NEXT – Der nächste Schritt: Neue Förderung des WWTF

Was könnte der nächste Schritt nach einer grundlegenden Entdeckung in der Forschung sein? Auf diese Frage antwortet der WWTF mit seinem neusten Förderangebot.

Die eingereichten Projekte waren alle unglaublich kreativ. Es war für uns gar nicht leicht uns auf die vier zu beschränken. Die Forscherinnen und Forscher haben alle bewiesen, dass sie nicht nur exzellente Wissenschaft treiben, sondern auch spannende Geschäftsmodelle entwickeln können.
Dr. Irene Fialka, Geschäftsführerin von INiTS
Viele Studien zeigen uns, dass herausragende Grundlagenforschung der beste Nährboden für Innovationen ist. Nach dieser Maxime handelt der WWTF als Forschungsförderer.
Dr. Michael Stampfer, Geschäftsführer des WWTF

Wien (OTS) - Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) unterstützt als privat-gemeinnützige Organisation die Grundlagenforschung in Wien und ist damit in seiner Ausgestaltung einzigartig in Österreich. Neben der Förderung von großen und teils riskanten Projekten, engagiert sich der WWTF auch für die mittelfristige Verwertbarkeit dieser Forschung. Die spannende Frage, was aus den Forschungsergebnissen entstehen kann, führte dabei zu einem neuen Förderangebot: der Ausschreibung NEXT. Wie bereits der Name verrät, unterstützt die Ausschreibung die nächsten Schritte: von gewonnenen Erkenntnissen aus den Forschungsprojekten hin zu einer Überleitung in konkrete Anwendungen.

Dabei konnten bereits beim WWTF erfolgreiche ProjektleiterInnen Ideen einbringen, wie sie ihre Erkenntnisse auf einem neuen Gebiet nutzen könnten. Das Interesse war groß und die Bandbreite vielfältig. Für neue Transferideen standen je 50.000 € zur Verfügung, um etwa einen Prototypen bauen zu können. Essentiell dabei war, eine neue Zielgruppe als die bisherige zu adressieren, also weg von der Wissenschaft, hin zur Industrie, BürgerInnen und anderen Stakeholdern. Die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Irene Fialka, Geschäftsführerin von INiTS, nominierte vier Vorzeigeprojekte: „Die eingereichten Projekte waren alle unglaublich kreativ. Es war für uns gar nicht leicht uns auf die vier zu beschränken. Die Forscherinnen und Forscher haben alle bewiesen, dass sie nicht nur exzellente Wissenschaft treiben, sondern auch spannende Geschäftsmodelle entwickeln können.“

  • Wie kann ich ein von mir während eines Experiments entwickeltes Verfahren kommerziell näher an den Markt bringen? Diese Frage stellt sich Dr. Dea Slade (Universität Wien). Die in ihrem WWTF Projekt neuentwickelte Technologie, die Systemintegration zur Analyse von UV-induzierten DNA-Schädigungen, will sie in kommerzielle, schlüsselfertige Mikroskopie/Spektroskopie-Lösungen weiterentwickeln.
  • Präzisionsmessungen sind oftmals durch den Einfluss von Vibrationen auf den Messapparat limitiert. Ein Team an Forschenden um Prof. Aspelmeyer (Universität Wien) entwickelt ein neuartiges Konzept für Vibrationsisolation, welches die Limitierung klassischer Ansätze umgeht. Indem sie Konzepte aus der Grundlagenforschung anwenden, erschaffen sie kompakte Isolierungen, die selbst im Ultrahochvakuum oder bei Temperaturen nahe des absoluten Nullpunkts verwendet werden können.
  • Wie können Vogel- und Walarten in Tonaufnahmen automatisch erkannt und ausgewertet werden? Dr. Arthur Flexer (OFAI) und Dr. Monika Dörfler (Universität Wien) entwickeln ihr Verfahren mit der Kombination neuster Methoden der mathematischen Signalverarbeitung und des Maschinenlernens weiter, um Biodiversität anhand von Tierlauten verschiedener Vogel- und Walarten maschinell verfolgen zu können.
  • Wie könnte die nächste Generation von Computerchips aussehen? Professor Gerald Matz (Technische Universität Wien) entwickelt in Kooperation mit der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne ein Softwarepaket für den Entwurf integrierter Schaltungen zum Dekodieren von fehlerkorrigierenden Codes. Diese werden von Chip- und Geräteherstellern in der Telekommunikationsindustrie benötigt. Das Ziel ist, Chips zu entwerfen, die hinsichtlich Datendurchsatz, Chipfläche und Energieverbrauch noch effizienter sind.

Damit ermöglicht es der WWTF ForscherInnen, bereits in frühen Phasen über weitere Anwendungsmöglichkeiten und Transferpotenziale nachzudenken und diese auszuprobieren. „Viele Studien zeigen uns, dass herausragende Grundlagenforschung der beste Nährboden für Innovationen ist. Nach dieser Maxime handelt der WWTF als Forschungsförderer.“ meint dazu der Geschäftsführer des WWTF, Dr. Michael Stampfer.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Donia Lasinger, Stv. Geschäftsführerin, donia.lasinger@wwtf.at

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