„Thema“ am 13. November: Intersexualität – die dritte Option

Außerdem: #metoo – Macht und Sexismus in der Arbeitswelt

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 13. November 2017, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Intersexualität – die dritte Option

Luan Pertl heißt erst seit Anfang dieses Jahres so. Davor war ihr Vorname Karin. Eine Frau war Pertl deshalb aber nicht. Luan Pertl wurde ohne eindeutiges Geschlecht geboren, wie jährlich 20 bis 25 Menschen in Österreich. „Ich bin die dritte Option“, sagt Luan Pertl. Dass dieses „dritte Geschlecht“ amtlich wird, dafür hat sich diese Woche das deutsche Bundesverfassungsgericht ausgesprochen. Auch beim österreichischen Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof liegt eine Klage auf Anerkennung der dritten Option. Geklagt hat Alex Jürgen, unterstützt von seinem Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda. Die Entscheidung in Deutschland sehen sie für Österreich als wegweisend an. Eva Kordesch berichtet.

Stiwoll zwischen Angst und Alltag

An manchen Tagen verkauft der Wirt kein einziges Essen. Die Straßen sind leer. Auch zwei Wochen nach dem Doppelmord herrscht Angst in der kleinen Gemeinde Stiwoll. Denn Friedrich F. ist noch immer nicht gefasst – und vermutlich bewaffnet. Selbst im 20 Kilometer entfernten Graz fürchtet man, dass er noch einmal zum Mörder wird. Ein in die Causa involvierter Anwalt steht unter Polizeischutz. Die Justiz äußert sich nur noch schriftlich zum Fall Friedrich F. „Er ist auf der Flucht, nicht auf der Jagd“, versucht ein Profiler der Polizei im „Thema“-Interview zu beruhigen. Martin Steiner und Christoph Seibel berichten über die neue Taktik der Ermittler und den Versuch der Dorfbewohner, wieder Alltag zuzulassen.

#metoo – Macht und Sexismus in der Arbeitswelt

Der Sexismus-Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hat eine Welle der Solidarität ins Rollen gebracht. Unter #metoo berichten Frauen in den sozialen Netzwerken weltweit über ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen. Sarah T. ist eine von ihnen. Die Studentin wurde von einem inzwischen verurteilten Universitätsprofessor massiv bedrängt. „Er hat immer gesagt, es kann ihm sowieso nix passieren, weil er Beamter ist. Er hat seine Machtposition einfach ausgenützt.“ Viele Männer sind verunsichert: Wo liegen die Grenzen? Ist der Umgang mit Frauen und mit Macht auch eine Generationenfrage? Christoph Bendas und Marie Salzmann berichten.

Burkabann und Schalverbot – wie wirkt das Anti-Verhüllungsgesetz?

„Ich bin froh, dass der Gesetzgeber endlich das gefährliche Potenzial von Clowns wie mir erkannt hat“, lacht Klaus Werner-Lobo. Der Clown und Aktivist hat mit Hunderten Verkleideten gegen das Gesetz demonstriert, als es Anfang Oktober in Kraft getreten ist. Tatsächlich waren Clowns und Schalträgerinnen die ersten, die von der Polizei kontrolliert wurden. Das „Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz“ soll die Integration und das friedliche Zusammenleben fördern. Was bedeutet es für muslimische Frauen? Carla Amina Baghajati von der Islamischen Glaubensgemeinschaft sieht sowohl den Gesichtsschleier als auch die „Zwangsbefreiung“ davon kritisch: „Ein Mann, der seine Frau zum Niqab zwingt, wird nur sagen: Liebe Frau, Gott prüft deinen Glauben – du wirst ab jetzt das Haus nicht mehr verlassen.“ Christoph Feurstein und Andrea Poschmaier fragen nach: Wie wirkt das „Burkaverbot“?

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