Rendi Wagner: Wir wollen keine 60 Jahre mehr warten – Lohnschere jetzt schließen!

Frauen in Österreich arbeiten 80 Tage im Jahr “gratis“ – Equal Pay Day am 13. Oktober

Wien (OTS) - Am Freitag, den 13. Oktober, wird in Österreich der Equal Pay Day begangen. Das ist jener Tag, an dem Männer bereits das Einkommen erreicht haben, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. Frauen arbeiten somit 80 Tage "gratis". Laut jüngsten Studien bekommen Frauen in Österreich durchschnittlich 900 Euro monatlich weniger. „Im Laufe eines ganzen Erwerbslebens bekommen Frauen €435.000.- weniger Lohn als Männer – das ist unakzeptabel!“, so Bundesministerin Rendi-Wagner zum diesjährigen Equal Pay Day.

Im Vergleich zum Vorjahr 2016 findet der Equal Pay Day heuer zwei Tage später statt. Der Einkommensnachteil hat sich um 0,7 Prozentpunkte verringert und liegt nun bei -21,7%. Seit 2013 hat sich die Lohnschere in Österreich um 1,5% verringert. „Wenn es in diesem Tempo weitergeht, brauchen wir noch 60 Jahre, um die Lohnschere zu schließen. Ich will, dass unsere Töchter sich mit diesem leidigen Thema nicht mehr auseinandersetzen müssen - Das muss schneller gehen! Ich fordere daher ein Lohntransparenzgesetz für Österreich“, so die Ministerin.

In Ländern wie Schweden oder Norwegen ist es völlig normal, dass Gehälter öffentlich einsehbar sind. In den USA gehört es zum guten Ton, zu erzählen, wie hoch das Jahreseinkommen ist. In Deutschland ist im Juli das „Entgelttransparenzgesetz“ in Kraft getreten. Auch in Österreich gibt es im öffentlichen Dienst bereits klare und transparente Einstufungen – dort ist die Lohnschere auch wesentlich kleiner: Beamtinnen verdienen nur 5% weniger als ihre Kollegen, während die Lohnschere in Österreich gesamt bei mehr als 20% liegt.

Seit 2011 bestehen mit den Einkommensberichten und der Verpflichtung zur Angabe des Mindestentgelts in Stelleninserate rechtlich verpflichtende Instrumente, um die Einkommenstransparenz zu stärken. „Diese Instrumente sind bereits ein guter Anhaltspunkt, greifen aber noch nicht genug. Wir müssen daher weitergehen und die Lohntransparenz stärken. Dazu kann ein starkes Lohntransparenzgesetz beitragen“, sagt Rendi-Wagner. (Schluss)

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