Mobilitätswende: ÖAMTC und ARBÖ planen Machbarkeits-Analyse durch breiten Expertenkreis

Antriebsspezialisten der TU Wien und der TU Graz bereits an Bord

Wien (OTS) - Die vom Verkehrsministerium forcierte Mobilitätswende 2030 sieht vor, dass sich im Jahr 2030 sämtliche Autokäufer freiwillig für ein emissionsfreies Fahrzeug entscheiden sollen. Die Mobilitätsclubs ÖAMTC und ARBÖ werden nun in einem eigenen Veranstaltungsformat die Machbarkeit und die Herausforderungen dieser politischen Idee zu prüfen. Diese Analyse wird bis zum Anfang des nächsten Jahres in den fünf Panels Wissenschaft, Industrie, Umwelt, Konsumentenschutz und Ökonomie erarbeitet. Die Teilnehmer der Panels sind hochrangige Experten und werden ein Papier erarbeiten, das der neuen Regierung als Wegweiser für eine realitätsnahe und sozial verträgliche Mobilitätswende dienen soll. "Es ist unbestritten, dass der mittelfristige Umstieg auf saubere Fortbewegungstechnologien kommen muss. Die entsprechenden Maßnahmen müssen sachlich und unter Einbeziehung aller relevanten Experten und Betroffenen diskutiert werden", erklärt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.

Fixe Zusagen gibt es unter anderem bereits beim Panel Wissenschaft. So werden die Vorstände der beiden Institute der TU Wien sowie der TU Graz, die sich mit Antriebstechnologien beschäftigen, Prof. Bernhard Geringer und Prof. Helmut Eichlseder ihre Einschätzung beisteuern, wann welche Antriebe massentauglich zur Verfügung stehen werden. ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig dazu:
"Wir freuen uns, dass diese international anerkannten Experten unsere Initiative unterstützen. Denn jede Überlegung zu einem möglichen Auslaufen des Verbrennungsmotors muss zunächst auf die technische Machbarkeit hin überprüft werden. Geschieht das nicht, sondern versucht man den Durchbruch unreifer Technologien zu erzwingen, drohen höhere Kosten für Konsumenten sowie strukturelle Steuerausfälle."

Keine Konkurrenz zur Abgasstrategie von Minister Leichtfried

Am 26. September 2017 startete das BMVIT einen Prozess zur Erarbeitung eines "Aktionsplans für Sauberen Verkehr – Mobilitätswende 2030". Dabei hat Verkehrsminister Leichtfried im Bezug auf die Forderung von ARBÖ und ÖAMTC in Richtung unbeschränkter Weiterfahrgarantie für zugelassene Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor erstes Entgegenkommen signalisiert und einen noch nicht weiter konkretisierten Bestandsschutz zugesichert. "Die Machbarkeits-Analyse von ÖAMTC und ARBÖ ist nicht als Gegenveranstaltung zur Initiative von Leichtfried zu verstehen. Wir werden unsere Ergebnisse selbstverständlich in den Prozess des BMVIT einbringen. Uns ist jedoch wichtig, dass diese Diskussion ganz wesentlich von Fachleuten, Praktikern und Betroffenen geprägt wird", so Schmerold abschließend.

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