- 16.11.2017, 08:50:54
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LH Mikl-Leitner am Landesfeiertag: Niederösterreich ist „eine Heimat, die uns Sicherheit gibt“
Festlicher Abend im Festspielhaus St. Pölten
Utl.: Festlicher Abend im Festspielhaus St. Pölten =
St. Pölten (OTS/NLK) - Ganz im Zeichen des Gedenkens an den
niederösterreichischen Landespatron Leopold stand gestern, Mittwoch,
die Abendveranstaltung zum Niederösterreichischen Landesfeiertag im
Festspielhaus in St. Pölten. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
konnte dazu eine große Anzahl an prominenten Gästen aus Wirtschaft,
Gesellschaft, Sport, Kirche, Kultur und Politik begrüßen, allen voran
den Gastredner, Landeshauptmann Arno Kompatscher aus Südtirol.
„Der 15. November ist unser Landes-Feier-Tag. An diesem Tag würdigen
wir traditionell unseren Landespatron, den Heiligen Leopold. Der 15.
November heißt aber noch mehr: An diesem Tag feiern wir unser Land.
Unser Niederösterreich. Ein Land, in dem wir gerne zuhause sind, eine
Heimat, die uns Sicherheit gibt“, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leitner
in ihrer Festrede.
„Land und Heimat als Zuhause ist die Antwort auf die Sehnsucht nach
Orientierung. Land und Heimat sind die Wegweiser auf der Suche nach
Identität“, betonte die Landeshauptfrau weiters. Umso wichtiger sei
es, dass Heimat „erlebbar und erkennbar“ sei. Dieses Ziel müsse man
auf mehreren Ebenen verfolgen: politisch in den Gemeinden, in den
Städten und im ganzen Land, sozial in den Vereinen und im
Gesellschaftsleben und kulturell in den Traditionen, Bräuchen und
Sitten, meinte sie. Gerade in der derzeitigen Jahreszeit sei dies von
besonderer Bedeutung: „Der Advent ist Teil unserer Identität. Die
Geschichte des Heiligen Nikolaus ist Teil unseres
Selbstverständnisses. Die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest ist für
uns eine Selbstverständlichkeit, und das soll es auch bleiben. Im
Kindergarten, in der Schule, in den Familien und im öffentlichen
Leben.“ Mikl-Leitner weiters: „Das ist mit Sicherheit nichts, was man
aus falsch verstandener Toleranz verstecken soll oder muss. Nicht bei
uns. Nicht in Niederösterreich. Wenn aus Weihnachtsmärkten
Wintermärkte werden, wenn vom Weihnachtsfest bei manchen nur noch ein
Lichterfest übrig bleibt, dann gehen unsere Traditionen verloren,
dann geben wir unsere Identität auf.“ Dann werde es auch „höchste
Zeit“, sich „wieder mehr zu unserer Heimat und zu unseren Traditionen
zu bekennen“, betonte sie: „Wir in Niederösterreich sind uns unserer
Tradition bewusst.“
„Traditionsbewusstsein ist Heimatbewusstsein. Heimatbewusstsein mit
Selbstbewusstsein ist Landesbewusstsein, und wir in Niederösterreich
haben Landesbewusstsein“, hielt Mikl-Leiter fest. So sei die
Eröffnung des „Hauses der Geschichte“ im Museum Niederösterreich ein
ganz besonderer Moment gewesen, denn dieses Haus fördere die
Auseinandersetzung mit der Geschichte: „Wir zeigen, wie wir wurden,
was wir sind. Unser Verständnis von Identität weist nicht nur in die
Vergangenheit, sondern immer auch in die Zukunft. Und deshalb ist ein
Land mit einem ,Haus der Geschichte‘ auch ein Land mit Zukunft.“
Die Landeshauptfrau sprach in ihrer Rede auch Herausforderungen wie
Migration, Globalisierung und Mobilität an. Die größte
Herausforderung liege aber im digitalen Wandel, weil dieser alle
Lebensbereiche betreffe: „Wir in Niederösterreich haben vor dieser
Entwicklung keine Angst. Wir in Niederösterreich wissen, dass der
digitale Wandel für uns neue Perspektiven bereithält.“ In
Niederösterreich nutze man den digitalen Wandel für Land und Leute,
betonte sie: „Für mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den
Regionen. Für neue Formen in der Aus- und Weiterbildung. Für eine
moderne und ressourcenschonende Landwirtschaft. Für die besten
Verbindungen in die Zukunft.“
„Seite an Seite mit den Menschen“, dies sei für sie ein wichtiger
Grundsatz, sprach Mikl-Leitner einen weiteren Aspekt an. Dieser
Grundsatz bedeute, „Politik gemeinsam mit den Menschen zu machen, das
Land gemeinsam mit den Menschen zu gestalten“. „Seite an Seite“
bedeute auch, „die Anliegen der Menschen zu den Anliegen der Politik
zu machen“ und „statt gegeneinander miteinander einfach mehr möglich“
zu machen, so die Landeshauptfrau.
