- 07.11.2017, 10:29:02
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Preisänderungen ab 1.1.2018: 365-Euro-Jahreskarte bleibt
Erste Änderung seit mehr als drei Jahren: mehr Investitionen und Angebot
Utl.: Erste Änderung seit mehr als drei Jahren: mehr Investitionen
und Angebot =
Wien (OTS) - Die Wiener Linien investieren Jahr für Jahr hunderte
Millionen Euro in den Ausbau des Öffi-Angebots in Wien. Mit den
Verbesserungen steigen auch die laufenden Betriebskosten. Ab 1.1.2018
kommt es deshalb zu Preisänderungen beim Ticketangebot. Dadurch
sollen die Ticketerlöse um rund 3,7 Prozent gesteigert werden. Mit
der Preisänderung wird die hohe Qualität von U-Bahn, Bim und Bus
gesichert. Unberührt von der Tarifautomatik bleiben die
365-Euro-Jahreskarte, das Top-Jugendticket und Jugendticket für
SchülerInnen und Lehrlinge sowie der Preis für die Semestertickets
für Studierende beim Online-Kauf.
Seit der letzten Preisänderung im Jahr 2014 haben die Wiener Linien
den Öffi-Ausbau für ihre Fahrgäste stark vorangetrieben: Von der
Verlängerung der U1 nach Oberlaa, der kontinuierliche Erneuerung des
Fuhrparks mit modernen Zügen und Bussen, über die laufende
U4-Modernisierung bis zu Intervallverdichtungen auf zahlreichen
Linien und den neuen Sicherheits- und ServicemitarbeiterInnen. „Das
Wiener Öffi-Angebot wächst seit Jahren kontinuierlich. Das
Preis-Leistungsverhältnis bleibt eines der attraktivsten in ganz
Europa“, so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. Allein
in diesem Jahr investierten die Wiener Linien rund 413 Millionen Euro
in die weitere Verbesserung des öffentlichen Verkehrs.
Wiener Öffi-Netz mit europaweit bestem
Preis-Leistungsverhältnis
Seit der Einführung der 365-Euro-Jahreskarte im Jahr 2012 stiegen
sowohl die Verkaufs- als auch die Fahrgastzahlen stark an.
Mittlerweile nutzen rund 760.000 KundInnen die Jahreskarte um einen
Euro pro Tag und damit doppelt so viele als zum Zeitpunkt der
Preissenkung. Der Preis der 365-Euro-Jahreskarte bleibt nach dem
1.1.2018 gleich. Und auch andere Vielfahrer-Tickets, wie z.B. die
Semesterkarte (bei Online-Kauf), bleiben unverändert.
Im europäischen Vergleich gehört Wien weiterhin zu den Städten mit
dem günstigsten Jahreskartenpreis: im Durchschnitt kostet eine
Jahreskarte rund 780 Euro, in Wien weniger als die Hälfte. In
Städten, die mit Wien vergleichbar sind, wie z.B. Hamburg (606 Euro)
oder München (741 Euro), ist die Jahreskarte deutlich teurer. In
Amsterdam kostet das Jahresticket 920 Euro.
Jahreskarte bei monatlicher Abbuchung unter Preisniveau von
2002
Der Jahreskarten-Tarif bei monatlicher Abbuchung erhöht sich künftig
um 1,75 Euro. Damit liegt der Preis trotz des laufend ausgebauten
Öffi-Netzes noch immer unter dem Niveau von 2002. Ein
Einzelfahrschein kostet künftig 20 Cent mehr, der ermäßigte
Einzelfahrschein kostet 10 Cent mehr. Der neue Preis für die
Wochenkarte beträgt 17,10 Euro statt bisher 16,20 Euro.
Der SeniorInnentarif der Jahreskarte wurde letztmals 2007 angehoben.
Für EinmalzahlerInnen der SeniorInnen-Jahreskarte ändert sich der
Preis um 11 Euro, bei monatlicher Abbuchung erhöht sich der Betrag um
rund 1,40 Euro pro Monat.
Neue Tickets im Angebot
Mit den Preisänderungen passen die Wiener Linien auch ihr
Ticketangebot an. Einige Fahrscheine, wie z.B. das 4-Fahrten-Ticket
oder das 90-Minuten-Ticket werden wegen geringer Nachfrage
aufgelassen. Neu im Sortiment ist ab 1.1.2018 ein
2-Fahrten-Fahrschein und ein Einzelfahrschein für SeniorInnen.
Ende des Fahrschein-Verkaufs in Autobussen
Von allen Fahrgästen der Wiener Linien haben lediglich 0,06 Prozent
ihren Fahrschein im Bus gekauft. Zusätzlich ist der Verkauf im Bus
mit hohen Vertriebskosten verbunden und sorgt für Verzögerungen im
Fahrbetrieb. Mit der Einstellung des Fahrscheinverkaufs bei den
BuslenkerInnen kommen die Wiener Linien auch einer Empfehlung des
Stadtrechnungshofs nach.
Anspruchsalter für SeniorInnen: Automatische Anpassung
fortgesetzt
Mit 1.1.2014 wurde in fast allen Verkehrsunternehmen Österreichs das
Anspruchsalter für die SeniorInnen-Ermäßigung bei Einzelfahrschein
und Jahreskarte für Frauen und Männer von 60 auf 61 Jahre angehoben.
Das Anspruchsalter steigt seither automatisch alle zwei Jahre um ein
Lebensjahr: ab 1.1.2018 muss man 63 Jahre alt sein, um ein
Öffi-Ticket mit SeniorInnen-Ermäßigung kaufen zu können.
Schwarzfahren: 105 Euro ab 1. Jänner
Wer beim Schwarzfahren erwischt wird, zahlt ab 1. Jänner 105 Euro.
Bei Bezahlung innerhalb von zwei Wochen beläuft sich die Mehrgebühr
auf 115 Euro. Bisher musste binnen drei Tagen bezahlt werden, sonst
erhöhte sich der Betrag automatisch auf 134 Euro. Damit kommen die
Wiener Linien einer Empfehlung des Stadtrechnungshofs nach.
Mehr Effizienz bringt besseres Angebot für Fahrgäste
Die Wiener Linien setzten in den vergangenen Jahren zahlreiche
Effizienzmaßnahmen in der Verwaltung, in den Werkstätten, im Bau- und
Anlagenmanagement und im betrieblichen Bereich um. Dazu zählt
beispielsweise die Optimierung von Wartungsverträgen für Fahrzeuge,
die Erarbeitung neuer Werkstättenkonzepte bzw. die Optimierung im
Bahnhofsmanagement. „Die uns zur Verfügung stehenden Mittel werden so
effizient wie nur möglich eingesetzt“, so Reinagl. Die gestiegene
Produktivität zeigt sich auch in den Fahrgastzahlen: Während 2010 von
einer bzw. einem MitarbeiterIn noch 104.000 Fahrgäste befördert
wurden, waren es 2016 bereits 112.000 Fahrgäste je MitarbeiterIn.
Insgesamt konnten seit 2001 durchschnittlich rund 35 Millionen Euro
pro Jahr eingespart werden.
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