Frauen*Volksbegehren: EU-Kommission bestätigt Forderung zu Transparenz für echte Gehaltsfairness

Einkommensschere: Frauen*Volksbegehren fordert Transparenzausbau jetzt statt politischem Stillstand bei Gehaltsfairness

Wien (OTS) - "Bei der Einkommensschere ist Österreich verlässlich auf den hinteren Plätzen in Europa, auch im Jahr 2017 wieder. Die veröffentliche Umfrage der EU-Kommission zu Gehalttransparenz bestätigt unsere Forderung nach verpflichtendem Ausbau der Einkommenstransparenz in Unternehmen", so die Sprecherin Schifteh Hashemi des Frauen*Volksbegehren anlässlich des am Montag veröffentlichten Rankings von Eurostat. Der Mangel an Vergleichbarkeit und Transparenz ist einer der Hauptgründe für 27% Gehaltsunterschied bei Frauen* und Männern*.

Laut Einkommensbericht 2016 des Rechnungshofes gibt es nur eine Branche, in der Frauen* bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung zumindest 99% des Gehalts der Männer* verdienen, nämlich im Bergbau. Bei den "sonstigen Dienstleistungen" sind es nur 64% der vergleichbaren Männer*gehälter. Der “Gender Pay Gap” ist klar nachweisbar. "Der Gehaltsunterschied liegt nicht nur daran, dass Frauen* aufgrund der vielen Gratis-Pflegearbeit oft nur Teilzeit arbeiten gehen können. Er besteht auch bei gleichen Arbeitsstunden", fasst Andrea Hladky, Obfrau des Vereins des Frauen*Volksbegehren die Lage zusammen. Dass die Politik hier Maßnahmen ergreifen muss, bestätigt der gerade von der EU-Kommission veröffentlichte „Action Plan“ gegen den Gender Pay Gap, der die Forderung nach mehr Transparenz für echte Gehaltsfairness bestätigt.

Umfrage: Klare Mehrheit für Transparenzausbau

Laut der präsentierten Eurobarometer-Umfrage sprechen sich 64% der Europäer*innen eindeutig für mehr Gehaltstransparenz aus und unterstützen konkrete Gesetze zu Berichtspflichten. Die Aussage "Es ist unakzeptabel, wenn eine Frau* für den gleichen Job weniger verdient als ein Mann*" beantworteten in Österreich 8 von 10 Menschen eindeutig mit Ja. "Österreich muss nicht auf den angekündigten Action Plan der EU-Kommission warten. Die Entscheidungsträger*innen können heute aktiv werden. Dafür wird sich das Frauen*Volksbegehren mit allem Nachdruck einsetzen", attestiert Sprecherin Schifteh Hashemi.

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