• 16.11.2017, 07:30:18
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EANS-News: Semperit AG Holding / Umsatzanstieg in den ersten neun Monaten 2017, operative Ertragssituation bleibt schwach

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Quartalsbericht

Wien, Österreich -

* Umsatz in Q1-3 2017 im Jahresvergleich um 3,5% auf 670,0 Mio. EUR gesteigert
* Ergebnis in Q1-3 2017 leicht unter Vorjahr: positiven Sondereffekten aus der
Joint
Venture Transaktion standen mehrere negative Sondereffekte gegenüber
* Gesetzte Maßnahmen in Q3 - Highlights:
- Expansionsschritt bei Semperflex in Tschechien
- Sozialplan für Sempertrans Produktionsstätte in Frankreich unterzeichnet
- Analyse- und Strategieprozess gestartet
* Ausblick bleibt ausgesetzt

Die börsennotierte Semperit Gruppe erzielte in den ersten neun Monaten 2017 ein
fortlaufendes Umsatzwachstum, das Ergebnis lag leicht unter Vorjahr. Im dritten
Quartal 2017 blieb der Umsatz annähernd auf seinem bisherigen Niveau. Das EBIT
in Q3 war angesichts von Sondereffekten negativ. Auf Grund der schwachen
Ertragslage hat der neue Vorstand weitere Maßnahmen eingeleitet, um eine
nachhaltig effiziente Kostenstruktur und damit profitables Wachstum zu erzielen.
Im Segment Sempermed führte die strikte Kostenreduktion zu
Produktivitätssteigerungen trotz temporärer Unterbrechungen der Produktion.
Gleichzeitig wurden in Q3 2017 weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
4,8 Mio. EUR im Segment Sempertrans in Frankreich (zusätzlich zu 6,8 Mio. EUR in
Q2 2017) sowie Aufwendungen von 5,1 Mio. EUR in Zusammenhang mit der
steuerlichen Betriebsprüfung in Österreich erfasst.

"Der berichtete Verlust im dritten Quartal geht großteils auf Sondereffekte
zurück, ist aber trotzdem keinesfalls zufriedenstellend", kommentiert der
Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Martin Füllenbach, und nennt die
Aufgabenstellungen, die in den kommenden Quartalen im Zentrum stehen werden:
"Eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur, die Schärfung des Kostenbewusstseins im
gesamten Unternehmen und parallel dazu die Neuausrichtung des zukünftigen
Portfolios. Das kann man durchaus als herausfordernden Spannungsbogen sehen."
Als weit fortgeschrittene Maßnahmen führt Füllenbach die Schließung des
Sempertrans-Werkes in Frankreich und die Einführung des World Class
Manufacturing-Modells an. "Diesen Weg", so der Vorstandsvorsitzende, "werden wir
konsequent verfolgen."

In den ersten neun Monaten 2017 wurde ein Umsatzanstieg von 3,5% auf 670,0 Mio.
EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode erzielt, der maßgeblich auf einer
Steigerung der abgesetzten Mengen in allen Segmenten außer Sempertrans beruht.
Das ausgewiesene EBITDA lag bei 97,8 Mio. EUR, was einer Erhöhung von 35,4% im
Jahresvergleich entspricht. Das ausgewiesene EBIT verzeichnete eine 1,1%ige
Verringerung auf 46,1 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf Sondereffekte, wie
26,0 Mio. EUR Wertminderung im Segment Sempermed (in Q2 2017), Aufwendungen für
die Restrukturierung der Produktionsstätte von Sempertrans in Frankreich in Höhe
von insgesamt 11,6 Mio. EUR, 4,0 Mio. EUR Wertanpassung für bereits
kapitalisierte IT-Kosten, die zukünftig nicht genutzt werden können (in Q2 2017)
sowie in Q3 2017 erfasste Aufwendungen von 5,1 Mio. EUR in Zusammenhang mit der
steuerlichen Prüfung in Österreich (vor allem Aberkennung der
Energieabgabenrückvergütung) zurückzuführen. Der daraus resultierende Cashflow
verringerte sich um 26,5% auf 32,7 Mio. EUR und das Ergebnis je Aktie fiel um
79,0% auf 0,24 EUR.

