- 21.11.2017, 11:58:05
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ÖVP-Becker: "Online-Fernsehen muss kulturelle Vielfalt schützen"
Interessen der Internet-Nutzer und der europäischen Filmindustrie sind zu berücksichtigen/Lizenzen neu regeln
Utl.: Interessen der Internet-Nutzer und der europäischen
Filmindustrie sind zu berücksichtigen/Lizenzen neu regeln =
Brüssel (OTS) - "Ausgewogenheit ist das Stichwort bei der Neuregelung
der Ausstrahlung von Filmen und Fernsehsendungen über das Internet",
sagt Heinz K. Becker, Kultursprecher der ÖVP im Europaparlament, zur
Abstimmung über die Revision der Regeln für Online-Fernsehen und
-Radio im Rechtsausschuss. "Sowohl die Interessen der Internetnutzer
als auch jene der europäischen Filmindustrie und Kreativwirtschaft
müssen geschützt werden."****
"Daher soll die Direktübertragung und das Angebot von Filmen und
Fernsehsendungen in der Mediathek dann jedenfalls möglich sein, wenn
der Fernsehsender sie selbst oder zum überwiegenden Teil selbst
produziert hat", sagt Becker. "Sind allerdings für den Film
Lizenzgebühren nur für das Sitzland des Senders entrichtet worden,
kann er das Werk natürlich nicht europaweit verbreiten. Ansonsten
verlöre die europäische Filmindustrie eine wichtige Säule ihrer
Finanzierung - die kulturelle Vielfalt und Kreativität in Europa wäre
in Gefahr. Die wollen wir aber schützen."
"Gelöst werden kann das Problem in Zukunft durch einen Neuregelung
der Lizenzgebühren, die der veränderten Medienlandschaft stärker
Rechnung trägt", schließt Becker. "Das sollten wir uns zügig als
nächstes Projekt vornehmen. Mit der Reform der EU-Regeln für
Online-Fernsehen und -Radio machen wir jetzt den ersten Schritt."
Mit der Abstimmung im Rechtsausschuss hat das EU-Parlament heute
seine vorläufige Verhandlungsposition für die Novelle der sogenannten
SatCab-Verordnung für die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten
festgelegt.
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