Referent der ÖH-Uni Wien erhält Morddrohungen nach Einladung zu Lesung

Antifaschistisches Engagement im Hinblick auf wahrscheinliche rechts-außen Regierung wichtiger denn je

Wien (OTS) - Am Montag, dem 16.Oktober, um 20:15 wird Sören Kohlhuber auf Einladung der ÖH Uni Wien aus seinem Buch „Retrofieber“ lesen. Auf Twitter wird nach Ankündigung seines Vortrages sein Leben mit den Worten 'Zieh dir am besten eine schusssichere Weste an' bedroht. "Das sehen wir als unverhohlene Morddrohung gegen unseren Referenten.“, so Lena Köhler (GRAS) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. „Auffallend ist dabei, dass der RFS durch Markus Ripfl erst wenige Tage zuvor in Form einer Presseaussendung gegen eine weitere Veranstaltung mit Sören Kohlhuber, im Rahmen der kritischen Einführungstage an der Uni Wien, mobil gemacht hat.“

Sören Kohlhuber, Journalist und Rechtsextremismusexperte, dokumentiert regelmäßig rechte Aufmärsche in Deutschland und Europa. In seinem Buch „Retrofieber“ präsentiert er die Erlebnisse und Erfahrungen, die er im Zuge seiner Recherchen zur rechtsextremen Szene gesammelt hat.Das Wording des Tweets, in dem "Linke" als "Untermenschen" bezeichnet werden, verweist ganz klar auf die menschenfeindliche Ideologie der Rechtsextremen. "Untermensch ist ein rassistischer Begriff, der zu Zeiten des Nationalsozialismus Hochkonjunktur hatte“, analysiert Sandra Velebit (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

„Wir nehmen die Drohung gegen unseren Referenten sehr ernst.“ so Frederike Schuh (KSV-LiLi). „Morddrohungen gegen Journalist_innen sind Indikatoren für das Bedürfnis, Kritik an allem, was konservative oder völkische Ideen in Frage stellt, zu unterdrücken.“

Die ÖH Uni Wien wird sich davon nicht einschüchtern lassen: "Die Veranstaltung wird natürlich stattfinden. Einmal mehr beweist sich, wie wichtig antifaschistisches Engagement ist - nicht zuletzt im Hinblick auf die kommenden Nationalratswahlen und die drohende, stark rechts ausgerichtete Regierung.“, so das Vorsitzteam abschließend.

Die ÖH Uni Wien hofft auf einen regen Besuch der Veranstaltung, auch um Solidarität mit dem Referenten zu zeigen, der nicht zum ersten Mal Zielscheibe rechtsextremer Drohungen wird.

Der Ort der Veranstaltung wird aus Sicherheitsgründen erst kurzfristig über Facebook bekannt gegeben werden.

Facebook-Link zur Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/122488731800985/?hc_location=ufi

Rückfragen & Kontakt:

ÖH Uni Wien - Referat für Öffentlichkeitsarbeit
+43 (0) 676 90 25 332
presse@oeh.univie.ac.at
http://www.oeh.univie.ac.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OHW0001