der Internetnutzer als auch jene der europäischen Filmindustrie und Kreativwirtschaft müssen geschützt werden."****

"Daher soll die Direktübertragung und das Angebot von Filmen und Fernsehsendungen in der Mediathek dann jedenfalls möglich sein, wenn der Fernsehsender sie selbst oder zum überwiegenden Teil selbst produziert hat", sagt Becker. "Sind allerdings für den Film Lizenzgebühren nur für das Sitzland des Senders entrichtet worden, kann er das Werk natürlich nicht europaweit verbreiten. Ansonsten verlöre die europäische Filmindustrie eine wichtige Säule ihrer Finanzierung - die kulturelle Vielfalt und Kreativität in Europa wäre in Gefahr. Die wollen wir aber schützen."

"Gelöst werden kann das Problem in Zukunft durch einen Neuregelung der Lizenzgebühren, die der veränderten Medienlandschaft stärker Rechnung trägt", schließt Becker. "Das sollten wir uns zügig als nächstes Projekt vornehmen. Mit der Reform der EU-Regeln für Online-Fernsehen und -Radio machen wir jetzt den ersten Schritt."

Mit der Abstimmung im Rechtsausschuss hat das EU-Parlament heute seine vorläufige Verhandlungsposition für die Novelle der sogenannten SatCab-Verordnung für die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten festgelegt.

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