Das operative EBIT ohne den positiven Sondereffekt aus der Joint Venture
Transaktion (84,8 Mio. EUR in Q1 2017) und den negativen Auswirkungen der
Wertminderung, dem Restrukturierungsaufwand sowie der Wertanpassung IT und dem
Aufwand aus der steuerlichen Prüfung lag bei 7,9 Mio. EUR. Das bedeutet einen
deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 81,2%. Semperflex und Semperform
lieferten erneut einen positiven EBIT-Beitrag. Das operative Ergebnis bei
Sempermed verbesserte sich leicht, blieb jedoch weiterhin negativ, während
Sempertrans auch in Q3 2017 durch den Margendruck nachteilig beeinflusst wurde.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei -0,66 EUR (Q1-3 2016: 0,95 EUR).

Die Semperit Gruppe nutzte den Mittelzufluss aus der Joint Venture Transaktion
im März 2017 zur signifikanten Reduzierung der Verschuldung und zur Finanzierung
des beschlossenen Investmentprogramms (CAPEX). Die Nettoverschuldung wurde von
230,6 Mio. EUR Ende 2016 auf 149,6 Mio. EUR am 30. September 2017 gesenkt, was
eine niedrige Nettoverschuldung/EBITDA-Rate von 1,45x (Ende 2016: 2,96x) ergibt.

Die Eigenkapitalquote blieb bei soliden 34,9% (Ende 2016: 31,8%). Die liquiden
Mittel lagen nach dem Mittelzufluss aus der Joint Venture Transaktion bei 176,3
Mio. EUR (Ende 2016: 190,2 Mio. EUR).

SEKTOR INDUSTRIE
Die Entwicklung der Segmente im Sektor Industrie (Semperflex, Sempertrans und
Semperform) folgte einer unterschiedlichen Dynamik, jedoch sind die Absatzzahlen
in allen Segmenten außer Sempertrans gestiegen. Der Umsatz stieg um 5,3% auf
409,8 Mio. EUR. Angesichts der sich nachteilig entwickelnden Rohstoffpreise
sowie der nur zeitverzögerten Weitergabe der Preisveränderung an Kunden war die
Profitabilität deutlich beeinflusst. Das EBITDA fiel im Jahresvergleich um 56,8%
auf 31,0 Mio. EUR, und das EBIT ging um 71,1% auf 16,5 Mio. EUR zurück. Dabei
war das EBIT insbesondere von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 11,6
Mio. EUR für Sempertrans in Frankreich sowie der im dritten Quartal anteilig im
Sektor Industrie erfasste Aufwand von 3,0 Mio. EUR im Zusammenhang mit der
steuerlichen Betriebsprüfung für Österreich belastet.

SEKTOR MEDIZIN
Die Entwicklung des Sektors Medizin (Segment Sempermed) war weiterhin durch ein
kompetitives Marktumfeld mit Preisdruck geprägt. Vor diesem Hintergrund stieg
der Umsatz hauptsächlich infolge von Preiserhöhungen um 0.7% auf 260,2 Mio. EUR.
Die Erweiterung und Optimierung der Kapazitäten im Werk Malaysia schritten trotz
temporärer Unterbrechungen in der Produktion gut voran, während zugleich
Maßnahmen zur Kostenreduzierung in Produktion, Marketing und Verkauf umgesetzt
wurden. Im Vergleich Ende September 2017 mit Ende September 2016 sank auf
Segmentebene die Anzahl der Mitarbeiter um etwas mehr als 400 Personen (-13,0%).