Es sei für ihn „eine große Ehre und Freude“ hier zu sein, sagte der
Landeshauptmann von Südtirol, Arno Kompatscher, in seiner Gastrede.
„Unsere Länder verbindet vieles“, blickte er auf die Geschichte
Südtirols ebenso zurück wie auf die Verbundenheit Südtirols mit
Niederösterreich und Österreich. Südtirol und Niederösterreich
verbinde auch die Tatsache, dass es in beiden Ländern eine hohe
Beschäftigung, eine niedrige Arbeitslosigkeit und eine gute
Wirtschaftsentwicklung gebe.
Trotzdem hätten Entwicklungen wie die Globalisierung und die
Digitalisierung zu Verunsicherung geführt, so Kompatscher. Die
Politik müsse darauf klare Antworten geben, es brauche eine „klare,
vernunftgeprägte Politik“ und vor allem eine „durchdachte,
zukunftsorientierte Standortpolitik“, so der Südtiroler
Landeshauptmann. Es brauche aber auch Sicherheit, betonte er: „Heimat
gibt Sicherheit. Die Heimat ist der Haltegriff in der globalisierten
Welt. Gerade die Jungen suchen auch wieder dieses Heimatgefühl.“
Bei der musikalischen Gestaltung des Abends wurde heuer vor allem auf
die junge Generation gesetzt. So trat zunächst das Benigna
Streichquartett auf, bestehend aus Katharina Auer (aus
Hadersdorf-Kammern), Valerie Ettenauer (aus St. Pölten), Johanna
Lomoschitz und Katja Lomoschitz (beide aus Mödling) auf. Danach
folgte der Auftritt des Blechbläserquintetts des
Jugendsinfonieorchesters Niederösterreich: Anton Kurzbauer (aus
Ottenthal), Alexander Überlacker (aus Aschbach), Markus Bauer (aus
Gloggnitz), Florian Strasser (aus Hüttendorf) und Bernhard Neustifter
(aus Groß-Schweinbarth). Den Abschluss bildete ein Ensemble des
Jugendjazzorchesters Niederösterreich, bestehend aus Andreas
Marschall (aus Krems), Benedikt Etzel (aus Krems), Gabriel Artmayr
(aus Behamberg), David Hecher (aus Kirchberg am Wechsel), Clemens
Gigacher (aus Krustetten), Lukas Ehebruster (aus Neustadtl an der
Donau) und Maximilian Klinger (aus Wilhelmsburg). Kulinarische
Köstlichkeiten boten die „Top-Wirte“ des Jahres 2017 gemeinsam mit
Georg Loichtl vom Flieger-Catering: der „Top-Wirt des Jahres 2017“,
der Puchegger-Wirt aus Winzendorf, der „Aufsteiger des Jahres 2017“,
das Gasthaus Trefflingtalerhaus aus Puchenstuben, und der „Einsteiger
des Jahres 2017“, der Gasthof Hueber aus St. Georgen an der Leys.
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