• 16.10.2017, 10:36:22
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54. Welldone Lounge: Wegweisend

Bei der 54. Welldone Lounge wurde intensiv über das
komplexe Thema Patientensicherheit diskutiert.

Wien (OTS) - Zahlreiche prominente Gäste aus Gesundheit, Wirtschaft
und Politik folgten am Donnerstag der Einladung der Welldone Werbung
& PR GmbH zur bereits 54. Welldone Lounge, die unter dem Motto
„Wegweisend“ das brandaktuelle Thema Patientensicherheit aufgriff.
Den Rahmen bildete das Gartenpalais des Palais Liechtenstein.
Welldone-Geschäftsführer Robert Riedl und Mag. Hanns Kratzer,
Geschäftsführer der PERI Consulting GmbH, freuten sich, gleich vier
hochkarätige Sprecher für Impulsreferate begrüßen zu können: Der
Präsident des Vereins zur Förderung von Forschung Wissenschaft
(vfwf), Uni.-Prof. Dr. Klaus Markstaller, vfwf-Vizepräsident
Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, MedUni-Wien-Rektor Univ.-Prof. Dr.
Markus Müller und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Buchberger, Medizinischer
Direktor der Tirol Kliniken GmbH, boten perspektivische Einblicke in
das komplexe Thema, erläuterten die Bedeutung von
fächerübergreifenden Zugängen und sprachen über Initiativen zur
Steigerung der Patientensicherheit.

„Ohne Innovation und Forschung kann es in der Medizin keinen
Fortschritt geben. Die zukunftsorientierte Lehre und
Forschungsmethoden des vfwf sorgen dafür, dass der Patient besser,
schneller und kompetenter behandelt werden kann“, sagte Mag. Hanns
Kratzer, Geschäftsführer der PERI Consulting, in seiner Begrüßung.
Dass gleich vier Experten für die 54. Welldone Lounge gewonnen werden
konnten, freue ihn besonders, so Kratzer weiter: „Das Erfolgsrezept
des vfwf ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller
medizinischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialpolitischen
Fachdisziplinen. Als Dienstleister im Gesundheitssystem und als
Plattform der Interaktion ist es uns natürlich eine große Freude, so
hochrangige Speaker begrüßen zu können“, sagte Kratzer.

Aus Sicht von vfwf-Präsident Univ.-Prof. Dr. Klaus Markstaller ist
einer der vielversprechendsten Ansatzpunkte im Hinblick auf
Patientensicherheit speziell im Krankenhausalltag „die Orientierung
an Instrumenten und Erfahrungen, wie sie in so genannten ‚High
Reliability Organisations‘ (HROs), etwa in der militärischen und
zivilen Luftfahrt, schon seit längerem üblich sind“, betonte
Markstaller. Diese Ansätze müssen für Gesundheitseinrichtungen
adaptiert und klinisch nutzbar gemacht werden. Aber auch
Interdisziplinarität im perioperativen Prozess werde zunehmend
wichtig. Markstaller: „Wir stehen hier vor einem massiven
Konzeptwandel. Chirurgen und Anästhesisten agieren zunehmen als
Partner mit dem Ziel, die Versorgungs- und Betreuungssituation von
Patienten zu verbessern.“
„Wir können mit Stolz auf die Entwicklungen der letzten Jahre
zurückblicken“, betonte Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der
Medizinischen Universität Wien, in seinem Statement. Die Initiativen
des vfwf und die Leistungen der MedUni Wien sowie des AKH Wien müssen
einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, ein Anliegen,
das er in seiner Funktion als Rektor nur zu gerne unterstütze, so
Müller. Für ihn bietet der vfwf „ein perfektes Instrument und
Bindeglied, um die seit Anfang 2016 neu konzipierte Zusammenarbeit
zwischen der MedUni Wien und dem AKH im Sinne einer Renaissance der
Wiener Medizinischen Schule zu unterstützen“, führte Müller weiter
aus.

