Gründungstag der Ersten Republik - Kanzler Kern: Politik unserer Vorfahren im Sinne eines gerechten Österreichs fortsetzen

Sozialdemokratie gedenkt der Gründung der Ersten Republik vor 99 Jahren

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Jahrestags der Ausrufung der Ersten Republik am 12. November 1918 haben heute, Montag, SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Klubobmann, Bundeskanzler Christian Kern und der Wiener Bürgermeister Michael Häupl einen Kranz am Republik-Denkmal in Wien niedergelegt. Gemeinsam mit weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Sozialdemokratie gedachten sie der Gründung der Ersten Republik und den Anfängen der parlamentarischen Demokratie in Österreich. Kern erinnerte an die Kämpfe, die Victor Adler für Presse- und Versammlungsfreiheit ausgefochten hatte, an Ferdinand Hanusch, der den modernen Sozialstaat aufbaute und an Jakob Reumann, den Vorreiter der Erfolgsgeschichte des „Roten Wien“. „Gemeinsam war ihnen das Anliegen, die Lebensverhältnisse der Menschen konkret zu verbessern und die Gesellschaft besser zu machen“, betonte der Kanzler. „Erinnern wir uns daran, was uns unsere Vorfahren hinterlassen haben und setzen wir ihre Politik im Sinne eines gerechten Österreichs fort“, so der SPÖ-Vorsitzende. ****

Zum bevorstehenden Regierungswechsel sagte Kern unter Applaus, dass „wir uns diesem Umbruch zu stellen haben. Wir müssen ihn nutzen, um unsere Politik zuzuspitzen und uns neu zu formieren“. Das habe sowohl im Parlament zu geschehen als auch über Bündnisse und Plattformen, in die sich auch die Zivilgesellschaft einbringen „und ein Stück des Weges mit uns gemeinsam gehen“ soll. Es gehe jetzt um eine Auseinandersetzung gegensätzlicher Weltbilder: „Aalglattes Marketing gegen die gerechte Modernisierung Österreichs.“ Man sehe bei den Koalitionsverhandlungen schon, dass der Sozialstaat in Gefahr sei. „Wir nehmen das nicht hin“, betonte Kern. Auch jenen, die gegen Wien polemisieren, sei entschieden entgegenzutreten.

Zum Gedenken an die Gründung der Ersten Republik betonte Häupl: "Wir müssen die sozialen Verhältnisse in der Republik stabil halten, denn wir wissen: Armut frisst Demokratie, das ist weltweit zu beobachten", so der Wiener Bürgermeister in Richtung derer, die etwa die Mindestsicherung als Almosen statt als wichtige Säule der Armuts- und Kriminalitätsbekämpfung betrachten. "Wer die Demokratie nachhaltig sichern will, muss auf gerechte Verteilung und soziale Gerechtigkeit setzen", so Häupl.

Neben Kanzler Kern und Bürgermeister Häupl gedachten Frauen- und Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, Sozialminister Alois Stöger, Kanzleramtsminister Thomas Drozda, Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Staatssekretärin Muna Duzdar, die SPÖ-BundesgeschäftsführerInnen Andrea Brunner und Christoph Matznetter, gf. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, JG-Vorsitzende Katharina Kucharowits sowie Nationalratsabgeordnete des Gründungstags der Ersten Republik.

Die Wiener SPÖ war unter anderem durch die Stadträtinnen Renate Brauner und Sandra Frauenberger, die Stadträte Jürgen Czernohorszky, Michael Ludwig und Andreas Mailath-Pokorny sowie Landesparteisekretärin Sybille Straubinger vertreten. Der Wiener PVÖ-Präsident Rudolf Edlinger und Bundesminister a.D., BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer nahmen ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teil.

Mit der Ausrufung der Republik am 12. November 1918 in Österreich wurde die Monarchie endgültig abgeschafft. Der Sozialdemokrat Karl Renner übernahm als Staatskanzler die Bildung der ersten Regierung der neuen Republik. Als Republik „Deutsch-Österreich“ wurde der neu gegründete Staat eine parlamentarische Demokratie. Die Strukturen, die in der Folge geschaffen wurden, sind für Österreich bis heute prägend.

Das Denkmal der Republik wurde 1928 zum zehnten Jahrestag der Republik eingeweiht. Es besteht aus Büsten des ersten sozialdemokratischen Bürgermeisters von Wien Jakob Reumann, des Begründers der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Victor Adler und des ersten sozialdemokratischen Ministers für soziale Verwaltung Ferdinand Hanusch. Im Zuge der Ausschaltung der Republik wurde es 1934 durch die Austrofaschisten entfernt, seit 1948 befindet es sich wieder an seinem Standort am Dr.-Karl-Renner-Ring zwischen Parlamentsgebäude und Palais Epstein.

SERVICE: Fotos von der Gedenkveranstaltung stehen in Kürze auf der Flickr-Seite der SPÖ unter
https://www.flickr.com/photos/sozialdemokratie/albums zum Download
zur Verfügung. (Schluss) bj/sc

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