Das ausgewiesene EBITDA und EBIT stiegen auf 79,4 Mio. EUR bzw. 44,7 Mio. EUR in
Q1-Q3 2017. Ohne Berücksichtigung des positiven Beitrags aus der Joint Venture
Transaktion in Q1 2017, der Wertminderung in Q2 2017 und dem Aufwand im
Zusammenhang mit der anteilig im Sektor Medizin erfassten steuerlichen
Betriebsprüfung für Österreich von 2,0 Mio. EUR verringerte sich das operative
EBITDA auf 3,3 Mio. EUR (Q1-Q3 2016: 5,2 Mio. EUR) und das operative EBIT auf -
5,4 Mio. EUR (Q1-Q3 2016: -5,5 Mio. EUR).

ERGEBNISSE DES DRITTEN QUARTALS
Die Semperit Gruppe verzeichnete im dritten Quartal 2017 einen Umsatz von 208,4
Mio. EUR - gegenüber dem Vorjahresquartal blieb dieser nahezu unverändert. Alle
Segmente im Sektor Industrie konnten ihren Umsatz steigern (+7,6%), im Sektor
Medizin (Sempermed) war ein Rückgang zu verzeichnen (-11,0%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen deutlich, da unter anderem die
Restrukturierungsaufwendungen für die Sempertrans Produktionsstätte in
Argenteuil, Frankreich, und die im Zusammenhang mit der steuerlichen
Betriebsprüfung für Österreich (vor allem Energieabgabenrückvergütung) erfassten
Aufwendungen anfielen.

Das EBITDA verringerte sich dadurch signifikant auf 0,5 Mio. EUR. Das EBIT für
das dritte Quartal 2017 betrug -8,2 Mio. EUR. Bereinigt um die negativen
Sondereffekte beträgt das EBIT 1,7 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern lag bei -
16,4 Mio. EUR, das Ergebnis je Aktie bei -0,79 EUR. Das bereinigte Ergebnis nach
Steuern lag bei -5,6 Mio. EUR.

AUSBLICK 2017
Das bereinigte EBIT (ohne positive und negative Sondereffekte) wird für das
Geschäftsjahr 2017 signifikant unter dem bereinigten EBIT des Jahres 2016 (41
Mio. EUR, nach Abzug des Ergebnisbeitrages der damaligen thailändischen SSC /
Siam Sempermed Corporation Ltd.) liegen.

Fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und zur
Stärkung der Bilanzstruktur stehen unverändert ganz oben auf der Agenda des
Vorstands. Daher können weitere erhebliche Einmalbelastungen neben den bereits
gesetzten und den noch in Analyse befindlichen Maßnahmen auch in den nächsten
Quartalen nicht ausgeschlossen werden. Bedingt durch die angeführten
Entwicklungen bleibt der Ausblick für die nächsten Quartale ausgesetzt.

Semperit fokussiert sich weiterhin auf organisches Wachstum. Die Investitionen
in den Ausbau der Kapazitäten werden fortgesetzt. Insgesamt sind für das Jahr
2017 Anlageninvestitionen (CAPEX) von rund 80 Mio. EUR (2016: 65 Mio. EUR)
vorgesehen.

Über Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete
Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie hochspezialisierte
Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit
vertreibt: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und
Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile,
Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des
österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in
Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit rund 6.500 Mitarbeiter, davon
rund 3.500 in Asien und mehr als 800 in Österreich (Wien und Produktionsstandort
Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 22
Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien,
Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern einen Umsatz
von 852 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 78 Mio. EUR.

Rückfragehinweis:
Monika Riedel
Group Head of Communications & Sustainability
+43 676 8715 8620
[email protected]

Stefan Marin
Head of Investor Relations
Tel.: +43 676 8715 8210
[email protected]

www.semperitgroup.com

Ende der Mitteilung euro adhoc
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Emittent: Semperit AG Holding
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A-1030 Wien
Telefon: +43 1 79 777-210
FAX: +43 1 79 777-602
Email: [email protected]
WWW: www.semperitgroup.com
ISIN: AT0000785555
Indizes: ATX PRIME, WBI, ATX GP
Börsen: Wien
Sprache: Deutsch

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