Eine besondere Herausforderung sei dabei das
Schnittstellenmanagement, ergänzte vfwf-Vizepräsident Univ.-Prof. Dr.
Michael Gnant: „Der vfwf erfüllt dabei die Funktion eines Takt- und
Impulsgebers und treibt Innovationen durch konkrete Projekte voran“,
so Gnant. Das größte Risiko für die postoperative Patientensicherheit
bestehe beim ungeplanten Rück-Transfer von Normalbettenstationen auf
Intensivstationen, erläuterte Gnant die Problematik. Der vfwf
begleitet zu diesem Thema ein klinisch-wissenschaftliches Projekt zur
Implementierung von Medical Emergency Teams (METs) im perioperativen
Bereich des Wiener AKH, um bei drohenden postoperativen
Komplikationen frühzeitig eine Intervention zu erlauben und eine
Wiederaufnahme auf eine Intensivstation zu vermeiden.

Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Managementsystems
eines Gesundheitsunternehmens, unterstrich Univ.-Prof. Dr. Wolfgang
Buchberger: „Ein Krankenhaus ist ein Hochrisikounternehmen. Wir
müssen Risiken im Zusammenhang mit dem Behandlungsprozess
systematisch erfassen, bewerten und gezielte Maßnahmen zur
Risikoreduktion setzen. Klinisches Risikomanagement muss strategisch
verankert sein und aus aufeinander abgestimmten, systematischen,
integrierten Maßnahmen bestehen“. Tirol Kliniken hat über 150
Risikomanager aus verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet, die
bekannte Risiken ständig überwachen und Meldungen aus dem
elektronischen Fehlermeldesystem bearbeiten. Darüber hinaus erfolgt
alle fünf Jahre ein Risikoassessment aller Abteilungen durch externe
Experten. Durch diese Kombination von Maßnahmen ist es gelungen, die
Anzahl der Schadensfälle in den letzten sieben Jahren um 70 Prozent
zu reduzieren. .
Die vier Vorträge boten nicht nur interessante und innovative
Einblicke, sondern sorgten im Anschluss auch für angeregte
Diskussionen unter den Gästen der 54. Welldone Lounge.

Mit dem Welldone-Team und der PERI-Group diskutierten u.a.:

Mag. pharm. Martina Anditsch, AKH Wien
Priv.-Doz. Dr. Martin Andreas, MBA, Universitätsklinik für Chirurgie
Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, Medizinische Universität Wien
Prof. Robert Fischer, Karl-Landsteiner-Gesellschaft
Martin Fuchs, Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Mag. Alexander Hagenauer, Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger
Mag. Claudia Handl, Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H.
Ing. Andreas Kronberger, Actelion Pharmaceuticals Austria GmbH
Univ.-Prof. Dr. Günther Laufer, AKH Wien
Miroslaw Lubecki, MBA, AOP Orphan
Sebastian Mörth, Daiichi Sankyo Austria GmbH
OAR Otto Müller, GF VAMED-KMB
Mag. Jan Pazourek, Direktor NÖGKK
Elham Pedram, Gilead Sciences GesmbH
Prim. Univ.-Prof. Dr. Erich Pohanka, Österreichische Gesellschaft für
Nephrologie
Dr. Michael Pohl, AstraZeneca Österreich GmbH
Mag. Ingo Raimon, GF AbbVie GmbH
Mag. Barbara Rapatz, Panaceo International Active Mineral Production
GmbH
Mag. Martin Schaffenrath, stv. Verbandsvorsitzender, Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hannes Stockinger, Österreichische
Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie
Dr. Sylvia Unterdorfer, Österreichischer Rundfunk
Prof. Helmut Vierstein, Präsident der Österreichischen
Pharmazeutischen Gesellschaft
Georg Wager, MBA, General Manager Eisai GesmbH
Wolfgang Wagner, APA
DI Dr. Christa Wirthumer-Hoche, AGES
Univ.-Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger, Präsidentin des
Berufsverbands der Österreichischen PsychologInnen

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