Kulturkongress, 13./14.November, Diplomatische Akademie Wien "1968 - was ist geblieben"

Korrektur zu OTS_20171102_OTS0007

Wien (OTS) - Der 22. Wiener Kulturkongress der Österreichischen Kulturvereinigung (www.kulturvereinigung.at)  widmet sich dem Thema „1968 – was ist geblieben?“

Für das ominöse Jahr 1968 hat Ernst Hanisch eine treffende Einschätzung abgegeben: "Wie immer man „1968“ auch interpretiert: Es war mehr als nur ein Beistrich in der Geschichte. Es war zumindest ein Satz". 

Das Jahr 1968 steht als Chiffre für Auslöser späterer Prozesse, die enorme Veränderungen in den Gesellschaften zahlreicher Länder, nicht zuletzt in der österreichischen Gesellschaft  bewirkte. Die Chiffre steht für einen Protest und für Forderungen nach gesellschaftlichen Neuerungen, die sich über mehrere Jahre erstreckten. Bedeutend ist "1968" aber auch dadurch, dass es eine Europäisierung nach Österreich brachte. Anton Pelinka etwa weist darauf hin, dass die Studentenbewegung der sechziger Jahre in Österreich besonders verfestigte Strukturen vorgefunden hatte und zur  Vorbotin einer neuen Beweglichkeit, aber auch der Zersplitterung des Parteiensystems wurde. „Ideologisierung“ führte in der Folge zur „Säkularisierung“: Die Sekundärwirkungen der Studentenbewegung wurden wichtiger als ihre primären Folgen...

Auf dem  Kongress wollen wir die  Auswirkungen in  den wichtigsten Bereichen der Gesellschaft untersuchen und näher beleuchten. Der Kongress beginnt am 13.November um 18.30 mit einem Festvortrag von BM a.D. Heinrich Neisser, der als ehemaliges Regierungsmitglied die Perspektive im Lichte der damaligen Regierungspolitik darstellen wird. Am 14.November finden ab 9.00 Uhr vier Panels mit anschließender Diskussion statt: Panel I: „Entwicklungen in Österreich“ unter der Moderation von Michael Dippelreiter und mit Referaten von Helmut Konrad (Was tat sich in Österreich?) und Rudolf Bretschneider (Der Wandel in der politischen Kultur), gefolgt von Panel II: „Bildung“ unter der Moderation von Maria Dippelreiter und mit den Referenten Ernst Bruckmüller (Institutsvertretungen – die österreichische Realität: 1968 – eine konservative Revolte?) und Werner Lenz (Von Emanzipation zur Investition: Über Bildung, ihren Wert und ihren Preis). Um 14.00 beginnt Panel III: „Frauen“ unter der Moderation von Marcus Bergmann und mit den Referentinnen  Irmtraut Karlsson (Von „Sexualität ist nicht pervers“ bis zum „1.Wiener Kinderkollektiv“. 68er verändern das Frauenleben in Österreich) und Maria Mesner (Alles neu macht der Mai? Die Geschlechterverhältnisse und die Frauenbewegung), gefolgt von Panel IV „Bürgergesellschaft und öffentliche Meinung“ unter der Moderation von Andreas Wenninger und mit den Referenten Michael Gehler (1968: Desintegration – Entwicklungen in Europa), Helmut Strobl (Die Avantgarde in Kunst und Kultur und ihre Förderer) und Peter Pawlowsky (Auch das Christentum verändert sich).  

 Der Eintritt ist frei, aus Sicherheitsgründen wird jedoch um Anmeldung gebeten: office@kulturvereinigung.at

Wr. Kulturkongress "1968 - was ist geblieben?"

Beginnzeiten:
13. November 18.30 Uhr
14. November 09.00 Uhr

Datum: 13.11.2017, 18:30 Uhr

Ort: Diplomatische Akademie
Favoritenstraße 15a, 1040 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Kulturvereinigung: office@kulturvereinigung.at
Bot. Dr. Christian Prosl: 0699 10 412 800

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001