Messner: „Mit dem Kurz gehe ich auf keinen Berg“

Reinhold Messner findet „zum Kotzen“, wie der ÖVP-Chef sich an die FPÖ anbiedert, und sagt in DATUM: „Das Projekt Europa darf nicht scheitern.“

Wien (OTS) - „Ja, ich glaube es wird Schwarz-Blau werden,“ sagt Reinhold Messner in der am Freitag erscheinenden Oktoberausgabe des Monatsmagazins DATUM. Der Extrembergsteiger und Ex-EU-Parlamentarier will von seinem „sogenannten Vaterland“, also Österreich, „nichts mehr wissen, wenn nach der Wahl wirklich Strache und Kurz miteinander regieren sollten“.

Der Südtiroler Messner hätte Kurz vergangenes Jahr auf den höchsten Berg der Region führen sollen, verweigerte dies aber. Im DATUM-Interview verweist er auf die politische Dimension des Bergsteigens: „Ich mache mich zum Komplizen, wenn ich mit so jemand auf den Ortler klettere.“ Dass Österreich im Juli Panzer am Brennerpass auffahren lassen wollte, um aus Italien kommende Flüchtlinge am Grenzübertritt zu hindern, hält er für „reines Wahlkampfgeplänkel“. Für derart drastische Maßnahmen gebe es „überhaupt keine Notwendigkeit, weil die Italiener ganz gut kontrollieren und die Flüchtlinge wirklich aufgenommen haben“.

Messner spricht im Interview mit DATUM auch über die mögliche Rückkehr von Silvio Berlusconi in die italienische Politik, Donald Trump, den er für einen „sehr ungebildeten, unseriösen Menschen“ hält und die EU: „Das Projekt Europa darf einfach nicht scheitern.“ Diejenigen, „die glauben, man sei erfolgreicher, wenn man wieder nach mehr Nationalstaat schreit“, werden sich täuschen, so Messner.

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