SJ-Herr/Kaiser: „Öffis werden billiger, wenn der Steuerbetrug endet!“

NR-Kandidatinnen präsentieren am Linzer Hauptplatz ihr Programm für leistbaren öffentlichen Verkehr und dessen Gegenfinanzierung

Wien (OTS) - „Der Anspruch an uns Junge ist: wir müssen immer mobiler werden! Wenn der Bus aber nur 2x am Tag fährt, die Fahrt mit dem Zug zu teuer und auch die Fahrschule unbezahlbar ist, wird Mobilität schnell zur Herausforderung“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und bundesweite SJ-Spitzenkandidatin für den Nationalrat, gemeinsam mit Fiona Kaiser, Vorsitzende der SJ Oberösterreich und SJ-Spitzenkandidatin in Oberösterreich bei der heutigen Pressekonferenz vor dem SJ-Bus am Linzer Hauptplatz.

Egal ob die Fahrt in die Nachbarortschaft, die eine Stunde Fahrzeit zur Lehrstelle oder zur Uni in die Landeshauptstadt: öffentlicher Verkehr ist nur attraktiv, wenn er leistbar ist und jede Region mit dichten Intervallen bedient. „Fehlt es an Öffis, trifft es insbesondere ländliche Regionen und Jugendliche“, erklärt Herr. Sie fordert daher das Top-Jugendticket um 60 Euro für alle unter 26. Damit wird das Wirrwarr an Kompetenzen endlich aufgelöst und in ein einheitliches und leistbares Ticket für ganz Österreich zusammen geführt.

„Für Konzerne hingegen ist es ein leichtes, Geld hin und her zuschieben, bis ihr Steuerbeitrag so gering wie möglich ist“, kritisiert Herr das zu lasche Vorgehen gegen Steuerflucht & -hinterziehung. „Jährlich fehlen so Milliarden Euro für wichtige Infrastrukturmaßnahmen im öffentlichen Verkehr“, so Herr und möchte mit einem Ende für Bankgeheimnis und Briefkastenfirmen, einer europaweiten Untergrenze für Körperschaftssteuern und dem Prinzip, Wertschöpfung dort zu versteuern, wo sie geschieht, gegensteuern. „Wir möchten dieses Thema in der kommenden Legislaturperiode forcieren, denn der Betrug an all jenen, die selbstverständlich ihre Steuerleistung erbringen, muss endlich enden!“, kündigen die beiden NR-Kandidatinnen an.

„Wenn Konzerne endlich ihren gerechten Beitrag leisten, können wir Bus- und Zugintervalle verdichten!“, ergänzt Kaiser. Sie kritisiert auch die oberösterreichische ÖVP-FPÖ-Regierung: „Statt mit Verbesserungen ländliche Strukturen zu stärken, kürzt Schwarz-Blau beim Jugendtaxi!“ Jugendliche konnten so kostenfrei Nachts heim fahren, was ein hohes Maß an Sicherheit brachte. Nun wird die Förderung gedeckelt und ein Selbstbehalt eingeführt. „Das ist ein massiver Rückschritt für uns junge Menschen und ein bitterer Vorgeschmack auf eine mögliche Schwarz-Blaue Koalition im Bund“, warnt Kaiser abschließend.


Fotos der Pressekonferenz finden sich https://www.flickr.com/photos/gegenrechts/albums/72157687493039234

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