- 09.10.2017, 09:47:35
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Mobilitätswende: ÖAMTC und ARBÖ planen Machbarkeits-Analyse durch breiten Expertenkreis
Antriebsspezialisten der TU Wien und der TU Graz bereits an Bord
Utl.: Antriebsspezialisten der TU Wien und der TU Graz bereits an
Bord =
Wien (OTS) - Die vom Verkehrsministerium forcierte Mobilitätswende
2030 sieht vor, dass sich im Jahr 2030 sämtliche Autokäufer
freiwillig für ein emissionsfreies Fahrzeug entscheiden sollen. Die
Mobilitätsclubs ÖAMTC und ARBÖ werden nun in einem eigenen
Veranstaltungsformat die Machbarkeit und die Herausforderungen dieser
politischen Idee zu prüfen. Diese Analyse wird bis zum Anfang des
nächsten Jahres in den fünf Panels Wissenschaft, Industrie, Umwelt,
Konsumentenschutz und Ökonomie erarbeitet. Die Teilnehmer der Panels
sind hochrangige Experten und werden ein Papier erarbeiten, das der
neuen Regierung als Wegweiser für eine realitätsnahe und sozial
verträgliche Mobilitätswende dienen soll. "Es ist unbestritten, dass
der mittelfristige Umstieg auf saubere Fortbewegungstechnologien
kommen muss. Die entsprechenden Maßnahmen müssen sachlich und unter
Einbeziehung aller relevanten Experten und Betroffenen diskutiert
werden", erklärt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.
Fixe Zusagen gibt es unter anderem bereits beim Panel
Wissenschaft. So werden die Vorstände der beiden Institute der TU
Wien sowie der TU Graz, die sich mit Antriebstechnologien
beschäftigen, Prof. Bernhard Geringer und Prof. Helmut Eichlseder
ihre Einschätzung beisteuern, wann welche Antriebe massentauglich zur
Verfügung stehen werden. ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig dazu:
"Wir freuen uns, dass diese international anerkannten Experten unsere
Initiative unterstützen. Denn jede Überlegung zu einem möglichen
Auslaufen des Verbrennungsmotors muss zunächst auf die technische
Machbarkeit hin überprüft werden. Geschieht das nicht, sondern
versucht man den Durchbruch unreifer Technologien zu erzwingen,
drohen höhere Kosten für Konsumenten sowie strukturelle
Steuerausfälle."
Keine Konkurrenz zur Abgasstrategie von Minister Leichtfried
Am 26. September 2017 startete das BMVIT einen Prozess zur
Erarbeitung eines "Aktionsplans für Sauberen Verkehr –
Mobilitätswende 2030". Dabei hat Verkehrsminister Leichtfried im
Bezug auf die Forderung von ARBÖ und ÖAMTC in Richtung unbeschränkter
Weiterfahrgarantie für zugelassene Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor
erstes Entgegenkommen signalisiert und einen noch nicht weiter
konkretisierten Bestandsschutz zugesichert. "Die Machbarkeits-Analyse
von ÖAMTC und ARBÖ ist nicht als Gegenveranstaltung zur Initiative
von Leichtfried zu verstehen. Wir werden unsere Ergebnisse
selbstverständlich in den Prozess des BMVIT einbringen. Uns ist
jedoch wichtig, dass diese Diskussion ganz wesentlich von Fachleuten,
Praktikern und Betroffenen geprägt wird", so Schmerold abschließend.
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