• 29.09.2017, 11:57:35
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  • OTS0144

AUF/FPÖ-Herbert: Ergebnisse der Burn-Out-Studie bei der Polizei muss die Alarmglocken schrillen lassen!

Auf der Strecke unsere Polizistinnen und Polizisten, die einen harten und oft unbedankten Einsatz für die Allgemeinheit erbringen

Utl.: Auf der Strecke unsere Polizistinnen und Polizisten, die einen
harten und oft unbedankten Einsatz für die Allgemeinheit
erbringen =

Wien (OTS) - Die aktuelle Diskussion über den Zustand unserer Polizei
ist symptomatisch für den geringschätzigen Umgang von
Innenministerium und Bundeskanzleramt mit unserer Exekutive, stellte
heute der freiheitliche Bereichsprecher für den Öffentlichen Dienst
und Bundesvorsitzender der AUF, Bundesrat Werner Herbert, fest.

Nicht nur, dass die alarmierenden Ergebnisse der Burn-Out-Studie
(diese wurde vom Innenministerium selbst initiiert) seit mehr als
einem Jahr bekannt und bisher völlig unbeachtet geblieben sind, ist
auch die negative Personalentwicklung bei der Polizei aufgrund der
Überalterung der Kollegenschaft seit Jahren bekannt. So wurde bereits
im Jahr 2007 eine Expertise des Bundeskanzleramts über die
Pensionsentwicklung des Öffentlichen Dienstes erstellt, die schon
damals aufgrund der gegebenen Altersstruktur die nunmehr vorliegende
dramatische Pensionsentwicklung prognostiziert hat.
Weder das Innenministerium noch das Bundeskanzleramt haben auf diese
alarmierenden Entwicklungen reagiert, sondern haben die Polizei
sehenden Auges in den nun vorliegenden Personalnotstand geführt.
Alleine der Umstand, dass im Jahr 2016 österreichweit insgesamt 6,7
Millionen Überstunden durch die Polizei geleistet wurden (dies
entspricht einem Bedarf von rund 4000 Vollzeitbeschäftigten) zeigt,
wie groß die personelle Notlage bei der Polizei tatsächlich ist. Auch
wenn weiterhin von SPÖ und ÖVP ersucht wird, die erfolgten
Postenschließungen wie die stetige Ausdünnung der polizeilichen
Präsenz schönzureden, das Versagen der Bundesregierung in der
Sicherheitspolitik ist aufgrund dieser Entwicklung jedenfalls
erwiesen, so Herbert.

Die Leidtragenden dieser bedenklichen negativen Entwicklung sind
nicht nur die vielen engagierten Polizistinnen und Polizisten in
unserem Land, sondern auch die leidtragende österreichische
Bevölkerung. Es bedarf daher einer sofortigen Ausbildungsoffensive
mit zusätzlichen 1.000 Ausbildungsplätzen bei der Polizei, verbunden
mit einer derzeit leider nicht gegebenen ausbildungsadäquaten
Entlohnung. In Erinnerung gerufen wird in diesem Zusammenhang auch
das von der AUF seit langem präferierte Ausbildungsmodell des
„Polizeipraktikanten“, also die Einführung eines Lehrberufes für den
Polizeidienst mit dem auch der hohen Jugendarbeitslosigkeit
wirkungsvoll begegnet könnte. Darüber hinaus sind für diese neuen
Polizeibediensteten natürlich auch zusätzliche Arbeitsplätze, also
mindesten 2.500 zusätzliche Planstellen, zu schaffen, sagt Herbert.

Ob allerdings das BM.I wie auch das Bundeskanzleramt die
Ernsthaftigkeit der (Sicherheits-)lage tatsächlich erkannt haben,
darf aufgrund der aktuellen Stellungnahme zum aktuellen
Sicherheitsnotstand wahrlich bezweifelt werden. Auf der Strecke
bleiben einmal mehr nicht nur unsere Polizistinnen und Polizisten,
die einen harten und oft unbedankten Einsatz für die Allgemeinheit
erbringen, sondern auch die österreichische Bevölkerung, die sich –
nicht nur bei der Sicherheit – von dieser SPÖ/ÖVP-Bundesregierung
einmal mehr im Stich gelassen fühlen, so der freiheitliche
Bereichsprecher für den Öffentlichen Dienst und Bundesvorsitzender
der AUF, Bundesrat Werner Herbert.

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