- 06.11.2017, 12:23:27
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Schnabl/Sidl/Wiesinger: Investitionen in den öffentlichen Verkehr wichtig für Wirtschaftsstandort NÖ
SPÖ NÖ fordert Bekenntnis zu Regional- und Nebenbahnen in Niederösterreich
Utl.: SPÖ NÖ fordert Bekenntnis zu Regional- und Nebenbahnen in
Niederösterreich =
St. Pölten (OTS) - "In den infrastrukturell gut ausgebauten Regionen
in Niederösterreich gibt es eine höhere wirtschaftliche Stabilität
und mehr Betriebsansiedelungen als in anderen Regionen. Es zeigt sich
klar: Dort wo die Verkehrsverbindungen entsprechend gut ausgebaut
sind - wie an der Ost-West-Achse oder im Süden des Landes –
entwickelt sich die Wirtschaft dynamisch und es entstehen
Arbeitsplätze. Deshalb ist die Verkehrsinfrastruktur unseres
Bundeslandes einer der wichtigsten Standortfaktoren", erklärt SPÖ NÖ
Landesparteivorsitzender, Landesrat Franz Schnabl.
Er fordert von der ÖVP-Parteiobfrau Johanna Mikl-Leitner ein klares
Bekenntnis zum Erhalt der Regional- und Nebenbahnen in unserem Land:
„Der ländliche Raum muss zeitgemäß an die Ballungszentren
angeschlossen werden. Die Regionalbahnen sind die Eckpfeiler in den
Regionen unseres Flächenbundeslandes und tragen zentral für eine
positive Entwicklung unseres Bundeslandes bei.“ Schnabl erwartet vom
Land NÖ – wie bereits in anderen Bundesländern wie Oberösterreich und
Steiermark umgesetzt – eine Kostenbeteiligung von 50 Prozent.
Zusätzlich muss das Land NÖ zusätzlich zum Grundangebot des Bundes
notwendige Taktverdichtungen bereitstellen. Dazu müssen
sanierungsbedürftige Bahnhöfe kundenfreundlich gestaltet werden.
Zwt.: Schnellbahnkonzept für schnellere Verbindungen
Das Schnellbahn-Konzept, das es in anderen Bundesländern längst gibt,
sei ein wichtiger Aspekt für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in
Niederösterreich, der bisher nicht berücksichtigt wurde, sagt
Programmkoordinator LAbg. Dr. Günther Sidl, der auf eine Studie
hinweist, die im Auftrag der SPÖ NÖ verfasst wurde: "Zentrale Punkte
sind die Schaffung eines abgestimmten Taktfahrplans, die Verkürzung
der Reisezeiten, die Erhöhung der Geschwindigkeiten durch
Infrastrukturmaßnahmen, der Einsatz moderner Fahrzeuge und das
weitgehende Vermeiden von Umsteigevorgängen." Bei den derzeit
laufenden Programmdiskussionen kristallisiere sich bereits jetzt die
Forderung nach qualitativen, leistungsfähigen und schnellen
Verbindungen in die Regionen heraus – auch die Verlängerung der
U-Bahnen ist im Wiener Umland ein wichtiges Thema. Als regionaler
Abgeordneter des Bezirkes Melk betont er: „Die Bahn ist ein zentraler
Lebensnerv für unseren Bezirk. St. Pölten, Linz oder Wien müssen
schneller erreichbar werden. Das würde große Vorteile für die
Menschen in den Regionen bringen. Daher ist eine
Schnellzug-Haltestelle in Pöchlarn eine große Notwendigkeit. Bei der
wäre auch das Erlauftal gut eingebunden."
Zwt.: Ausbau der Franz-Josefsbahn im Waldviertel
Josef Wiesinger, SPÖ-Bezirksvorsitzender im Bezirk Horn nennt die
Franz-Josefsbahn als vorrangiges Projekt für das Wald- und
Weinviertel. „Die Probleme liegen derzeit im nicht durchgehenden
zweigleisigen Ausbau, im Fehlen eines attraktiven Taktverkehrs und
langer Fahrzeiten“, erklärt Wiesinger, der Modernisierungs- und
Baumaßnahmen fordert, um die Fahrzeiten zwischen Gmünd und Wien zu
reduzieren, dazu muss ein durchgehender und konsequenter Taktverkehr
geschaffen werden.
Wiesinger freut sich, dass aufgrund einer SPÖ-Forderung im
Waldviertel ab dem 10. Dezember, dem Fahrplanwechsel, eine
Frühverbindung zwischen Gmünd und Wien – unter zwei Stunden Fahrzeit
– ermöglicht wurde. „Aber die Führung zusätzlicher Züge während der
Pendler-Stoßzeiten am Abend und eine Verlängerung der Züge, die bis
jetzt von Wien nach Sigmundsherberg geführt werden, bis Gmünd sind
weiterhin notwendig. Die Franz-Josefs-Bahn attraktiver zu machen ist
ein entscheidender Schritt für das Waldviertel aber auch für ganz
Niederösterreich“, sagt Wiesinger. Er fordert auch eine Anbindung
Horns an die Franz-Josefsbahn, um die Fahrzeit zwischen Horn und Wien
zu verkürzen: „Mit einer Schienenschleife, einem etwa drei Kilometer
langen Verbindungsstück zwischen Franz-Josefsbahn und Kamptalbahn
sowie minimalen Streckenbegradigungen wäre es möglich, ohne Umsteigen
innerhalb einer Stunde von Horn nach Wien zu kommen.“
Zwt.: Für ein wirtschaftlich starkes Niederösterreich
„Unser Land hat extrem gute Chancen und ein Riesenpotenzial, gute und
sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Denn die Menschen wollen gute
Jobs, von denen sie und ihre Familien leben können – geringe
Wachstumssteigerungen bedingen, dass keine neuen Jobs geschaffen
werden können und Jobs sogar verloren gehen“, erklärt Schnabl, der
aus einer Top-Position in der Wirtschaft in die Politik wechselte:
„Es ist mir wichtig, den Wirtschaftsstandort Österreich und
Niederösterreich auf hohem Niveau und mit starker Konkurrenzfähigkeit
zu wissen. Dafür werde ich mein Know-how, das ich auf internationaler
Ebene erworben habe, einsetzen. Noch fehlt es Niederösterreich an
Tempo, aber ich bin sicher, dass alle Parteien in Niederösterreich
mit uns gemeinsam für ein besseres, lebenswerteres und
wirtschaftliches starkes Niederösterreich arbeiten werden!“
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