- 26.10.2017, 10:00:16
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"trend": Voest-Chef Eder hofft auf höheres Niveau der Politik
Voestalpine-CEO Wolfgang Eder hält Senkung der Abgabenquote auf unter 40 Prozent für darstellbar und fordert eine konservative Budgetpolitik.
Utl.: Voestalpine-CEO Wolfgang Eder hält Senkung der Abgabenquote
auf unter 40 Prozent für darstellbar und fordert eine
konservative Budgetpolitik. =
Wien (OTS) - Voestalpine-Chef Wolfgang Eder wünscht sich von der
nächsten Regierung die Festlegung auf eine Standort-Agenda, wie er im
Interview in der am Freitag erscheinenden Ausgabe des
Wirtschaftsmagazins "trend" sagt: "Wobei klar sein muss, das macht
nur Sinn, wenn die Ergebnisse auch umgesetzt werden - das ist in
Österreich ja nicht so selbstverständlich." Ganz oben auf Eders
Wunschliste steht das Bildungssystem. Er beklagt, dass manche
Politiker nicht einmal "den Unterschied zwischen Ganztags- und
Gesamtschule kennen. Ich hoffe, wir kommen da auf ein anderes
Niveau." Alleine um die bestehenden Wissensdefizite von jungen Leuten
wettzumachen, braucht es laut Eder eine Schülergeneration, um das
Gesamtsystem zu reparieren, zwei bis drei Schülergenerationen.
Das Ziel, die Abgabenquote in der nächsten Legislaturperiode auf
unter 40 Prozent zu senken, hält Eder für "nicht überambitioniert,
sondern durchaus darstellbar". Vor allem die Sozialpartner müssten
sich endlich bewegen. "Sie werden sich ihre künftige Rolle überlegen
müssen, anstatt im Verständnis der 60er-, 70er- und 80er-Jahre
weiterzumachen. Die Sozialpartner verwalten in hohem Maße Aufgaben,
die heute so gar nicht mehr bestehen."
Eder beklagt in dem Gespräch mit dem "trend" auch, dass der
österreichische Staat die Nullzinsphase viel stärker zur Entschuldung
nutzen hätte müssen: "Das war offenbar politisch nicht opportun." Und
er warnt: "Wir werden ein dauerhaftes Ansteigen der
Staatsverschuldung nicht akzeptieren können." Budgets müssten
konservativ erstellt werden. Mehr leisten solle sich die
Volkswirtschaft nur, wenn es dann doch besser kommt. "Bisher galt in
Österreich immer: Wir leisten uns in jedem Fall mehr, im Zweifel
lassen sich ja die Steuern erhöhen - oder neue einführen.“
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