- 21.11.2017, 11:57:00
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Frauen*Volksbegehren: EU-Kommission bestätigt Forderung zu Transparenz für echte Gehaltsfairness
Einkommensschere: Frauen*Volksbegehren fordert Transparenzausbau jetzt statt politischem Stillstand bei Gehaltsfairness
Utl.: Einkommensschere: Frauen*Volksbegehren fordert
Transparenzausbau jetzt statt politischem Stillstand bei
Gehaltsfairness =
Wien (OTS) - "Bei der Einkommensschere ist Österreich verlässlich auf
den hinteren Plätzen in Europa, auch im Jahr 2017 wieder. Die
veröffentliche Umfrage der EU-Kommission zu Gehalttransparenz
bestätigt unsere Forderung nach verpflichtendem Ausbau der
Einkommenstransparenz in Unternehmen", so die Sprecherin Schifteh
Hashemi des Frauen*Volksbegehren anlässlich des am Montag
veröffentlichten Rankings von Eurostat. Der Mangel an
Vergleichbarkeit und Transparenz ist einer der Hauptgründe für 27%
Gehaltsunterschied bei Frauen* und Männern*.
Laut Einkommensbericht 2016 des Rechnungshofes gibt es nur eine
Branche, in der Frauen* bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung
zumindest 99% des Gehalts der Männer* verdienen, nämlich im Bergbau.
Bei den "sonstigen Dienstleistungen" sind es nur 64% der
vergleichbaren Männer*gehälter. Der “Gender Pay Gap” ist klar
nachweisbar. "Der Gehaltsunterschied liegt nicht nur daran, dass
Frauen* aufgrund der vielen Gratis-Pflegearbeit oft nur Teilzeit
arbeiten gehen können. Er besteht auch bei gleichen Arbeitsstunden",
fasst Andrea Hladky, Obfrau des Vereins des Frauen*Volksbegehren die
Lage zusammen. Dass die Politik hier Maßnahmen ergreifen muss,
bestätigt der gerade von der EU-Kommission veröffentlichte „Action
Plan“ gegen den Gender Pay Gap, der die Forderung nach mehr
Transparenz für echte Gehaltsfairness bestätigt.
Umfrage: Klare Mehrheit für Transparenzausbau
Laut der präsentierten Eurobarometer-Umfrage sprechen sich 64% der
Europäer*innen eindeutig für mehr Gehaltstransparenz aus und
unterstützen konkrete Gesetze zu Berichtspflichten. Die Aussage "Es
ist unakzeptabel, wenn eine Frau* für den gleichen Job weniger
verdient als ein Mann*" beantworteten in Österreich 8 von 10 Menschen
eindeutig mit Ja. "Österreich muss nicht auf den angekündigten Action
Plan der EU-Kommission warten. Die Entscheidungsträger*innen können
heute aktiv werden. Dafür wird sich das Frauen*Volksbegehren mit
allem Nachdruck einsetzen", attestiert Sprecherin Schifteh Hashemi.
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