Kurz, Strache und Mölzer für Ende der „Willkommenskultur“

Österreich wählt am Sonntag „rechts“. Im Interview mit dem „Wochenblick“ verraten ÖVP und FPÖ wie sie die Zuwanderung stoppen wollen.

Brunnenthal (OTS) - Sebastian Kurz und HC Strache erklären in exklusiven Interviews mit der Zeitung „Wochenblick“, die am 12. Oktober erscheint, dass sie Österreich als Anziehungspunkt für Wirtschaftsmigranten unattraktiv machen wollen.

Als erster christlich-konservativer Spitzenpolitiker gesteht Kurz grundlegende Fehler in der Einwanderungspolitik ein: „Wir sind heute mit den Konsequenzen jener Fehler konfrontiert, die vor 30 und 40 Jahren gemacht wurden. Damals begann eine Phase der relativ unkontrollierten Zuwanderung.“ Die Politik habe damals die Probleme einfach ausgeblendet. Als möglicher künftiger Kanzler will Kurz, betonte er im „Wochenblick“-Gespräch, die Entstehung von „Parallel-Gesellschaften unterbinden“ und den „politischen Islam bekämpfen“.

FPÖ-Chef HC Strache legt nach. In einer möglichen schwarz-blauen Regierung müsse gehandelt, nicht nur geredet werden: „Für uns Freiheitliche ist es wichtig, dass eine weitere Zuwanderung gestoppt wird, Asylverfahren beschleunigt werden und, im Falle eines negativen Bescheides, eine sofortige Abschiebung in das Heimatland eingeleitet wird. Das betrifft natürlich auch hier in Österreich straffällig gewordene Migranten.“

Der ehemalige EU-Abgeordnete und FPÖ-Vordenker Andreas Mölzer mahnt seine Partei zur Vorsicht. Fehler, die damals unter Haider gemacht wurden, dürfen nicht wiederholt werden. Eine klare freiheitliche Handschrift müsse in ein künftiges Regierungsprogramm. Mölzer hat eine konkrete Forderung an die Partei, wenn sie etwa mit der ÖVP in Regierungsverhandlungen treten sollte: „Ein absoluter Stopp der illegalen Zuwanderung ist dabei das Mindeste was man verlangen muss, die rasche und kompromisslose Rückführung von abgelehnten Asylsuchenden und illegal im Lande lebenden Menschen ist der nächste notwendige Schritt.“ 

Der „Wochenblick“ widmet seinen aktuellen Schwerpunkt dem „Kampf um rechts“ und analysiert, wie die Parteien ÖVP und FPÖ um mehr als 60 Prozent Stimmpotential rechts der Mitte buhlen.

Rückfragen & Kontakt:

Wochenblick Redaktion, Mag. Norbert Geroldinger
redaktion@wochen-blick.at
+43 732 207270

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | M240001