- 15.11.2017, 10:13:52
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ÖAMTC-Test zeigt Platzprobleme beim Kindersitz-Einbau (+ Fotos)
Nur wenige Autos für drei Kindersitze auf der Rückbank geeignet
Utl.: Nur wenige Autos für drei Kindersitze auf der Rückbank
geeignet =
Wien (OTS) - Aktuelle Fahrzeuge sind in der Regel serienmäßig mit
Isofix- und Top-Tether-Verankerungen ausgestattet. Das soll Einbau
und korrekte Sicherung von Kindersitzen erleichtern. Dennoch passt
nicht jeder Sitz in jedes Auto, wie die regelmäßigen Einbau-Tests des
ÖAMTC zeigen. Heuer wurden 16 Familienfahrzeuge (Limousinen, Kombis,
kleinere SUVs) unter die Lupe genommen.
Das Fazit von ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl: "Wenn man von
vornherein weiß, dass man nie mehr als zwei Kinder mitnimmt, ist im
Prinzip jedes der Autos in diesem Test geeignet. Sobald jedoch
mindestens drei Kindersitze installiert werden müssen, treten bei
vielen Fahrzeugen Probleme auf. Nur vier der 16 Testkandidaten bieten
dafür ausreichend Platz auf der Rückbank."
Hinten sitzen Kinder am sichersten
Generell lautet die Empfehlung des ÖAMTC-Experten, Kinder immer im
Fond zu sichern, am besten auf den beiden äußeren Plätzen.
Entsprechend leicht sollten sich dort also die unterschiedlichsten
Kindersitze montieren lassen.
Die besten Werte erreichten beim Einbau auf den Rücksitzen Citroen
Grand C4 Picasso und Peugeot 3008, bei denen problemlos drei
Kindersitze nebeneinander installiert werden können. "Das ist auch
beim Dacia Logan MCV und Renault Grand Scenic möglich, allerdings
nicht über die Isofix-Verankerungen, sondern nur, wenn die Sitze mit
3-Punkt-Gurt befestigt werden", sagt der ÖAMTC-Techniker. Die
restlichen zwölf Autos sind nicht geeignet, drei Kindersitze auf der
Rückbank zu installieren – entweder aus Platzgründen oder, wie beim
Fiat Tipo SW und Toyota C-HR, weil der Kfz-Hersteller laut
Bedienungsanleitung einen mittig platzierten Kindersitz ausschließt.
Beifahrersitze nur in Ausnahmefällen verwenden
"Auf dem Beifahrersitz sollte nur dann ein Kindersitz installiert
werden, wenn hinten alles belegt ist – oder der Platz dort nicht
ausreicht", stellt Kerbl klar. Dabei ist zu beachten, dass der
Beifahrerairbag unbedingt deaktiviert werden muss, wenn ein
rückwärtsgerichteter Kindersitz eingebaut wird. Beim Subaru Levorg
funktioniert das automatisch. Mini Countryman, Peugeot 3008 und 5008
sowie Renault Grand Scenic haben hingegen den Vorteil serienmäßiger
Isofix-Verankerungen auf dem Beifahrersitz. Entsprechend sind diese
fünf Autos am besten für einen vorne installierten Kindersitz
geeignet.
Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen machen
Wenn ein neues Familienfahrzeug angeschafft werden soll, empfiehlt
ÖAMTC-Experte Kerbl, die Probefahrt mit montierten Kindersitzen
durchzuführen und auch die Kinder mitzunehmen: "Bei einer Testfahrt
mit Kind und Kegel können in der Praxis Gurtlänge, Zugänglichkeit von
Verankerungen und Platzangebot getestet werden. Von Vorteil ist auch,
wenn man sich vom Händler gleich den Einbau genau erklären lässt."
Mit diesen Fahrzeugen und Sitzen wurde getestet
Zum ÖAMTC-Test traten an: Citroen Grand C4 Picasso, Dacia Logan
MCV, Fiat Tipo Station Wagon, Honda Civic, Hyundai i30, Hyundai Ioniq
Hybrid, Mini Countryman, Peugeot 3008, Peugeot 5008, Renault Grand
Scenic, Seat Ateca, Skoda Kodiaq, SsangYong Tivoli, Subaru Levorg,
Toyota C-HR und VW Tiguan. Getestet wurde der Einbau der Kindersitze
Maxi-Cosi Pebble Plus mit FamilyFix, Römer Versafix und Cybex
Solution M Fix.
Alles Wissenswerte um Kindersitze gibt es unter
www.oeamtc.at/kindersitze. Kostenlose Kindersitzberatung gibt es an
allen ÖAMTC-Stützpunkten.
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Fotos zu dieser Aussendung sind in der Mediathek unter
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