Umfrage: Hälfte der Österreicher ohne Finanzbildung

Wien (OTS) -

  • Nahezu jeder zweite Österreicher (45%) gibt an, keine Finanzbildung erhalten zu haben
  • Schulen sind gefordert, mehr Finanzwissen zu vermitteln
  • Markante Defizite bei Pflichtschulabgängern

45% der Österreicher haben keine Finanzbildung erhalten. Damit liegen wir im Mittelfeld von insgesamt 13 europäischen Ländern, die im Rahmen der ING-DiBa/ING International Survey befragt wurden.
Im Vergleich zur gleichen Umfrage aus dem Jahr 2013, bei der 47% der Österreicher angaben, keine Finanzbildung erhalten zu haben, verbessert sich das Ergebnis nur marginal. Im Durchschnitt der europaweit befragten Länder ist der Anteil jener ohne Finanzbildung sogar leicht gestiegen.

Nur jeder Vierte (25%) hat in der Schule etwas über den Umgang mit Finanzen gelernt. Dabei ist der Wunsch nach schulischer Finanzbildung sehr hoch: Insgesamt 82% aller Österreicher sind der Meinung, dass die Vermittlung von Finanzwissen Aufgabe der Schulen wäre.

Schulen sind gefordert

Tatsächlich zeichnet sich auch ein positiver Trend ab: In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen gaben 2013 noch 41% an, ihr Finanzwissen aus der Schule zu haben. Jetzt sind es 47%.

„Dennoch wird das Thema noch immer zu sehr vernachlässigt“, meint Luc Truyens, CEO der ING-DiBa Austria. Und er setzt fort: „Auch wenn hier Banken in den letzten Jahren viel Initiative zeigen und ihren Beitrag leisten – eine Wissensvermittlung in der Schule als Grundausbildung ist für heranwachsende mündige Bürger unumgänglich“.

Besonders besorgniserregend findet Truyens die Antworten jener, die Volks- und Hauptschule als höchste abgeschlossene Ausbildung angaben. Nur 16% von ihnen bekamen in der Schule Finanzwissen vermittelt.

Genau in dieser Gruppe war auch der Anteil jener, die Schwierigkeiten im Umgang mit Finanzen haben markant höher: Mehr als bei höheren Schulbildungen gaben sie an, nicht gut mit Geld umgehen zu können oder die Ausgaben nur schwer unter Kontrolle zu haben.

Dies nicht als Lehrerversagen zu werten, ist Truyens wichtig. „Vielmehr geht es hier um zum Teil überarbeitungswürdige und übervolle Lehrpläne, die bereits dringend einer Neuausrichtung bedürfen. Finanzbildung muss dabei ein Fixpunkt sein. Letztendlich wird dies auch von 82% der Österreicher gefordert“, meint Truyens.

Finanzbildung für jeden zugänglich machen

Darüber hinaus sieht er Banken und Medien klar in der Verantwortung: „Finanzbildung muss für jeden, der eigeninitiativ sein will leicht zugänglich sein. Auch die ING-DiBa bietet über ihre Kommunikationskanäle sowie Blog und Newsletter nützliche Informationen rund um das Thema Finanzen. Derzeit wird gerade ein Selbsttest entwickelt, der online rasch Klarheit über das eigene Niveau bringt. Darüber hinaus gilt es selbstverständlich Produkte anzubieten mit einem Maximum an Verständlichkeit und Transparenz und einem Minimum an Einstiegshürden begründet auf mangelndem Finanzwissen“, schließt Truyens.

Über die Umfrage

Die Umfrage der ING-DiBa Austria ist Teil der ING International Survey - einer Studienserie, die im Auftrag der ING Group regelmäßig verschiedene Aspekte rund um die Themen „Sparen, persönliche Finanzen, Digitalisierung/Banking und Wohnen“ beleuchtet. Für die aktuelle Umfrage wurden vom Institut Ipsos online in 13 Ländern Europas (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, Tschechien) knapp 13.000 Personen ab 18 Jahren befragt. In Österreich wurden 1.000 Personen befragt.

Über die ING-DiBa Austria

Die ING-DiBa Austria gehört mit über 527.000 Privatkunden zu den größten Privatkundenbanken in Österreich. Sie verwaltet ein Geschäftsvolumen von insgesamt 8,5 Mrd. Euro (das Geschäftsvolumen setzt sich zusammen aus dem Bilanzvolumen des Retail-Kundenvermögens zuzüglich des Depotvolumens aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft, den Retail-Kundenkrediten und des Wholesale Bankings – Stand 12/2016).

Geboten wird ein konzentriertes Portfolio an Online-Produkten aus den Bereichen

Die ING-DiBa treibt die Digitalisierung voran und führte die erste Kontoeröffnung ohne Medienbruch am österreichischen Markt ein. Weitere Eckpfeiler der Unternehmensstrategie sind Gebührenfairness und Transparenz.

Mit 220 Mitarbeitern am Standort Wien Galaxy Tower ist die ING-DiBa rund um die Uhr über Telefon, Post, Internet sowie via allen mobilen Devices erreichbar. Zudem ermöglicht ein Servicepoint in der Wiener Innenstadt den direkten und persönlichen Kontakt.

Im Bereich Wholesale Banking serviciert  ein erfahrenes Team die Firmenkunden, darunter österreichische Großunternehmen, die in den Top 300 Unternehmen Österreichs vertreten sind, sowie österreichische Niederlassungen internationaler Großkonzerne mit umfangreichen Finanzierungslösungen und Bankdienstleistungen aller Art.

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