„Heimat Fremde Heimat“ über Rechtsextremismus in Österreich, „Carneval of Fear“ und Integratives Theater gegen Gewalt

Am 8. Oktober um 13.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Silvana Meixner präsentiert das ORF-Magazin „Heimat Fremde Heimat“ am Sonntag, dem 8. Oktober 2017, um 13.30 Uhr in ORF 2.

Rechtsextremismus in Österreich

„Ich habe Hitler-Bilder gepostet und dass man Asylanten vergasen soll“, gesteht der nach dem Verbotsgesetz verurteilte Ex-Neonazi Patrick O. aus Linz. Nicht nur mit Dschihadisten hat der Staat ein Problem – 2016 sind rechtsextreme Straftaten auf einen Höchststand gestiegen. „Solange sich bei uns sogar Politiker ungestraft antisemitisch äußern können, werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen“, warnt der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch. Die Radikalisierung beginne mit den in Österreich verbotenen NS-Symbolen und rechtsextremer Musik, dokumentiert das Mauthausen Komitee Österreich in seiner aktualisierten Broschüre „Rechtsextrem“. Čedomira Schlapper berichtet.

„Carneval of Fear“ – zwei Jahre danach

Vor zwei Jahren kamen auch in die Stadt Schärding zahlreiche Flüchtlinge: Viele Schärdinger haben diesen Menschen in Not damals geholfen und beispielhafte Solidarität gezeigt. Die Schauspielerin Natalie Assmann und ihr Team nahmen das als Anlass und wandelten die alte barocke Stadt drei Tage lang mit 20 verschiedenen Veranstaltungen in eine Bühne für Kunst und Kultur um. Mehmet Akbal war beim „Carneval of Fear“ in Schärding dabei.

Integratives Theater gegen Gewalt

Das integrative Wiener Vorstadttheater aus Ottakring präsentiert seine diesjährige Produktion „Und sie legen den Blumen Handschellen an“ von Fernando Arrabal, einem spanischen Theatermacher und Widerstandskämpfer. Obwohl die Handlung des Stücks in der Zeit der faschistischen Franco-Diktatur (1936–1975) in Spanien spielt, erkennen die Darsteller viele Parallelen zu heutigen Unrechts-Regimen: „Wir Kurden aus der Türkei wissen, wie es ist, unterdrückt und gefoltert zu werden“, erzählt Laiendarsteller Şenol Bektaş. „Die Zuschauer sollen begreifen, dass unsere Demokratie nicht gottgegeben ist“, ist die Botschaft des Ensemblemitglieds Mladen Savić. Ein Beitrag von Čedomira Schlapper.

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