- 13.11.2017, 10:32:01
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Gründungstag der Ersten Republik - Kanzler Kern: Politik unserer Vorfahren im Sinne eines gerechten Österreichs fortsetzen
Sozialdemokratie gedenkt der Gründung der Ersten Republik vor 99 Jahren
Utl.: Sozialdemokratie gedenkt der Gründung der Ersten Republik vor
99 Jahren =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Jahrestags der Ausrufung der Ersten
Republik am 12. November 1918 haben heute, Montag,
SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Klubobmann, Bundeskanzler Christian
Kern und der Wiener Bürgermeister Michael Häupl einen Kranz am
Republik-Denkmal in Wien niedergelegt. Gemeinsam mit weiteren
hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Sozialdemokratie
gedachten sie der Gründung der Ersten Republik und den Anfängen der
parlamentarischen Demokratie in Österreich. Kern erinnerte an die
Kämpfe, die Victor Adler für Presse- und Versammlungsfreiheit
ausgefochten hatte, an Ferdinand Hanusch, der den modernen
Sozialstaat aufbaute und an Jakob Reumann, den Vorreiter der
Erfolgsgeschichte des „Roten Wien“. „Gemeinsam war ihnen das
Anliegen, die Lebensverhältnisse der Menschen konkret zu verbessern
und die Gesellschaft besser zu machen“, betonte der Kanzler.
„Erinnern wir uns daran, was uns unsere Vorfahren hinterlassen haben
und setzen wir ihre Politik im Sinne eines gerechten Österreichs
fort“, so der SPÖ-Vorsitzende. ****
Zum bevorstehenden Regierungswechsel sagte Kern unter Applaus, dass
„wir uns diesem Umbruch zu stellen haben. Wir müssen ihn nutzen, um
unsere Politik zuzuspitzen und uns neu zu formieren“. Das habe sowohl
im Parlament zu geschehen als auch über Bündnisse und Plattformen, in
die sich auch die Zivilgesellschaft einbringen „und ein Stück des
Weges mit uns gemeinsam gehen“ soll. Es gehe jetzt um eine
Auseinandersetzung gegensätzlicher Weltbilder: „Aalglattes Marketing
gegen die gerechte Modernisierung Österreichs.“ Man sehe bei den
Koalitionsverhandlungen schon, dass der Sozialstaat in Gefahr sei.
„Wir nehmen das nicht hin“, betonte Kern. Auch jenen, die gegen Wien
polemisieren, sei entschieden entgegenzutreten.
Zum Gedenken an die Gründung der Ersten Republik betonte Häupl: "Wir
müssen die sozialen Verhältnisse in der Republik stabil halten, denn
wir wissen: Armut frisst Demokratie, das ist weltweit zu beobachten",
so der Wiener Bürgermeister in Richtung derer, die etwa die
Mindestsicherung als Almosen statt als wichtige Säule der Armuts- und
Kriminalitätsbekämpfung betrachten. "Wer die Demokratie nachhaltig
sichern will, muss auf gerechte Verteilung und soziale Gerechtigkeit
setzen", so Häupl.
Neben Kanzler Kern und Bürgermeister Häupl gedachten Frauen- und
Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, Sozialminister Alois
Stöger, Kanzleramtsminister Thomas Drozda, Bildungsministerin Sonja
Hammerschmid, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried,
Staatssekretärin Muna Duzdar, die SPÖ-BundesgeschäftsführerInnen
Andrea Brunner und Christoph Matznetter, gf. SPÖ-Klubobmann Andreas
Schieder, JG-Vorsitzende Katharina Kucharowits sowie
Nationalratsabgeordnete des Gründungstags der Ersten Republik.
Die Wiener SPÖ war unter anderem durch die Stadträtinnen Renate
Brauner und Sandra Frauenberger, die Stadträte Jürgen Czernohorszky,
Michael Ludwig und Andreas Mailath-Pokorny sowie
Landesparteisekretärin Sybille Straubinger vertreten. Der Wiener
PVÖ-Präsident Rudolf Edlinger und Bundesminister a.D., BSO-Präsident
Rudolf Hundstorfer nahmen ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teil.
Mit der Ausrufung der Republik am 12. November 1918 in Österreich
wurde die Monarchie endgültig abgeschafft. Der Sozialdemokrat Karl
Renner übernahm als Staatskanzler die Bildung der ersten Regierung
der neuen Republik. Als Republik „Deutsch-Österreich“ wurde der neu
gegründete Staat eine parlamentarische Demokratie. Die Strukturen,
die in der Folge geschaffen wurden, sind für Österreich bis heute
prägend.
Das Denkmal der Republik wurde 1928 zum zehnten Jahrestag der
Republik eingeweiht. Es besteht aus Büsten des ersten
sozialdemokratischen Bürgermeisters von Wien Jakob Reumann, des
Begründers der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Victor Adler und
des ersten sozialdemokratischen Ministers für soziale Verwaltung
Ferdinand Hanusch. Im Zuge der Ausschaltung der Republik wurde es
1934 durch die Austrofaschisten entfernt, seit 1948 befindet es sich
wieder an seinem Standort am Dr.-Karl-Renner-Ring zwischen
Parlamentsgebäude und Palais Epstein.
SERVICE: Fotos von der Gedenkveranstaltung stehen in Kürze auf der
Flickr-Seite der SPÖ unter
https://www.flickr.com/photos/sozialdemokratie/albums zum Download
zur Verfügung. (Schluss) bj/sc
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