Gewerkschaft vida: Haltlose Kritik an Flugsicherungen

vida-Liebhart: „Billigflieger suchen Sündenbock für ihre Misswirtschaft!“

Wien (OTS) - „Die jüngsten Attacken auf die europäische Flugsicherung sind letztklassig und leicht durchschaubar“, hält Daniel Liebhart, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, fest. In einem gemeinsamen Brief beschuldigen die Mitglieder des Airline-Verbandes A4E, dem auch die Billigflieger Ryanair, Easyjet aber auch die Lufthansa angehören, die Flugsicherungen seien aufgrund zu geringer Personaleinsätze bei den Fluglotsen einer der Hauptverursacher der Verspätungen im europäischen Luftverkehr.

Eine Million Minuten Verspätung

„Das Gegenteil ist der Fall“, so Liebhart. Er verweist darauf, dass der Löwenanteil der Verspätungen im Luftverkehr nicht den Flugsicherungsanbietern angelastet werden könne, sondern von den Airlines selbst verursacht werde, sei es „durch realitätsferne Umlaufzeiten oder andere hausgemachte Probleme.“ Die Europäische Transportarbeiter-Föderation, ETF, hat errechnet, dass die Airlines alleine im vergangenen Juli für über eine Million Minuten Verspätungen selbst verantwortlich sind. „Darüber breiten sie aber gerne den Mantel des Schweigens“, ärgert sich der vida-Gewerkschafter. Für Liebhart ist es „schon bezeichnend, dass gerade Ryanair einer der Hauptdrahtzieher der Attacken auf die Flugsicherung ist, jene Fluglinie, der derzeit scharenweise die PilotInnen davonlaufen und die aktuell über 400.000 Passagiere mit Flugstreichungen vor vollendete Tatsache stellt und im Regen stehen lässt. Die Billigfluglinie versucht Sündenböcke für ihre Fehler zu finden. Das wird es aber nicht spielen.“

Flugsicherung stärken, nicht bashen

„Alleine wenn wir uns die Austro Control ansehen, wird deutlich, dass die hohe Kundenzufriedenheit und das hohe Sicherheitsniveau vor allem den höchst engagierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken ist. Mit ihrem täglichen Einsatz beweisen sie, dass sie bereit sind, hart für den Erfolg des Unternehmens zu arbeiten“, so Liebhart. Um auch in Zukunft die gewünschte höchste Sicherheit im europäischen Luftraum halten und garantieren zu können, „ist die österreichische Politik gut beraten, in Brüssel der Flugsicherung Rückendeckung zu geben und nicht auf die Märchengeschichten der Airlines reinzufallen“, schließt der vida-Gewerkschafter.

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