- 13.11.2017, 12:16:00
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„kreuz und quer“ am 14. November: „Herr Schuh und die Freiheit“ und „Meinen Hass bekommt ihr nicht!“– ab 22.35 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) - Im sechsten Teil der Sendereihe „Herr Schuh und ...“
macht sich Franz Schuh auf die Suche nach der Freiheit. Wer ist frei
und warum? Was bedeutet Freiheit? Wie hat sich der Begriff der
Freiheit in den Jahrhunderten verändert? Wo fängt die Freiheit an, wo
hört sie auf? „kreuz und quer“ – präsentiert von Christoph
Riedl-Daser – zeigt den von Florian Gebauer gestalteten und von Franz
Schuh erzählten Film „Herr Schuh und die Freiheit“ am Dienstag, dem
14. November 2017, um 22.35 Uhr in ORF 2. Am 13. November jähren sich
die Terroranschläge an mehreren Schauplätzen in Paris zum zweiten Mal
– 2015 wurden dabei insgesamt 130 Menschen getötet und 352 verletzt.
Aus diesem Anlass zeigt „kreuz und quer“ um 23.10 Uhr die
Dokumentation „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ von Antoine Leiris und
Karine Dusfour.
„Herr Schuh und die Freiheit“ – Ein Film von Florian Gebauer, erzählt
von Franz Schuh
„Die Freiheit, die wir gerade nicht haben, scheint uns am meisten
nahezugehen“, so Franz Schuh. Der Film zeigt, was Menschen aus
eigener Erfahrung über Freiheit zu sagen wissen. Der Journalist
Lorenz Gallmetzer spricht im Film mit Franz Schuh über seine
Alkoholsucht: „Nach 30 Jahren hat eine Talfahrt begonnen, wo dann die
Freiheit verloren ging. Dort wurde dann der Alkohol zum Muss.“
„Dass Menschen Freiheit über alles mögen, ist eine Mär. Viele haben
auch einen Hang zur Unterwerfung“, meint Franz Schuh. Der Film
verdeutlicht, wie sich „die eine Freiheit“ in unserer Gesellschaft in
einzelne Freiheiten aufspaltet. Bedeutet die Freiheit der Kunst auch
die Freiheit, eine Republik auszurufen? Welche Freiheiten und
Unfreiheiten gibt es zwischen den Geschlechtern? „Das Problem der
Freiheit darf nicht sein, dass die einen sie sich nehmen und die
anderen darunter leiden müssen“, sagt die Politikwissenschafterin
Birgit Sauer. „Fürchtet euch nicht! – Das ist in der Bibel die
Losung, frei zu sein. Und dennoch können wir nicht furchtlos leben“,
meint Franz Schuh. „Die menschliche Freiheit existiert ja nicht
zuletzt durch ihre Grenzen, obwohl es Augenblicke gibt, in denen man
glaubt, ganz frei zu sein.“
„Meinen Hass bekommt ihr nicht!“ – Ein Film von Antoine Leiris und
Karine Dusfour (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl)
Allein im Pariser Club Bataclan schossen an jenem Abend drei
Angreifer circa zehn Minuten lang mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in
das Publikum und warfen Handgranaten in die Menge. 90 Menschen
starben, viele wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Toten im
Bataclan war auch Hélène Leiris. Einige Tage danach schrieb ihr Mann
Antoine Leiris via Facebook einen Brief an die Mörder seiner Frau.
Ein Brief voller Würde und voller Widerstand. Die Terroristen hätten
ihr Ziel nicht erreicht, denn trotz allem würden sie eines nie
bekommen: nämlich seinen Hass, schrieb der Journalist. Diese
Botschaft ging um die Welt, der Brief wurde weltweit viele
hunderttausende Male gelesen, geliked, geteilt. In seinem Film begibt
sich Antoine Leiris auf Spurensuche: Wie geht es Menschen nach
Terrorattacken und wie kann es gelingen, in ein normales Leben
zurückfinden?
Antoine hat mit Hélène seine Lebenspartnerin, seine große Liebe und
die Mutter seines kleinen Sohnes verloren. Nun muss er den Alltag
bewältigen, so wie er es sich noch einige Tage davor nie hätte
vorstellen können. Das gesamte Leben, das Denken, die Welt ist auf
den Kopf gestellt. Durch die Geschichten anderer versucht er, seine
eigenen Gefühle zu verstehen. Er will herausfinden, wie das Morgen
für ihn aussehen wird – und der Tag danach. Er empfindet Trauer, aber
auch Hoffnung – den Wunsch, sich nicht von der Welt zurückzuziehen,
sondern sein Leben wieder bejahend in den Griff zu bekommen. Kann es
sein, dass der Hass doch irgendwann auftaucht und er auf Rache sinnen
wird? Oder kann er das Leben wieder positiv gestalten? Wie geht man
mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Macht es dabei einen
Unterschied, ob der Tod gewaltsam herbeigeführt wurde?
Um auf seine Fragen Antworten zu bekommen, trifft Antoine Leiris
Betroffene, die selbst einen Terroranschlag überlebt haben,
Hinterbliebene und große Denker. Und jeder hat seine eigene
Geschichte zu erzählen, seine Last zu tragen und seinen eigenen Weg
zurück ins Leben.
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