AK-Literaturpreis: Jurypreis an Magdalena Schrefel, Publikumspreis an Cathrin A. Stadler

Linz (OTS) - Mit ihrem Text „Bold, Never Regular“ hat die in Korneuburg geborene und in Berlin lebende junge Autorin Magdalena Schrefel die Jury überzeugt. Sie bekommt den mit 7500 Euro dotierten AK-Literaturpreis. Dem Publikum hat der Text „Tschopperl“ am besten gefallen, der mit 2500 Euro dotierte Publikumspreis geht an Cathrin A. Stadler. Gut fünf Stunden dauerte am Freitag der literarische Marathon im AK-Bildungshaus Jägermayrhof mit Lesung, Preisverleihung und Buchpräsentation. Für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer ist das Publikumsinteresse Bestätigung und Auftrag, mit dieser Form der Kulturförderung fortzufahren; „Denn eine Gewinnerin steht dabei von Anfang an fest – die Literatur selbst.“

 

Insgesamt 133 unveröffentlichte literarische Texte, die sich kritisch mit Themen der Arbeitswelt und mit aktuellen gesellschaftlichen Brennpunkten auseinandersetzen, waren eingereicht worden.  Eine prominent besetzte Jury – Sibylle Hamann, Doron Rabinovici, Klaus Kastberger, Evelyn Beyer und Sonja Fröhlich – hat die fünf besten Texte für die Lesung im AK-Jägermayrhof ausgewählt und die Gewinnerin des Hauptpreises 2017 ermittelt. Auf der Shortlist standen Irene Diwiak (SPRING), Hanno Millesi (Lied in C&A), Britta Mühlbauer (WIR RETTEN EUROPA. Eine fantastische Erzählung aus dem Abendland), Magdalena Schrefel  (Bold, Never Regular) und Cathrin A. Stadler (Tschopperl). Kurzbiografien und Fotos der nominierten Autoren/-innen finden Sie auf ooe.arbeiterkammer.at/kultur .

 

In der Begründung der Jury heißt es: „… ‚Bold, Never Regular‘ – den Titel des Textes hat sich eine der Figuren auf die Haut tätowieren lassen – beschreibt ein Klima der Angst, das die westliche Gesellschaft heute in vielen Bereichen erfasst hat. Panische Sicherheitskontrollen werden durchgeführt. Menschen nach dem Risikopotential beurteilt, das in ihnen steckt. Höchste Effizienz in allen Belangen ist angesagt. Menschen werden zu Rechengrößen, Regeln und Algorithmen dienen zur Steuerung ihres Verhaltens. …  Schrefels Text beschreibt den Zwiespalt zwischen dem privaten Empfinden und der beruflichen Pflicht und trifft damit haargenau das Thema der Ausschreibung dieses Preises. Auch vom literarischen Anspruch her löst „Bold, Never Regular“ ein, was man von heutiger Literatur erwartet. Schrefel etabliert einen ungemein frischen und jugendlichen Stil, dem man sich gerne anvertraut. Dabei driftet ihr Text  niemals in puren Street-Talk ab. Eine Form des literarischen Schreibens ist hier entstanden, die die aktuellen Probleme unserer Zeit in sich aufnimmt und der man für die Zukunft noch einiges zutrauen kann.“

 

Der ÖGB-Verlag hat die fünf besten Texte des AK-Literaturpreises 2017 in einer Anthologie mit dem Titel „Leben verARBEITET“gesammelt. Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

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